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23/08/2000
11:05 Uhr

FEDV: Offensive der neuen Stromanbieter für einen fairen Wettbewerb

Auf seiner Mitgliederversammlung am 16. August 2000 hat der Freie Energiedienstleister Verband e.V (FEDV), ein Zusammenschluss von unabhängigen neuen Stromanbietern in Deutschland, erneut seine Ziele und Forderungen bekräftigt. Sieben Unternehmen firmierten als Gründungsmitglieder: ares Energie AG, Deutsche Strom AG, Elsam Stromhandel GmbH, Europower Energy GmbH, KaWatt AG, Riva Energie AG und unit energy Stromvertrieb GmbH. Den Vorstand bilden die Vorstandsvorsitzenden Carsten Knauer (Riva Energie AG), Andreas Rose (ares Energie AG) sowie Robert H. Kyrion (KaWatt AG), der auch den Verbandsvorsitz führt.

Vordringliches Ziel der im FEDV zusammengeschlossenen neuen Stromanbieter sei es, sich gegen das Geschäftsgebaren der Ex-Monopolisten zur Wehr zu setzen. Wichtigste Forderung sei die Abschaffung der prohibitiven Netznutzungsentgelte, welche es den freien Energiedienstleistern derzeit faktisch unmöglich machten, ihren Kunden einen konkurrenzfähigen Strompreis anzubieten, ohne dabei selbst Verluste in Kauf nehmen zu müssen, zumal bei einigen der Gebietsversorger aufgrund der Preisangebote von internen Quersubventionierungen ausgegangen werden könne, so der FEDV.

Zweitens gehe es dem FEDV um die Sicherstellung des Netzzugangs. Obwohl seit 1998 ein energierechtlicher und seit Januar 1999 ein kartellrechtlicher Anspruch auf Netznutzung bestehe, verweigern noch immer 60 Prozent der Ex-Monopolisten die Durchleitung von Strom. Als drittes Ziel habe sich der Verband gesetzt, die Prozesse des Stromanbieter-Wechsels für den Kunden zu standardisieren. Viertens forderten die FEDV-Mitglieder die Etablierung einer Regulierungsbehörde, damit der Liberalisierung des Strommarktes in Deutschland zum Wohle der Verbraucher endlich zum Durchbruch verholfen werde. Der Verband arbeite darüber hinaus an einem Gütesiegel zur Kenntlichmachung seiner Mitglieder, denn eine Reihe von weiteren Unternehmen habe bereits ihr Interesse an einer Aufnahme in den FEDV angemeldet, darunter beispielsweise die Petro Carbo Chem GmbH aus Duisburg.

IWR/Stromtarife.de

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