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27.02.2001
17:34 Uhr

Energiesparlampen dank plasmatechnischer Verfahren

Ob wärmedämmende Fensterscheiben, oberflächenveredelte Lebensmittelverpackungen oder Energiesparlampen - die Einsatzgebiete für plasmatechnische Verfahren scheinen schier unbegrenzt. eines der bedeutendsten Kompetenzzentren Deutschlands für diese Schlüsseltechnologieie ist das Institut für Niedertemperatur-Plasmaphysik (INP)in Greifswald. Allein im vergangenen Jahr warb das Institut bei der Industrie drei Millionen Mark Drittforschungsmittel ein. Ein Beispiel dafür sei die
Arbeit an den inzwischen weit verbreiteten Energiesparlampen, die korrekter eigentlich Plasmalampen heißen müssten.

Fachkongress mit 150 Wissenschaftlern

Die Greifswalder Plasmaphysiker, die in dieser Woche etwa 150 Wissenschaftler und Industrievertreter zu einem bundesweiten Fachkongress in die Hansestadt eingeladen haben, arbeiten derzeit daran, u.a. Energiesparlampen zu verbessern. Auch auf dem Gebiet der Oberflächenveredlung habe das INP bei der Entwicklung neuartiger Produkte Maßstäbe gesetzt. Das jüngste Projekt auf diesem Gebiet trägt den Namen „Biogrema«. In Zusammenarbeit mit der Greifswalder und Rostocker Universität sowie Rostocker Biotech-Unternehmen werden in Greifswald Verfahren zur Beschichtung von künstlichen Implantaten mit Biomaterialien erarbeitet. Das soll die Verträglichkeit des menschlichen Organismus mit dem fremden Material verbessern.

Die Mischung aus Grundlagen- und Anwendungsforschung unter einem Dach ist die Spezialität des Greifswalder Instituts, das auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Die Geschichte der Plasmaphysik in Greifswald begann 1917, als der spätere Nobelpreisträger Johannes Stark an das physikalische Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität berufen wurde. Zu DDR-Zeiten war die Plasmaphysik an die Akademie der Wissenschaften angegliedert. 1992 wurde das Institut mit der so genannten Blaue Liste neu gegründet und gefördert. Derzeit sind 90 Mitarbeiter beschäftigt.

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