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29.04.2010
09:32 Uhr
E.ON verkauft US-Strom- und Gasgeschäft
Düsseldorf - E.ON veräußert das Strom- und Gasgeschäft von E.ON US LLC an die PPL Corporation, Allentown, Pennsylvania (PPL). Der vereinbarte Kaufpreis liegt nach Unternehmensangaben bei 7,6 Milliarden US-Dollar. E.ON habe damit das Ziel, bis Ende 2010 mindestens 10 Milliarden Euro aus der Abgabe von Beteiligungen zu erzielen, bereits jetzt übertroffen. Die wirtschaftliche Nettoverschuldung des Konzerns mindere sich durch den Verkauf von E.ON US insgesamt um 6 Milliarden Euro. Die Transaktion bedarf nach Angaben des Stromversorgers noch der Zustimmung der US Kartell- und Regulierungsbehörden, das Closing wird für Ende 2010 erwartet.
E.ON US soll im gesamten Geschäftsjahr 2010 als nicht fortgeführte Aktivität behandelt werden. Technisch reduziere sich dadurch das Adjusted EBIT um rund 400 Millionen Euro und der bereinigte Konzernüberschuss um rund 260 Millionen Euro, eine Auswirkungen auf den Konzernüberschuss der Gesellschafter der E.ON AG ergebe sich jedoch nicht. Entsprechend ändere sich auch der Ausblick 2010 für das Adjusted EBIT und den bereinigten Konzernüberschuss auf einer Pro-forma-Basis nicht. Im Rahmen der Transaktion sei eine Wertberichtigung auf den in der Market Unit US Midwest bilanzierten Goodwill in Höhe von etwa 0,9 Milliarden Euro im ersten Quartal 2010 vorzunehmen.
E.ON hatte die Unternehmen Louisville Gas and Electric Company ("LG&E") und Kentucky Utilities Company ("KU") – die zusammen das Kerngeschäft von E.ON US LLC und damit die Market Unit US-Midwest bilden – 2002 im Zuge der Übernahme der britischen Powergen erworben. E.ON US LLC ist nach Angaben der Muttergesellschaft vornehmlich im regulierten Energiemarkt in Kentucky tätig. Zusammen verfügen LG&E und KU demnach über ein signifikantes Erzeugungsportfolio in Kentucky. Sie versorgten rund 940.000 Kunden mit Strom und rund 321.000 mit Erdgas. E.ON US LLC habe 2009 einen Stromabsatz von 32,4 Milliarden Kilowattstunden und einen Gasabsatz von 12,6 Milliarden Kilowattstunden, einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro, ein Adjusted EBIT von 384 Millionen Euro gehabt und rund 3.100 Mitarbeiter beschäftigt. Von der Transaktion nicht betroffen ist laut E.ON das Renewables Geschäft in den USA, das in der E.ON Climate & Renewables North-America zusammengefasst ist.
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