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Stromtarife.de


04.05.2001
14:44 Uhr

Die vierte Kraft auf dem Strommarkt: Neuer Energiekonzern soll 2003 starten - Arbeitsplätze gesichert

Der Weg zur Bildung des drittgrößten Energieversorgers in Deutschland ist frei und bis zum 1. Januar 2003 soll aus HEW, Bewag, Veag und Laubag ein neuer Energiekonzern entstehen. Die Treuhand-Nachfolgerin BvS hatte am Donnerstag der HEW grünes Licht für die Übernahme von Veag und Laubag gegeben. Die ausgehandelte Garantie für den Großteil der Arbeitsplätze war bei dieser "maßgeblichen energiepolitischen Weichenstellung" eine "wesentliche Bedingung", sagte Bundeswirtschaftsminister Werner Müller. So sei etwa Kurzarbeit vertraglich ausgeschlossen, versicherte Müller. Den Steuerzahler koste die Lösung daher nichts. Die HEW hingegen bezahlt 2,9 Milliarden Mark für Veag und Laubag.

Es werde nur einen "moderaten" Stellenbau im Rahmen der bereits bestehenden Zukunftspläne und entsprechend dem generellen Stellenabbau in der Energiewirtschaft geben, sagte der HEW-Vorstandsvorsitzende Manfred Timm in Berlin. "Große Personaleinsparungen finden nicht statt", versicherte der HEW-Chef. So garantiere HEW bis 2008 den Erhalt der Arbeitsplätze, die erforderlich seien, um jährlich 50 Terawattstunden Strom herzustellen. Diese Arbeitsplätze blieben auch dann bestehen, wenn diese Strommenge wegen Marktänderungen nicht abgenommen würde.

Der Sitz des Gesamtkonzerns werde in Berlin angesiedelt, die derzeitigen Unternehmenssitze werden erhalten, aber zahlenmäßig reduziert, so Timm. Aus Marketinggründen würden die Namen HEW und Bewag auf jeden Fall bleiben.

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