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21.05.2010
09:17 Uhr
Pilotprojekt: Wärmeenergie aus Rauchgas
Berlin - Die Nutzung der industriellen Abwärme aus dem Rauchgas wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen eines Pilotprojektes unterstützt. Ziel ist es, den Verbrauch fossiler Energie und den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Otto Fuchs KG in Meinerzhagen (NRW) stellt durch Umformen Produkte aus Aluminium, Magnesium, Titan und Nickel-Basislegierungen für die Luftfahrt, die Automobilindustrie sowie die Bau-, Umwelt- und Energietechnik her.
Mit Hilfe eines neuen Konzeptes zur Wärmerückgewinnung kann bisher ungenutzte Abwärme aus den Industrieöfen unmittelbar für die Wärmebehandlung der metallischen Produkte während der Fertigung eingesetzt werden. Der Wärmeüberschuss wird zentral in das vorhandene betriebliche Heißwassernetz eingespeist. Ein Heißwasserpufferspeicher ermöglicht die hydraulische Entkopplung der Produktionsanlagen und der Rohrleitungssysteme zur Wärmeauskopplung sowie die Einbindung neuer Verbraucher. Bereits in einer ersten Stufe kann durch Einsatz eines Wärmetauschers eine Heizleistung von ca. 218 Kilowatt eingespart werden. Die Einsparung von Primärenergie beträgt 1908 Megawattstunden pro Jahr.
Insgesamt können mit dem Verfahren jährlich 385 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Das Bundesumweltministerium unterstützt das Projekt mit 136.273 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.
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