06.08.2001
16:33 Uhr
Teilverkauf der Görlitzer Stadtwerke an Vivendi genehmigt
Der Teilverkauf der Stadtwerke Görlitz AG ist rechtskräftig. Das Dresdner Regierungspräsidium habe die Übernahme von 74,9 Prozent der Anteile durch den französischen Mischkonzern Vivendi genehmigt, teilte die Stadtverwaltung am Montag mit. Der Kaufvertrag war Mitte Mai unterzeichnet worden, nachdem der Stadtrat Ende April beschlossen hatte, die Mehrheit der Stadtwerke-Aktien abzugeben.
Mit der Zustimmung des Regierungspräsidiums sei der von Görlitz eingeschlagene Weg als Präzedenzfall gewertet worden, urteilte Finanzbürgermeister Rainer Neumer. Die deutsch-polnische Grenzstadt hatte nicht nur die Mehrheit ihrer Aktien an dem kommunalen Versorgungsunternehmen abgegeben. Erstmals war ein ganzer Querverbund verkauft worden, da die Görlitzer Stadtwerke für die Strom-, Trinkwasser-, Fernwärme- und Gasversorgung, für die Müllentsorgung sowie für den Nahverkehr zuständig sind.
Angesichts der Veränderungen auf dem Strom- und Wassermarkt hatte Görlitz einen starken Partner zum Erhalt seiner Stadtwerke gesucht. Für die 74,9 Prozent bekommt die Kommune mehr als 108 Millionen Mark von Vivendi. Der Konzern hat der Stadt überproportionale Mitspracherechte zugesichert.
© IWR/Stromtarife.de
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