04.03.2002
12:05 Uhr
Atomindustrie: Aufforderung an Stoiber Atomausstieg nicht rückgängig
zu machen
Berlin - Die deutsche Atomindustrie drängt Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) laut Zeitungsinformationen, im Falle eines Wahlsieges im September den Atomausstieg nicht rückgängig zu machen. Wie die "Berliner Zeitung" heute unter Berufung auf "informierte Kreise" berichtet, hat die Energiewirtschaft Stoiber zu verstehen gegeben, dass sie kein Interesse an der Außerkraftsetzung des mit der rot-grünen Bundesregierung geschlossenen Ausstiegsvertrages hat. Stoiber hatte mehrfach angekündigt, er werde nach einem Wahlsieg den Vertrag aufkündigen. Die Stromwirtschaft sehe inzwischen Vorzüge im Ausstiegskonsens, der Atomkraftwerken eine Laufzeit von mehr als 30 Jahren garantiert, schrieb das Blatt weiter. Ohne die Vereinbarung mit Rot-Grün hätte es nach Auffassung der Atomindustrie nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in Deutschland sehr wahrscheinlich eine Debatte über die Schnellabschaltung von Meilern gegeben.
© IWR/Stromtarife.de
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