29.07.2002
14:00 Uhr
Späth will Regulierungsbehörde für Strom- und Gasmärkte
Hamburg - Der Schattenwirtschaftsminister der Union, Lothar Späth, will nach einem Wahlsieg völlig neue Akzente bei der Liberalisierung der Märkte setzen. Vor allem im Bereich Strom und Gas müsse es mehr Wettbewerb geben, sagte Späth dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Wie in der Telekommunikation werde die Union für den Energiebereich eine "schlagkräftige und durchsetzungsfähige Regulierungsbehörde" einrichten, um für einen fairen Wettbewerb zu sorgen. Es könne nicht sein, dass neue Branchenunternehmen mit den "alten Platzhirschen direkt verhandeln müssen, zu welchen Preisen sie ihre Produkte durch deren Netze leiten dürfen".
Was sich derzeit auf den Energiemärkten abspielt nannte Späth ein "echtes Trauerspiel". Nach seiner Ansicht sei der Wettbewerb in diesen Schlüsselsektoren "stranguliert". Späth plädierte zugleich dafür, die restlichen Bundesanteile an der Deutschen Telekom und der Post AG so schnell wie möglich zu verkaufen. Dies sollte sofort erfolgen, sobald das die Märkte und Kurse zulassen.
© IWR/Stromtarife.de
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