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10.06.2009
16:14 Uhr
Kernkraftwerk Emsland investiert 16 Millionen Euro in die 20. Revision mit Brennelementwechsel
Essen - Das Kernkraftwerk Emsland (KKE) wird am 13. Juni 2009 zur jährlichen Revision mit Brennelementwechsel abgefahren. Im abgelaufenen Betriebszyklus hat die Anlage bei einer zeitverfügbarkeit von 99,92 Prozent mehr als 11,8 Milliarden Kilowattstunden erzeugt. Damit könnte man die Bundeshauptstadt Berlin ein Jahr lang mit Strom versorgen. "Die CO2-freie Stromerzeugung aus Kernenergie erspart dem Klima rund 11 Millionen Tonnen des klimaschädlichen Gases", verdeutlicht Horst Kemmeter, Leiter der Anlage, den Stellenwert des Kraftwerks.
Während der gesamten Revisionsdauer müssen fast 5.000 Arbeiten bewältigt werden. Für die anstehenden Kontrollen, Prüfungen und Inspektionen wird das vorhandene Kraftwerkspersonal durch 1.300 Fachleute von Fremdfirmen unterstützt, von denen gut 250 aus der Region kommen. Um den Kraftwerksblock für den nächsten Betriebszyklus zu rüsten, müssen 44 der insgesamt 193 Brennelemente gewechselt werden.
Begleitet werden die Arbeiten durch Gutachter verschiedener Sachverständigen-organisationen, die sich im Auftrag des Niedersächsischen Umweltministeriums von der vorschriftsgemäßen Ausführung der Arbeiten überzeugen. Erst nach positivem Abschluss aller Arbeiten und Zustimmung durch die Aufsichtsbehörde erhält das Kernkraftwerk Emsland die Anfahrgenehmigung, um dann wieder Strom für den Grundlastbereich zu produzieren.
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