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29.07.2010
11:28 Uhr
VIK: EEG-Belastungen für Wirtschaft deutlich höher als erwartet
Essen – Der VIK, die Interessenvertretung der industriellen Energiekunden, geht davon aus, dass die EEG-Umlage für 2011 – vorsichtig gerechnet – bei mindestens 3,5 ct/kWh liegen wird. Damit würde ein deutlich höherer Wert erreicht, als die vom BMU verlautbarten 2,7 bis 2,8 ct/kWh. Dies wäre eine Steigerung gegenüber aktuell 2,047 ct/kWh von über 70 Prozent. Verantwortlich für die Zunahme seien v.a. der explosionsartigen Zubau von PV-Anlagen sowie geringere Einnahmen der Übertragungsnetzbetreiber aus der Vermarktung des EEG-Stroms an der Börse, so der VIK
Die Konsequenzen dieser Zahlen für die industriellen Stromkunden bezeichnet der VIK als überaus dramatisch. Schon für mittlere Unternehmen gehe es um Mehrkosten in Millionen Höhe – Tendenz steigend. Diese Kostenlasten träfen außerdem für die Mehrzahl der Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit den Plänen zur Ökosteuererhöhungen zusammen. Diese Belastungen seien insgesamt eine eindeutige Absage an den Industriestandort Deutschland, so VIK-Geschäftsführerin Birgit Ortlieb.
Neben der Beibehaltung bestehender Entlastungsregeln für die besonders energieintensive Industrie fordert der VIK daher eine Deckelung der EEG-Umlage für alle Stromverbraucher.
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