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25.08.2010
10:59 Uhr

Längere AKW-Laufzeiten – Behinderung des Ausbaus regenerativer Energien wird befürchtet

Münster/Frankfurt am Main - Atomkraft als Brückentechnologie kann den Ausbau erneuerbarer Energien deutlich bremsen. Zu diesem Ergebnis komme eine Studie der Universität Flensburg die der Ökostromanbieter Lichtblick in Auftrag gegeben hat, berichtet die Frankfurter Rundschau. Der Universität zufolge würde eine schnelle Umstellung auf regenerative Energien bereits im Jahr 2020 zu einem Systemkonflikt führen. Olav Hohmeyer, Autor der Studie, gehe dabei von einem Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung von rund 50 Prozent im Jahr 2020 aus, diesen Ausbau halte der Sachverständigenrat für Umweltfragen für möglich. Werde die Laufzeit der Kernkraftwerke von derzeit rechnerisch 32 Jahren auf 45 oder mehr erhöht und seien 2020 auch noch alle Atomanlagen in Betrieb, ließen sich diese kaum noch sinnvoll in die Stromversorgung integrieren, heißt es. Sobald eine entsprechende Verlängerung der Laufzeiten für deutsche Kernkraftwerke beschlossen sein wird, werde für die Kernkraftwerksbetreiber ein Anreiz in Milliardenhöhe geschaffen, den notwendigen und politisch unstrittigen Ausbau der regenerativen Energiequellen nach Kräften zu behindern, heiße es in der Studie weiter.

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