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20.12.2010
15:00 Uhr
Referenz-Messverfahren zur Fotovoltaik-Hochrechnung sorgt für Netzsicherheit
Oldenburg - Bis 1. April 2011 sollen Verteilnetzbetreiber ein Referenzmessverfahren implementieren, das verlässliche Einspeisewerte aller Fotovoltaikanlagen liefert. Hierfür hat die energy & meteo systems GmbH jetzt das nach eigener Aussage erste Verfahren im Angebot, dass von der Bundesnetzagentur anerkannt ist. Die Netzsicherheit werde laut Unternehmen durch die Photovoltaik nicht beeinflusst, wenn die Netzbetreiber die eingespeiste Strommenge kennen. Daher hätten sich Bundesnetzagentur (BNetzA) und Netzbetreiber in den letzten Wochen mit dieser Frage beschäftigt, so die energy & meteo systems GmbH.
Jeder Verteilnetzbetreiber sei verpflichtet, dem Übertragungsnetzbetreiber die im eigenen Verteilnetz eingespeiste Fotovoltaikleistung zu melden. Diese Information würde vom Übertragungsnetzbetreiber benötigt, um den Solarstrom an der Börse zu vermarkten und um die Netzstabilität aufrechtzuerhalten. Da über 75 Prozent der in Deutschland installierten Solaranlagen nicht leistungsgemessen seien, hätten viele Verteilnetzbetreiber bisher sogenannte Standardlastgänge gemeldet. Diese haben laut energy & meteo systems jedoch häufig mit der Realität wenig zu tun, da sie weder Wetterlage noch Tageszeit berücksichtigen. So seien Lastgänge gemeldet worden, nach denen Solaranlagen nachts Strom ins Netz speisten. Die Konsequenzen habe die BNetzA in ihrem Positionspapier vom 12. November 2010 an einem Beispiel beschrieben. Demnach wurde am 6. September 2010 über mehrere Stunden hinweg die vollständig verfügbare Regelleistung benötigt, um falsche Solarmesswerte auszugleichen. Die BNetzA forderte daher, ein geeignetes Referenzmessverfahren einzuführen.
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© IWR/Stromtarife.de
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