News-Archiv
Februar 2000
29/02/2000
13:43 Uhr
DEA Heizölhandel
vermittelt Strom - RWE und DEA nutzen neuen Vertriebskanal
Die DEA Mineraloel AG baut
ihr Angebot im Heizölgeschäft aus: ab sofort können private
Haushalte neben DEA Heizöl EL, der Premiumqualität DEA Heizöl
A-Plus und spezifischen Wärmedienstleistungen auch Strom kaufen. Mehr
als 100 regionale DEA Verkaufsniederlassungen und Beteiligungsgesellschaften
sowie eine große Anzahl Markenpartner der DEA Mineraloel AG vermitteln
den Markenstrom Avanza der RWE Energie. Um auch für dieses Produkt
eine persönliche Ansprache und kompetente Beratung zu gewährleisten,
schulte DEA über 300 Mineralölverkäufer. Die Ausweitung
des Angebots auf Geschäftskunden erfolge im Frühjahr dieses Jahres.
(iwr)
13:29 Uhr
Investition von DM 870
Millionen in neues Kraftwerk geplant
Eine Gleichbehandlung der
großen Wasserkraft in Zusammenhang mit dem am Freitag im Bundestag
verabschiedeten Gesetz für erneuerbare Energien (EEG) fordert die
NaturEnergie AG, Grenzach-Wyhlen. Nach diesem Gesetz sollen neue Wasserkraftwerke
nur bis zu einer Leistung von fünf Megawatt finanziell gefördert
werden. Die Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG (KWR), Mutter der
NaturEnergie AG, plane den Neubau eines Kraftwerks mit 100 Megawatt in
Rheinfelden am Hochrhein. Damit ließe sich die dortige Stromproduktion
von jetzt jährlich 200 Millionen Kilowattstunden verdreifachen. Die
Investition beliefe sich auf 870 Millionen Mark. Das Großprojekt
zur Nutzung regenerativer Energien könne jedoch ohne staatliche Hilfe
nicht verwirklicht werden. Die Wasserkraft liefere schon heute mit über
90 Prozent den Löwenanteil des regenerativen Stromes und sei keineswegs
eine billige Energiequelle, sofern es sich nicht um alte, abgeschriebene
Anlagen handle. Um das Ziel einer Verdoppelung des Anteils regenerativer
Energien am Gesamtstrommarkt bis zum Jahr 2010 zu erreichen, sei die Bundesregierung
auf einen Ausbau auch und gerade der großen Wasserkraft angewiesen.
(iwr)
13:19 Uhr
BUND, Deutsche Umwelthilfe
und HOLZABSATZFONDS : Jetzt mehr mit Holz heizen
Gemeinsam machen sich Naturschützer
und Forstwirtschaft für die verstärkte energetische Nutzung von
Holz stark. In modernen Holzheizungen könnten die riesigen Mengen
an Bruchholz, welche Orkan Lothar in den baden-württembergischen Wäldern
hinterließ, klimaneutral und emissionsarm verfeuert werden. Der Bund
für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Deutsche Umwelthilfe
(DUH) und der HOLZABSATZFONDS stellten nun ein neue Informationsbroschüre
"Energie aus lebendigen Wäldern" vor. Chancen für eine vermehrte
Holznutzung sehen die Naturschützer und die Forstwirschaft vor allem
im kommunalen Bereich. Mit Hackschnitzel-Feuerungsanlagen können in
vielen Fällen größere öffentliche Gebäude und
angrenzende Wohngebiete beheizt oder gar mit Strom versorgt werden. Auch
sei zu prüfen, inwieweit landeseigene Einrichtungen auf Holzfeuerung
umgestellt werden können. (iwr)
11:34 Uhr
Ampere AG gründet
größten Gewerbe-Strompool in den neuen Bundesländern
Vor wenigen Tagen wurde
auf Initiative der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern die "Stromeinkaufsgemeinschaft
OMV" gegründet. Der Energie-Broker Ampere AG bündelt die Stromnachfrage
der 11.300 Mitgliedsunternehmen bündeln und die Gesamtmenge Sonderkonditionen
bei den Stromlieferanten verhandeln. Die Handwerkskammer - mit ihren beiden
Standorten in Rostock und Neubrandenburg - sei bereits selbst Mitglied
dieser Stromeinkaufsgemeinschaft. "Mit einem Stromverbrauch von rund 250
Mio kWh wird dies mit Sicherheit der größte Gewerbe-Strompool
in den neuen Bundesländern," urteilt Dr. Claus Rottenbacher, Gründer
und Vorstand der Ampere AG in Berlin. (iwr)
09:47 Uhr
S.A.G. Solarstrom AG
baut Solarkapazitäten stark aus
Die S.A.G. Solarstrom AG
begrüßt die Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
(EEG) als "Meilenstein der deutschen Energiepolitik." Das Gesetz verschaffe
der Solarbranche erstmals die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen
Boom im liberalisierten Strommarkt. Die S.A.G. Solarstrom AG sei nach eigenen
Angaben einziges börsennotiertes Unternehmen, welches ausschließlich
die Produktion und Vermarktung von Solarstrom zum Geschäftsinhalt
habe. Gemeinsam mit dem WWF habe die S.A.G. Solarstrom AG die Initiative
"Solarunternehmen 2001+" ins Leben gerufen. Die S.A.G. Solarstrom AG werde
unverzüglich mit dem Bau neuer, großer Solarkraftwerke beginnen.
(iwr)
08:23 Uhr
Offizielle Inbetriebnahme
der Nordex N80 in Grevenbroich
Heute wird der Prototyp
der neuen 2,5 MW-Anlage N80 des WEA-Herstellers Nordex - Borsig Energy
GmbH auf dem Windtestfeld in Grevenbroich, NRW, offiziell durch Bundeskanzler
Gerhard Schröder in Betrieb genommen. Die Anlage ist der derzeit leistungsstärkste
in Serie gebaute Windenergiekonverter. Der Anlage auf dem Windtestfeld
sollen drei weitere folgen, davon soll eine an einem Offshore-Standort
errichtet werden. Die Entwicklung der N80 wurde durch das Land NRW gefördert.
Dr. Norbert Allnoch, Leiter des IWR, erklärt zur Einweihung der N-80
von Borsig Energy: "Die deutschen Anbieter bauen die weltweit leistungsstärksten
Windenergieanlagen in Serie. Die erreichte technische Kompetenz ist eine
ideale Grundlage für den Einstieg in die Offshore-Technologie und
die beste Voraussetzung für einen erfolgreichen Anlagenexport." (iwr)
28/02/2000
18:06 Uhr
EnBW und Elektrohandwerke
vereinbaren partnerschaftliche Zusammenarbeit
Der Fachverband Elektro-
und Informationstechnik Baden-Württemberg (FV EIT) und die EnBW Energie
Baden-Württemberg haben nach eigenen Angaben vor dem Hintergrund der
Liberalisierung des Strommarktes eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet,
deren Ziel es ist, künftig eine partnerschaftliche Zusammenarbeit
zwischen Elektrohandwerken und EnBW sicherzustellen. Hierdurch soll dem
gemeinsamen Kunden ein optimiertes Leistungsangebot offeriert werden können.
So beabsichtigen die baden-württembergischen Elektrohandwerke und
die EnBW, energiepolitisch sinnvolle Technologien, wie beispielsweise der
Einsatz von Wärmepumpen oder die Niedrigenergiehaus-Technologie, gemeinsam
zu fördern. (iwr)
16:18 Uhr
Atomrechtsexperten sehen
kein fiskalisches Risiko bei Atomausstieg
In der heutigen Ausgabe
des ARD-Politmagazins Report Mainz werden nach Angaben des SWR drei renommierte
Experten für Atomrecht erklären, dass der Ausstieg aus der Kernenergie
kein fiskalisches Risiko berge. So argumentiert Rudolf Sternberg, Präsident
der Universität Frankfurt und Atomrechtsberater der SPD-Bundestagsfraktion,
dass ökonomische Schäden überhaupt erst auftreten können,
wenn Reaktoren abgeschaltet werden. Wenn das Gesetz aber erst in drei Jahren
oder sogar später wirksam würde, würde vor dem Abschalten
über die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes entschieden
sein, wodurch wiederum ein zum Schadenersatz führender Tatbestand
gar nicht eintreten könnte. (iwr)
14:04 Uhr
BNFL-Chef tritt wegen
Skandal um gefälschte Sicherheitsdokumente zurück
Nach Angaben der britischen
Zeitung "The Independent" ist der Geschäftsführer von British
Nuclear Fuels (BNFL), John Taylor, wegen des Skandals um gefälschte
Sicherheitsdokumente in der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield
zurückgetreten. Es wird erwartet, dass Taylor hiermit eine Rücktrittswelle
von weiteren Vertretern aus dem Management ins Rollen gebracht hat. Bislang
waren in Sellafield bereits fünf an den Fälschungen beteiligte
Arbeiter entlassen worden. (iwr)
11:25 Uhr
Bewag rechnet mit 100
Mill. DM Soforthilfe
Presseberichten zufolge
könnte der Berliner Stromversorger Bewag nach eigenen Berechnungen
in diesem Jahr etwa 100 Mill. DM aus der geplanten Soforthilfe für
kommunale Versorgungsunternehmen erhalten. Grundlage hierfür sei,
so Bewag-Sprecher Siegfried Knopf, ein Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen
zur Förderung der Kraft-Wärme-Koplung (KWK), wonach KWK-Anlagen
unabhängig von den Eigentumsverhältnissen gefördert werden
sollen. Laut Knopf ist die Bewag der größte europäische
Erzeuger von Energie auf KWK-Basis. Der Gesetzentwurf zur sogenannten Stadtwerke-Soforthilfe
ist am Freitag in erster Lesung diskutiert worden und soll voraussichltich
ab April rechtskräftig werden. (iwr)
10:13 Uhr
Stromversorger auf Schaltjahr
gut vorbereitet
Nach Angaben der Vereinigung
Deutscher Elektrizitätswerke (VDEW) sind die deutschen Stromversorger
nach einem reibungslosen Start in das Jahr 2000 auch für die zweite
Datumshürde des Jahres 2000, den 29. Februar, gut gewappnet. Alle
Vorsorgemaßnahmen würden bis zum Schalttag am morgigen Dienstag
weiterlaufen, erklärte VDEW-Präsident Dr. Heinz Klinger. VDEW-Schätzungen
zufolge haben die Unternehmen der deutschen Stromwirtschaft für die
erfolgreiche Vorbereitung auf den Jahr-2000-Wechsel insgesamt gut 300 Millionen
DM ausgegeben. (iwr)
25/02/00
16:58 Uhr
AKW Unterweser wird voraussichtlich
morgen vom Netz gehen
Nach Angaben des niedersächsischen
Umweltministeriums wird das Atomkraftwerk Unterweser voraussichtlich bereits
morgen vom Netz gehen. Der Kraftwerksbetreiber PreussenElektra hatte sich
zu dieser Maßnahme entschlossen, um vier Mischoxid-Brennelemente
auszutauschen, da diese von der im Zuge der Ermittlungen um gefälschte
Sicherheitsdokumente ins Gerede gekommenen britischen Wiederaufarbeitungsgesellschaft
BNFL geliefert worden waren. (iwr)
15:31 Uhr
Amtsgericht verurteilt
Greenpeace-Demonstranten im Schnellverfahren
Presseberichten zufolge
sind nur einen Tag nach der Besetzung des Kühlturms des Atomkraftwerks
Philippsburg zwölf Greenpeace-Demonstranten zu Geldstrafen verurteilt
worden. Bereits gestern seien in einem beschleunigten Verfahren Strafbefehle
wegen Hausfriedensbruchs erteitl worden. (iwr)
14:13 Uhr
Erneuerbare-Energien-Gesetz
im Bundestag angenommen
Der Deutsche Bundestag hat
soeben bekannt gegeben, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Bundestag
mit 328 Ja-Stimmen, 5 Enthaltungen und 217 Gegenstimmen angenommen wurde.
Die endgültige Fassung ist ab sofort als IWR-Special
abrufbar. (iwr)
12:31 Uhr
Österreich: Vorarlberger
Kraftwerke (VKW) senkt die Strompreise für Gewerbekunden
Mit Wirkung vom 1. April
2000 nehmen die VKW und mit ihr auch die übrigen Vorarlberger Stromversorger
eine deutliche Strompreisanpassung für das Gewerbe vor. Zusammen mit
bereits im Jahr 1999 durchgeführten Anpassungsmaßnahmen führt
dies zu einer jährlichen Stromkostenentlastung der Gewerbekunden der
VKW in Vorarlberg von rund 60 Mio. ATS. (iwr)
09:21 Uhr
TÜV und PreussenElektra
sollen Kenntnisse im Brennelementeskandal preisgeben
Am heutigen Freitag sollen,
Presseagenturmeldungen zufolge, der TÜV und der Stromkonzern PreussenElektra
das niedersächsische Umweltministerium über ihre Kenntnisse im
Brennelementeskandal des Atomkraftwerks Unterweser informieren. PreussenElektra
hatte gestern angekündigt, dass es das Atomkraftwerk Unterweser freiwillig
abschalten und die vier Brennelemente austauschen wird. (iwr)
24/02/00
17:01 Uhr
"Junge Sportler für
die Umwelt"
So lautet das Motto des
traditionellen Umwelt-Wettbewerbs der Hamburgischen Electricitäts-Werke
AG (HEW) in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Sportbund (HSB), der erstmals
1994 ins Leben gerufen wurde. Am 24. Februar 2000 fand die Preisverleihung
durch Schirmherr Uwe Seeler und HEW-Vorstandsmitglied Dr. Hans-Joachim
Reh an die ersten 10 Gewinner des Wettbewerbs `99 statt. Neben einem gemeinsamen
Interesse an aktivem Umweltschutz haben die HEW und der HSB ihre Zusammenarbeit
Ende letzten Jahres mit einem Rahmenvertrag für Stromlieferungen weiter
ausgebaut. (iwr)
16:05 Uhr
Greenpeace stellt Strafanzeige
gegen PreussenElektra
Greenpeace stellt heute
Strafanzeige gegen den Betreiber des Atomkraftwerks Unterweser, die PreussenElektra
AG. Grund sei nach Greenpeace-Angaben die Gefährdung der anliegenden
Bevölkerung durch den Betrieb des Reaktors, in dem Brennstoff mit
gefälschten Sicherheitspapieren zum Einsatz gekommen sei. Der Stromkonzern
habe damit die im Atomgesetz vorgeschriebene Zuverlässigkeit als Betreiber
nicht gewährleistet. Zugleich prüfe Greenpeace rechtliche Schritte
gegen den niedersächsischen Umweltminister Wolfgang Jüttner wegen
Verletzung der Aufsichtspflicht. (iwr)
13:58 Uhr
ZEUS STROM AG: Tarifanpassung
wegen der EU-Ökosteuergenehmigung
Aufgrund der nun endgültigen
Absegnung der Ökosteuererhöhung um 0,5 Pfg. durch die EU-Kommission
vom 15.2.00 paßt die ZEUS STROM AG zum 1.3.00 ihren Privatkundentarif
von 23,7 Pfg. auf
24,2 Pfg. an. Die Bundesrepublik
Deutschland hatte diese Steuererhöhung bereits zum 1.1.00 vorgesehen,
dies wurde aber erst durch die Genehmigung der EU zum 15.2.00 bestätigt
und wirksam. Obwohl auf die 0,5 Pfg. Ökosteuererhöhung auch die
Mehrwertsteuer auf diese Steuer aufgeschlagen werden müßte (ergäbe
0,58 Pfg) bleibt bei der ZEUS STROM AG die Tarifanpassung bei brutto 0,5
Pfg. je kWh. (iwr)
13:50 Uhr
Stadtwerke Hannover:
Weitergabe der Stromsteuer zum 1. März 2000 genehmigt
Zum 1. März 2000 reichen
die Stadtwerke Hannover die Stromsteuer von 0,5 Pfennigen an die rd. 375.000
Privat- und kleinen Geschäftskunden weiter. Für den Single-Haushalt
mit einem Verbrauch von 1.500 Kilowattstunden schlage die Stromsteuer derzeit
jährlich mit 8,70 Mark zu Buche, der Vier-Personenhaushalt (3.500
Kilowattstunden) entrichte 20,30 Mark pro Jahr in die Steuerschatulle.
(iwr)
13:19 Uhr
Kernkraftwerk Unterweser:
Brennelemente werden ausgetauscht
Die Unternehmensleitung
von PreussenElektra hat heute entschieden, die vier bei BNFL hergestellten
MOX-Brennelemente, die sich derzeit im Kernkraftwerk Unterweser befinden,
gegen neue Brennelemente auszutauschen. Vor dem Hintergrund des Berichts
der britischen Aufsichtsbehörde zur Brennelement-Fertigung bei BNFL
hat PreussenElektra nach eigenen Angaben Mitarbeiter nach Sellafield entsandt,
um die Fragen der Dokumentation vor Ort aufzuklären. Die am gestrigen
Mittwoch dazu durchgeführten Prüfungen hätten ergeben, dass
es sich nicht, wie bisher angenommen, um Dokumentationsdefizite, sondern
nach Einschätzung von PreussenElektra um Fälschungen handelt.
Diese betreffen die Zwischendokumentation der zweiten, manuellen Prüfung.
Die Untersuchungen vor Ort hätten dagegen bestätigt, dass die
Fertigung der sogenannten Pellets spezifikationsgerecht erfolgte; auch
die stichprobenartige zweite Prüfung sei im Anschluss an die erste
automatische Prüfung tatsächlich durchgeführt worden. Der
Einsatz der vier in Sellafield gefertigten Brennelemente hätte zu
keinem Zeitpunkt einen Einfluss auf die Sicherheit des Kernkraftwerks Unterweser.
Gleichwohl sei der Tatbestand der Fälschung der Zwischendokumentation
durch einen Lieferanten aus Sicht von PreussenElektra so schwerwiegend,
dass sich das Unternehmen zum Austausch der betroffenen Brennelemente entschlossen
habe.PreussenElektra hat das Management von BNFL für morgen zu einem
Gespräch über diese Vorgänge nach Hannover gebeten. (iwr)
12:17 Uhr
Mannesmann und RWE wollen
im E-Business kooperieren
Die Mannesmann Arcor AG
& Co., Frankfurt, und die RWE AG, Essen, haben sich darauf verständigt,
im E-Business-Bereich zusammen zu arbeiten. Die angestrebte Kooperation
umfasse neben E-Business-Lösungen für den europäischen Markt
auch den Vertrieb und die Entwicklung gemeinsamer Produkte (Co-Branding).
Ziel sei es, für die Kunden verbraucherfreundliche, komfortable und
effiziente Dienstleistungen über das Internet anzubieten, wie beispielsweise
die Online-Ablesung von Strom, Gas und Wasser. (iwr)
10:56 Uhr
Streichung von Arbeitsplätzen
bei RWE und VEW
Einem Bericht der Westdeutschen
Allgemeinen Zeitung (WAZ) zufolge wird der Zusammenschluss von RWE und
VEW mit einer Streichung von rund 10.000 Jobs einhergehen. Unter Berufung
auf Aussagen von RWE-Vorstandschef Kuhnt werden fusionsbedingt 3200 Stellen
abgebaut. Hiervon sollen 2400 auf RWE und 800 auf VEW entfallen. Bereits
vorher habe RWE Energie einen Abbau von 4500 Stellen angekündigt.
Hinzu komme der Wegfall von weiteren 2000 Stellen bei Rheinbraun. Im VEW-Bereich
stünden 500 Stellen zur Disposition. (iwr)
09:06 Uhr
Aufsichtsräte von
RWE und VEW billigen Fusionskonzept
Die Aufsichtsräte der
beiden westdeutschen Energieversorgungsunternehmen RWE AG und VEW AG haben
gestern das Konzept zum Zusammenschluss beider Unternehmen gebilligt. Durch
die Verschmelzung entsteht ein neuer Energiekonzern, der den Namen RWE
AG tragen, einen Umsatz von rd. 43 Mrd. EURO erwirtschaften und etwa 170.000
Mitarbeiter beschäftigen wird. RWE zufolge wird somit das privatwirtschaftlich
größte Energeiversorgungsunternehmen in Europa geschaffen. Die
Arbeiten der Gutachter zur Ermittlung des Umtauschverhältisses sind,
so RWE, weit fortgeschritten. Nach dem jetzigen Stand wird das Verhältnis
der Unternehmenswerte RWE zu VEW bei ca. 83,5 zu 16,5 liegen. Das Umtauschverhältnis
der Aktien wird voraussichtlich 5:1 (fünf RWE-Aktien für eine
VEW-Aktie) betragen. Die
Fusion der beiden Unternehmen bedarf noch der Zustimmung der Aktionäre
(Hauptversammlung im Sommer) und des Bundeskartellamtes. (iwr)
23/02/00
17:15 Uhr
Pressekonferenz zur Fusion
von RWE und VEW live im Internet
Die Vorstandsvorsitzenden
der RWE AG, Dr. Dietmar Kuhnt, und der VEW AG, Dr. Gert Maichel, werden
heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Düsseldorf über die
Ergebnisse der heutigen Aufsichtsratssitzungen beider Unternehmen berichten.
Diese Pressekonferenz wird ab 19.30 Uhr live im Internet unter http://www.rwe.de
übertragen. (iwr)
15:22 Uhr
Wirtschaftsausschuss
verabschiedet Erneuerbare-Energien-Gesetz
De Fraktion von Bündnis
90/DIE GRÜNEN hat soeben bekannt gegeben, dass der Wirtschaftsausschuss
des Bundestages heute mittag den Entwurf der Koalitionsfraktionen für
das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gegen die Stimmen von CDU/CSU und
FDP verabschiedet hat. Damit ist nun die vorletzte Hürde genommen,
und das Gesetz kann am Freitag vom Bundestag beraten und verabschiedet
werden. (iwr)
13:58 Uhr
Ministerium erteilt Kernkraftwerk
Emsland Genehmigung für höher angereicherte Brennelemente
Am 18. Februar 2000 hat
nach Angaben der VEW Energie AG das Niedersächsische Umweltministerium
der Kernkraftwerke Lippe-Ems GmbH in Lingen den Genehmigungsbescheid zur
Anhebung der maximalen Anfangsanreicherung der Uranbrennelemente von 4,0
auf 4,4 Gewichtsprozent U235 erteilt. Mit der höheren Urananreicherung
würden in Zukunft ca. 10 % des benötigten Brennstoffes eingespart.
Vorteile seien eine verbesserte Wirtschaftlichkeit, eine verringerte Entsorgungsmenge
abgebrannter Brennelemente und damit auch eine geringere Anzahl von Brennelementtransporten.
(iwr)
12:19 Uhr
EnergieKontor sieht Zukunft
im Ausland
Der Bremerhavener Windkraftanlagen-Projektentwickler
EnergieKontor sieht den Schwerpunkt seiner Arbeit zunehmend im Ausland.
Von 2003 an werde das Unternehmen mehr als die Hälfte aller Projekte
jenseits der deutschen Grenzen (u. a. Portugal, Griechendland, Spanien)
realisieren. Mit einer bisher installierten Leistung von über 140
Megawatt in 24 Windparks mit insgesamt 156 Anlagen ist EnergieKontor nach
eigenen Angaben in Deutschland der Marktführer. Im zurückliegenden
Jahr habe EnergieKontor 24 Anlagen errichtet. Der Umsatz erreichte 93,3
Millionen Mark. Auf vergleichbarer Basis entspreche das einer Umsatzsteigerung
gegenüber dem Vorjahr um rund 50 Prozent. Insgesamt habe das 1990
gegründete EnergieKontor bisher 369 Millionen Mark in Windparks investiert.
(iwr)
11:16 Uhr
Greenpeace besetzt Kühlturm
des Atomkraftwerks Philippsburg
Greenpeace-Aktivisten sind
heute früh auf den Kühlturm des Atomkraftwerks Philippsburg geklettert,
um gegen den Anbieter "Yello" zu protestieren. Nach Angaben von Greenpeace
werde mit der Protestaktion, an der insgesamt rund 80 Aktivisten aus ganz
Europa teilnähmen, der Anbieter "Yello" aufgefordert, in seinem Stromangebot
auf Atomenergie zu verzichten. "Yello" sei eine hundertprozentige Tochter
des Energiekonzerns "Energie Baden-Württemberg" (EnBW), der den Atommeiler
in Philippsburg betreibe. (iwr)
11:00 Uhr
Streitgespräch zwischen
Verfassungsrechtlern Ossenbühl und
Denninger zum Atomausstiegsgesetz
Das von der Bundesregierung
geplante Atomausstiegsgesetz ist nach Auffassung des Bonner Verfassungsjuristen
Professor Fritz Ossenbühl äußerst problematisch. Ossenbühl
und der Frankfurter Verfassungsrechtler Professor Erhard Denninger führten
gestern in Berlin während einer Diskussionsveranstaltung des Deutschen
Atomforums ein Streitgespräch zum Thema "Rechtsprobleme eines Ausstiegs
aus der Kernenergie". Dabei erklärte der Rechtsexperte Ossenbühl,
dass ein Ausstiegsgesetz zwar eine sogenannte Legalenteignung (Enteignung
kraft Gesetzes) darstellen würde, aber damit zugleich eine Vielzahl
weiterer Rechtsfragen aufgeworfen werde. Professor Erhard Denninger hingegen
vertrat die These, dass "eine Befristungsregelung, allerdings verbunden
mit der generellen Entscheidung über die Beendigung der Kernenergienutzung,
nicht als sogenannte. Legalenteignung anzusehen ist, sondern als eine Inhalts-
und Schrankenbestimmung des Eigentums". Denninger forderte: "Die grundsätzliche
Ausstiegsentscheidung und alle damit zusammenhängenden wesentlichen
Rahmenbedingungen für die Beendigung der gegenwärtig existierenden
Kernkraft-Stromerzeugung können keinesfalls allein einem Konsens zwischen
Regierung und Kraftwerksbetreibern überlassen bleiben." Ein "förmliches
Parlamentsgesetz ist von Verfassungswegen nicht nur möglich, sondern
sogar geboten", betonte er. (iwr)
10:55 Uhr
Kurzfassung des E-world-Vortrags
jetzt abrufbar
Der vom Leiter des Internationalen
Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) anläßlich des
internationalen Fachkongresses "E-world of energy" (08.-09.02., Essen)
gehaltene Vortrag "Marktperspektiven, Einsatz und Wirtschaftlichkeit regenerativer
Energiequellen" ist aufgrund der großen Nachfrage ab sofort als Kurzfassung
auf unseren Internetseiten unter der Rubrik Specials
abrufbar. (iwr)
08:48 Uhr
Fraktionen verabschieden
Erneuerbare-Energien-Gesetz
Gestern Nachmittag haben
die Bundestagsfraktionen von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und SPD die
endgültige Fassung des Gesetzes für den Vorrang erneuerbarer
Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG) verabschiedet, erklärt
Hans-Josef Fell, Energieexperte der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN.
Das Gesetz könne nun heute in den Ausschüssen beraten und am
Freitag vom Bundestag verabschiedet werden. Wesentliche Eckpunkte sind
u.a.:
1. Fotovoltaikanlagen erhalten
unabhängig von ihrer Inbetriebnahme die Vergütung von 99 Pfennigen
je Kilowattstunde. Bestehende Windenergieanlagen genießen einen verbesserten
Bestandsschutz.
2. Strom aus erneuerbaren
Energien erhält Vorrang vor sonstigem Strom
3. Die Kosten für den
Netzausbau müssen nicht von den Betreibern von Windenergieanlagen
und sonstigen Erneuerbaren Energien getragen werden, sondern von den Netzbetreibern,
die diese Kosten umlegen können. (iwr)
22/02/00
17:14 Uhr
VEBA AG: Technischer
Durchbruch bei der Powerline Communication-Technologie
VEBA Telecom hat zusammen
mit der VEBA-Energietochter PreussenElektra und der RegioCom in Barleben
bei Magdeburg einen ersten Feldversuch zur Sprach- und Datenübertragung
über Stromleitungen erfolgreich abgeschlossen. Der Pilottest finde
seit Februar 1999 im Umland von Magdeburg statt und wird mit acht Haushalten
durchgeführt. Die Testergebnisse hätten bewiesen, dass über
Stromleitungen Telefonie und Internet parallel mit komfortablen Bandbreiten
betrieben werden könne, wobei für den einzelnen Kunden eine Internet-Bandbreite
von bis zu zwei Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehe. Aufgrund
dieser Ergebnisse werde nun die Markteinführung der Technologie vorbereitet.
Die Weiterentwicklung von Powerline Communication zur Marktreife sowie
die Entwicklung des Geschäftsmodells zur Vermarktung werde in einer
Projektgesellschaft mit dem Namen Oneline AG erfolgen. Nach einer erweiterten
Testphase mit mehreren hundert Haushalten sei die Markteinführung
des Produktes zunächst durch den Regionalversorger AVACON, einer Tochtergesellschaft
der
PreussenElektra AG, bis
Ende des Jahres 2000 vorgesehen. (iwr)
17:05 Uhr
LEW-Preismodelle: LEW2000
und Avanza
Die Lech-Elektrizitätswerke
(LEW) haben für ihre Privatkunden ein zweistufiges Preismodell für
Strom entwickelt. Die Namen der Angebote: LEW2000 und Avanza. Es gilt das
Prinzip der Bestabrechnung. Das heißt: Abhängig vom Stromverbrauch
legen die Lech-Elektrizitätswerke ihrer Abrechnung automatisch das
Preismodell zugrunde, das für ihre Kunden am günstigsten ist.
Die LEW-Kunden müssen sich jedoch bereits für Avanza entschieden
haben oder sich jetzt für LEW2000 oder Avanza entscheiden. Von LEW2000
profitieren Kunden mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als
3.040 kWh. (iwr)
15:51 Uhr
Enquete-Kommission "Nachhaltige
Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung"
Der Bundestag soll eine
Enquete-Kommission "Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen
der Globalisierung und der Liberalisierung" einsetzen. Dies verlangen die
Fraktionen von SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und F.D.P.
in einem gemeinsamen Antrag. Der Kommission sollen 13 Abgeordnete und 13
Sachverständige angehören, von denen jeweils sechs von der SPD,
jeweils vier von der CDU/CSU und jeweils einer von Bündnis 90/Die
Grünen, F.D.P. und PDS benannt werden. Ziel der Kommission solle es
sein, den Beitrag Deutschlands zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der
Umweltkonferenz von Rio de Janeiro 1992 (Agenda 21) im Blick auf die Verabschiedung
einer UN-Strategie zu "Energie und nachhaltige Entwicklung" im Jahre 2001
sowie auf die Konferenz "Rio+10" im Jahr 2002 zu entwickeln. (iwr)
14:09 Uhr
Stadtwerke Hannover versorgen
Norwegen
Seit Anfang Februar 2000
versorgen die Stadtwerke Hannover AG den norwegischen EXPO-Pavillion mit
Strom, Gas und Wasser. Damit ist Norwegen der erste offizielle Teilnehmer
der EXPO 2000, der einen Liefervertrag mit den Stadtwerken Hannover abgeschlossen
hat. "Der erste Vertrag ist unter Dach und Fach, wir arbeiten mit Hochdruck
an weiteren 299 Abschlüssen mit Nationen und Organisationen", kommentiert
Michael Bosse-Arbogast die Unterschrift des norwegischen Generalkommisars
Per Reinboth. (iwr)
13:50 Uhr
"evivo"-Strom für
1,4 Mio. Haushalte
Bereits 1,4 Mio. Haushalte
in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen beziehen den Markenstrom "evivo"
von der VEW Energie AG oder ihren Stadtwerke-Partnern. Dies gab die VEW
Energie AG gestern bekannt. Darüber hinaus vertreiben auch die DEW
(Dortmund), die AVU (Gevelsberg) sowie die Stadtwerke Ahaus, Beckum, Dülmen,
Gronau, Herten, Lingen, Velbert und Warstein "evivo"-Strom und beliefern
damit insgesamt über drei Mio. Menschen. (iwr)
12:08 Uhr
Monti: VEBA und VIAG
sollen Verbändvereinbarung unterlaufen
Nach einem Bericht der Financial
Times Deutschland hat EU-Wettbewerbskomissar Mario Monti die beiden deutschen
Energiekonzerne VEBA und VIAG implizit dazu aufgefordert, die umstrittene
Verbändevereinbarung der deutschen Stromwirtschaft zu unterlaufen.
Eine Genehmigung der geplanten Fusion sei nach derzeitigem Stand nur möglich,
wenn die Unternehmen die Vereinbarung nicht akzeptierten. Nach der Verbändevereinbarung
können die Stromunternehmen von Lieferanten eine erhöhte Gebühr
verlangen, wenn diese durch ihre Netze Strom quer durch Deutschland oder
aus dem Ausland liefern. (iwr)
10:01 Uhr
RWE und VEW legen morgen
erstes Konzept vor
Am morgigen Mittwoch wollen
die Vorstandschefs von RWE, Dietmar Kuhnt, und VEW, Gert Maichel, auf einer
Pressekonferenz in Düsseldorf erstmals Einzelheiten über die
Fusion der beiden Unternehmen vorlegen. Die Fusionsverhandlungen laufen
nun bereits über fünf Monate und befinden sich nach Aussagen
beider Unternehmen "auf einem guten Weg". Ein Zusammenschluss von RWE und
VEW wird Deutschlands grössten Stromkonzern hervorbringen. (iwr)
07:22 Uhr
VDEW: Zufriedenheit der
großen Stromkunden wächst
Die Zufriedenheit der großen
Stromverbraucher aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungsbereich mit
ihren Stromanbietern wächst. Im Oktober 1999 waren 44 Prozent der
großen Stromkunden in Deutschland mit dem von ihrem Stromversorger
gebotenen Preis-Leistungsverhältnis zufrieden. Im Herbst 1997 - vor
der Einführung von Wettbewerb im deutschen Strommarkt - waren es 17
Prozent gewesen. Das meldet die Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke
(VDEW), Frankfurt am Main. Im Auftrag des Spitzenverbandes hatte das Institut
sample QM, Mölln, repräsentativ 500 Großkunden der Stromversorger
befragt. (iwr)
21/02/00
17:48 Uhr
Irland fordert sofortige
Schließung von Sellafield
Presseagenturmeldungen zufolgehat
die Regierung der Republik Irland Großbritannien am Samstag aufgefordert,
die Wiederaufbereitungsanlage Sellafield sofort zu schließen. Damit
reagierte Energie-Minister Joe Jacob auf die schweren Sicherheitsmängel
in der Nuklearanlage, die am Freitag von der britischen Atomaufsicht scharf
gerügt worden waren. Die britische Atomaufsicht hatte am Freitag eine
umfassende Neu-Organisation der Aufarbeitungsfabrik gefordert, weil gut
drei Jahre lang in Sellafield Prüfberichte über aufgearbeitete
Brennstäbe gefälscht und Prüfungen bescheinigt wurden, die
tatsächlich nie vorgenommen wurden. Das IWR berichtete hierüber
bereits in den beiden vorausgegangenen Meldungen. (iwr)
16:59 Uhr
PreussenElektra: Keine
gefälschte Sicherheitsdokumentation
PreussenElektra Kernkraft
weist den Vorwurf von gefälschten Sicherheitsdokumentationen beim
Einsatz von Brennelementen zurück. Nach Unternehmensangaben werden
im Kernkraftwerk Unterweser zwar vier Brennelemente eingesetzt, die bei
der der Fälschung bezichtigten britischen Wiederaufarbeitungsgesellschaft
British National Fuels (BNFL) gefertigt wurden, allerdings habe PreussenElektra
Kernkraft die Sicherheitsdokumente für diese vier Kernkraftwerke überprüft,
nachdem bekannt geworden sei, dass BNL Fälschungen vollzogen habe.
(iwr)
12:22 Uhr
Greenpeace: Gefälschte
Sicherheitsdaten über Atomkraftwerke
Laut einer Greenpeace-Pressemeldung
geht aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht der britischen
Atomaufsichtsbehörde (NII) hervor, dass durch den britischen Hersteller
von Brennelementen British Nuclear Fuels (BNFL) auch Sicherheitsdaten von
deutschen Brennelementen gefälscht wurden. Hierbei handele es sich
u.a. um das niedersächsische Atomkraftwerk Unterweser. Greenpeace
erklärte weiter, dass die englische Atomaufsichtsbehörde in ihrem
Bericht gravierende Defizite bei der Sicherheitskultur der Atomanlagen
in Sellafield festgestellt habe. (iwr)
10:30 Uhr
Verhaltene Wechselbereitschaft
zu Ökostrom
Einem Bericht der Berliner
Morgenpost zufolge ist die Wechselbereitschaft von Deutschlands Stromkunden
zu Ökostrom nach wie vor gering. Hierfür seien vor allem die
höheren Preise von Ökostrom gegenüber Normalstrom sowie
die im Vergleich zum Telefonmarkt komplizierten Wechselbedingungen verantwortlich.
Ökostromanbieter wie Unit(e) Energy, die Ökostrom Handels AG,
Lichtblick und Greenpeace machten ihre Umsätze eher in der Produktion
von Ökostrom als im Handel mit ihm, so die Berliner Morgenpost weiter.
(iwr)
07:35 Uhr
Kernenergie: Schröder
will Umrechnung in Strommengen
Bundeskanzler Schörder
hat im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Kernenergie vorgeschlagen,
die 30 Kalenderjahre Restlaufzeit in Strommengen umzurechnen. Diese könnten
die Stromversorger auf die Kraftwerke individuell verteilen. Die Stromversorger
haben den Vorschlag abgelehnt. (iwr)
18/02/00
10:02 Uhr
8 : 1 für Bayernwerk:
Vertriebsgesellschaft gewinnt Marktanteile
"Wir haben 1999 in jedem
Kundensegment Absatzsteigerungen erzielen können. Unsere Vertriebsgesellschaft
gewinnt kontinuierlich Marktanteile hinzu.", sagte Klaus Forster, Vorstandsmitglied
der Bayernwerk AG. "Für jede Kilowattstunde, die wir an einen Wettbewerber
abgeben mussten, konnten wir acht neue hinzugewinnen." Auch der Sprung
in den bundesweiten Markt sei inzwischen geschafft. Im Privatkundengeschäft
sei Bayernwerk deutschlandweit mit AQUAPOWER, gemessen an der Anzahl der
Vertragsabschlüsse, außerordentlich erfolgreich. (iwr)
09:56 Uhr
Neue Solaranlagen und
TÜV-Zertifikat für "newpower":
Die Hamburgischen Electricitäts-Werke
und die Deutsche Shell AG sind mit ihrem Grünstromangebot "newpower"
in Hamburg nach eigenen Angaben mit Abstand Marktführer für regenerativ
erzeugten Strom. Schon mehr als 1.200 Hamburger Haushalte hätten zum
1. März 2000 einen Liefervertrag für "newpower" abgeschlossen.
Die TÜV Nord Gruppe habe das Grünstromprodukt "newpower" jetzt
auch zertifiziert. Für "newpower" investierten beide Unternehmen in
zusätzliche Erzeugungsanlagen für erneuerbare Energien. Für
dieses Jahr seien Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 30 kW
und die Inbetriebnahme zweier Windkraftanlagen in der Shell Raffinerie
in Harburg mit insgesamt 3 MW vorgesehen. Die erste Anlage solle im Juli
in Betrieb gehen. Mit den beiden Windkraftanlagen könnten etwa 4.000
Haushalte mit "newpower" versorgt werden.Für Interessenten gibt es
die newpower-Hotline: 0180 - 122 25 36. (iwr)
09:49 Uhr
Die ersten Industriekunden
und Gewerbekunden mit mehreren Millionen kWh "auktioniert"
Bereits in der Startphase
hat das stromauktionshaus.de eine Vielzahl von Gewerbeverbrauchern mit
ihren neuen Stromanbietern günstig "verbunden". Auch habe sich bereits
eine große Anzahl von Privatkunden zur in Kürze stattfindenden
"Poolauktion" eingefunden. (iwr)
09:38 Uhr
Stromtarife.de - Mehr
als 30.000 Abonnenten des Newsletters
Der vom Internationalen
Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) entwickelte erste Stromtarif-Vergleichsrechner
im Internet ist weiterhin sehr erfolgreich. Dieses gilt auch für den
populären Stromtarife-Newsletter,
der bereits jetzt die Marke von 30.000 Abonnenten überschritten hat.
In kompakter Form wird in diesem Newsletter 14-täglich über Tendenzen
auf dem Strommarkt (Haushaltstarife, Ökostrom und Gewerbetarife) berichtet.
Auf besonderes Interesse stößt ausserdem immer wieder die Rubrik
"Leserfragen und Leserberichte" in der wechselwillige Stromkunden zu Wort
kommen und über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Stromwechsel
berichten können. Als kleines Danke-Schön erhält der 30.000ste
Abonnent in den nächsten Tagen eine elektronische CASIO-Datenbank
mit passswortgeschütztem Telefonregister. (iwr)
17/02/00
16:48 Uhr
1 Jahr Öko-Strom
ab 1 Mark
astromo.de, nach eigenen
Angaben Marktführer beim Stromverkauf über das Internet, versteigert
auf der Online-Auktionsplattform eBay (http://www.ebay.de) erstmals ein
Jahr Strom für eine vierköpfige Familie. Die 4000 Kilowattstunden
werden ab 1 Mark angeboten. Der Erlös der Auktion geht zu 100 % an
den WWF, der für den Schutz von Tiere und Pflanzen auf der ganzen
Welt sorgt. (iwr)
16:40 Uhr
"Super Illu" erzielt
für seinen Strompool derzeit günstigsten überregionalen
Tarif
Der Strompool von "Super
Illu" geht jetzt mit einem konkreten Tarifangebot an den Start: Die rund
11.000 Haushalte, die sich in der Initiative der größten Kaufzeitschrift
Ostdeutschlands als Einkaufsgemeinschaft zusammengeschlossen haben, erhalten
in diesen Tagen die speziell ausgehandelten Tarife des Energieanbieters
best energy, einer Tochter der Bewag und Mobilcom. "Super Illu" hatte den
Strompool im November 1999 mit dem Ziel eingerichtet, als möglichst
große Einkaufsgemeinschaft Stromkosten zu sparen. (iwr)
16:37 Uhr
GEW Köln AG schließt
Liefervertrag mit VASA Energy GmbH & Co. KG ab
Der Stromhandelsabteilung
der Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln AG ist ein neuer
bedeutender Geschäftsabschluss gelungen: Ab sofort liefert das
Kölner Unternehmen für ein Jahr Strom an die VASA Energy, eine
Tochter des schwedischen Stromunternehmens Vattenfall. Nach einer internationalen
Ausschreibung erhielt GEW den Zuschlag. Die Gesamtmenge beträgt 300
Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht fünf Prozent des bisherigen
Gesamtabsatzes der GEW. Der Vertrag läuft für ein Jahr. (iwr)
16:31 Uhr
Regierung sieht VEAG-Anteilseigner
in der Verantwortung
Die Anteilseigener der Vereinigten
Energiewerke AG (VEAG) stehen in der Verantwortung und müssen ihre
eingegangenen Verpflichtungen einhalten. Darauf verwies die Bundesregierung
am Mittwochmittag im Ausschuss für Angelegenheiten der neuen Länder,
der sich über den aktuellen Stand der Bemühungen unterrichten
ließ, die Zukunft der VEAG als wettbewerbsfähigem Stromversorger
in Ostdeutschland zu sichern. Für die Regierung geht es nach eigenen
Angaben um eine langfristige Beteiligungslösung, damit die Verstromung
ostdeutscher Braunkohle gesichert wird, und um den Erhalt der VEAG. Die
VEAG könne die Senkung der Stromabgabepreise an die Regionalversorger
um zwei Pfennige pro Kilowattstunde als "Anpassung an den Markt" nicht
verkraften. Zur Liquiditätssicherung hätten deshalb die Anteilseigner,
PreussenElektra, Bayernwerk, RWE und eine Energiebeteiligungsholding, der
VEAG ein Darlehen von 1 Milliarde DM zugesagt. Synergieeffekte erhofft
sich die Regierung aus der geplanten Fusion der VEAG mit der Lausitzer
Braunkohle AG (Laubag) im kommenden Jahr. Sollten ausländische Unternehmen
ein Interesse an einem Erwerb der VEAG haben, so die Regierung, müssten
sie den Anteilseignern Kaufangebote unterbreiten. Es dürfe nicht der
Eindruck erweckt werden, als könne die Politik anstelle der Anteilseigner
die Probleme lösen. Einen Konkurs der VEAG schloss die Regierung aus.
Daran hätten sowohl die Beschäftigten als auch die Anteilseigner
kein Interesse. Letztere seien in der Verantwortung, mit dem Unternehmen
so umzugehen, wie sie es im Privatisierungsvertrag Anfang der neunziger
Jahre zugesagt hätten. Durch den Privatisierungsauftrag sei auch der
Bund betroffen, betonte die F.D.P. Dadurch habe sich das Bundeswirtschaftsministerium
auf das Stabilisierungsmodell eingelassen. Für die CDU/CSU-Fraktion
liegt die zentrale Frage in der Selbstständigkeit der VEAG. Wenn ihr
der Stromhandel entzogen würde, hätte sie keine Aufgabe mehr.
Bündnis 90/Die Grünen erklärten, die kapitalstarken Anteilseigner
müssten mit der neuen Wettbewerbssituation zurecht kommen. (iwr)
15:02 Uhr
Industrie-Strompreise
kräftig gesunken
Der industrielle Dow Jones
VIK-Strompreisindex ist im Monat
Januar auf 11,244 Pf/kWh
(Dezember: 13,453 Pf/kWh) kräftig gefallen. Ursache für diesen
Preisrutsch ist nach VIK-Angaben der stark zunehmende Wettbewerbsdruck
auf die Energieversorger, die durch Rationalisierungsmaßnahmen erzielte
Kostensenkungen an die Verbraucher weitergeben. Insgesamt seien die Industrie-Strompreise
im letzten Halbjahr durchschnittlich um 17 % gefallen, so der VIK.
(iwr)
15:00 Uhr
Sparen bei der "zweiten
Miete"
Strom ist plötzlich
gelb oder blau und billiger als je zuvor. Dennoch steigen in Deutschland
die Mietnebenkosten: Die sogenannte zweite Miete für Wasserver- und
Entsorgung, Müllabfuhr und Energiekosten verschlingt fast ein Viertel
des gesamtem Wohnbudgets. Dies hat das Bonner Instituts für Städtebau
(ifs) errechnet. Für Strom, Gas und andere Brennstoffe zahlten die
Bundesbürger im Jahr 1999 rund 2,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Eine Möglichkeit, die Heizkosten zu reduzieren, sei das Verlegen von
Teppichboden, darauf weist die Europäische Teppichgemeinschaft e.V.
(ETG) hin. (iwr)
09:41 Uhr
NRW-Umweltministerin
Höhn: Neuer Typ Gaskraftwerke für NRW in Planung
Unter Berufung auf Informationen
der mittelständischen BAW Holding West GmbH aus Castrop-Rauxel und
der zuständigen Genehmigungsbehörden für Nordrhein-Westfalen
gab das nordrhein-westfälische Ministerium für Umwelt, Raumordnung
und Landwirtschaft bekannt, dass in NRW zwei große Gaskraftwerke
des neuesten und hocheffizienten Typs, sog. GUD-Kraftwerke (Gas- und Dampfturbinenkraftwerke),
geplant sind. Diese Kraftwerke, die nach Angaben der Anlagenbauer einen
Wirkungsgrad von 57,5% erreichen, wurden von der Bundesregierung in der
zweiten Stufe der Ökosteuerreform anderen Kraftwerksanlagen steuerlich
gleichgestellt. Die beiden Anlagen, die jeweils 400 bzw. 800 MW an Leistung
erbringen sollen, sollen an Standorten in Dortmund und Ahaus entstehen.
Das Investitionsvolumen wird auf ca. 1,2 Mrd. DM beziffert. (iwr)
16/02/00
16:55 Uhr
Stadtwerke Frankfurt
(Oder): Patenschaft für "Jugend forscht"
Am heutigen zweiten Wettbewerbstag
konnten die Jungforscherinnen und Jungforscher viele interessierte Gäste
aus Schulen sowie Unternehmen und Institutionen der Oderstadt in der Ausstellung
begrüßen. In seinem Grußwort betonte der Geschäftsführer
der Stadtwerke Frankfurt (Oder) GmbH, Herr Hans Tobler, nochmals die Bedeutung
des naturwissenschaftlich - technischen Wettbewerbes. Die Stadtwerke werden
auch in der nächsten Wettbewerbsrunde die Patenschaft über den
Wettbewerb "Jugend forscht - Schüler experimentieren" übernehmen.
(iwr)
15:52 Uhr
Stadtwerke Frankfurt
(Oder) GmbH schneiden mit "guter Zwei" ab
Im Herbst des vergangenen
Jahres wurde unter den Bürgern der Stadt Frankfurt (Oder) eine telefonische
Befragung zur Kundenzufriedenheit mit den Stadtwerken durchgeführt.
Das Ergebnis könne sich aus Sicht der Stadtwerke durchaus sehen lassen.
"Insgesamt schneiden wir mit einer "guten Zwei" ab", erläutert Roland
Schmidt, Pressesprecher der Stadtwerke. Von etwa einem Drittel der Befragten
sei das Preis-Leistungs-Verhältnis weniger erfreulich bewertet worden.
"Tatsächlich gehören die Stadtwerke Frankfurt (Oder) GmbH jedoch
zu den günstigsten Stromversorgern in Deutschland und zu den absolut
günstigsten Stromanbietern in Brandenburg. Wir werden uns anstrengen,
um dieses Bild richtig zu stellen", so Schmidt weiter, "denn gerade bei
den Strompreisen brauchen wir unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen."
(iwr)
14:05 Uhr
Yello jetzt auch für
Geschäftskunden
Ab sofort bietet der gelbe
Stromanbieter auch günstige Preise für Geschäftskunden an:
"19/19 plus" heisst das Angebot, das für alle Geschäftskunden
gilt, die einen Stromverbrauch bis 30.000 Kilowattstunden pro Jahr und
Abnahmestelle haben. "19/19 plus" bedeutet, 19 Pfennige pro Kilowattstunde
und 19 Mark Grundpreis im Monat plus Umsatzsteuer. Netznutzungsgebühr,
Zählermiete, Konzessionsabgaben und Ökosteuer sind in diesem
Angebot enthalten. Im Geschäftskunden-Service arbeitet Yello mit Vertriebsbeauftragten,
die den Kunden individuell vor Ort in Sachen Energie beraten. Der Kölner
Stromanbieter, der seit Anfang dieses Jahres nach eigenen Angaben über
70 Prozent Wasserkraft in seinem Energiemix hat, beliefert seit 1. November
1999 Privatkunden in ganz Deutschland und meldet mittlerweile knapp eine
Viertelmillion Kunden. Interessenten können sich unter der kostenlosen
Yello-Service-Nummer 0800/19 000 19 informieren. (iwr)
14:03 Uhr
Saarländische Kunden
honorieren "Preis-plus-Service-Strategie" der energis
Seit September vergangenen
Jahres ist die energis, eine gemeinsame Gesellschaft der VSE und Saar Ferngas,
am Markt tätig. Sie beliefert die bisher von VSE und Südwestgas
betreuten Strom- und Erdgas-Kunden und versorgt gemeinsam mit ihren Vertriebspartnern
große Teile des Saarlandes mit Strom und Wärme. Mit individuellen
und günstigen Strompreisangeboten für Haushalte, Service-Dienstleistungen
vor Ort und Förderprogrammen für Energiesparer hat die energis
nach eigenen Angaben fast alle ihre Haushaltskunden sowie alle Gewerbe-
und Industriekunden im Wettbewerb halten können. Nähere Informationen
für Privatkunden gibt es unter der Telefonnummer 0800-3637447 oder
0800-energis. (iwr)
13:56 Uhr
VSE-Seminar-Programm
2000 - offen für alle
Mit dem nötigen Rüstzeug
im Kampf um den Kunden gewappnet sein. Für dieses Ziel bietet die
VSE AG ein interessantes und umfangreiches Weiterbildungsprogramm 2000
an. Teilnehmen können nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der VSE und ihrer Beteiligungsgesellschaften, sondern auch Interessierte
aus anderen Unternehmen, der Verwaltung und aus Institutionen. Themenschwerpunkte
sind u. a. Kurse zum Thema Markt, Wettbewerb und Kundenorientierung. Nähere
Auskünfte online@vse.de. (iwr)
12:26 Uhr
HEW und Viebrockhaus
gehen neue Wege
Anläßlich der
Eröffnung des Musterhausparks Fallingbostel der Firma Viebrockhaus
AG am 17.2.2000 haben die Viebrockhaus AG und die Hamburgischen Electricitäts-Werke
(HEW) im Rahmen eines Pilotprojektes vereinbart, Elektrowärmepumpen
zweier im Bau befindlicher Hamburger Niedrigenergie-Häuser mit "newpower-Strom"
aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Das Pilotprojekt wird im Rahmen
des 1994 ins Leben gerufenen Energiekonzeptes Zukunft der HEW begleitet.
Im Rahmen des Konzeptes werden Energiesparen, neue Energietechniken und
erneuerbare Energien in Hamburg gefördert. (iwr)
11:14 Uhr
Neu bei Stromtarife.de:
Büchershop
Um unseren Service für
unsere Leser weiter zu verbessern, haben wir ab sofort einen Büchershop
mit direkter Bestellmöglichkeit in Zusammenarbeit mit unserem Partner
BOL eingerichtet. In regelmäßigen Abständen werden dort
Bücher rund um die Themen Strom und Energie vorgestellt. Zum
Shop ... (iwr)
10:34 Uhr
Öffentliche Anhörung
zum EEG
Die Ergebnisse der öffentlichen
Anhörung des Wirtschaftsausschusses zum Entwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetz
(EEG) lesen Sie in unserer Rubrik Specials.
(iwr)
15/02/00
18:02 Uhr
Kernenergieausstieg im
Konsens mit der Wirtschaft
Die Antwort der Bundesregierung
auf eine Große Anfrage der CDU/CSU-Fraktion zum Energiekonzept der
Bundesregierung lesen Sie in unserer Rubrik Specials.
(iwr)
17:43 Uhr
Liberalisierung des Strommarkts
fördert umweltgefährdende Kraftwerke in Osteuropa
Infolge der Liberalisierung
des Strommarktes in Deutschland wird nach Informationen des ZDF-Magazins
"Kennzeichen D" eine Reihe umweltgefährdender Kraftwerke in Mittel-
und Osteuropa in Betrieb bleiben. In einer unveröffentlichten Studie,
die "Kennzeichen D" vorliege, prognostiziere das Wuppertaler Institut für
Klimaforschung einen starken Anstieg der Stromimporte aus dieser Region
in den kommenden zehn Jahren. Das Institut sehe darin - gerade bei einem
deutschen Ausstieg aus der Atomenergie - eine Verlagerung der mit der Kernenergienutzung
verbundenen Risiken ins Ausland. Als besonders problematisch bewerteten
es die Wuppertaler Klimaforscher, dass die Betreiber von Kernkraftwerken
in Ost- und Mitteleuropa einen Anreiz erhalten, "größtenteils
veraltete und unsichere Anlagen (zum Beispiel Tschernobyl in der Ukraine)
noch möglichst lange laufen zu lassen." Das ZDF berichtet am morgigen
Mittwoch in der Sendung "Kennzeichen D" (22.15 Uhr) über diese Problematik.
(iwr)
17:03 Uhr
EU-Kommission genehmigt
ökologische Steuerreform in Deutschland
Die Europäische Kommission
hält die steuerliche Sonderbehandlung bestimmter Wirtschaftsbereiche
im Rahmen der Fortführung der ökologischen Steuerreform für
vereinbar mit dem EG-Vertrag. Ihre heutige Entscheidung betrifft die beihilferechtlich
relevante Fortführung der ökologischen Steuerreform, welche im
wesentlichen die jährliche schrittweise Erhöhung der Stromsteuer
und der Kraftstoffsteuer vorsieht. Noch geprüft wird dagegen die beabsichtigte
Freistellung bestimmter Gas- und Dampfturbinenkraftwerke von der Mineralölsteuer.
(iwr)
15:52 Uhr
AOL Deutschland und Yello
verkaufen über das Internet Strom
Der Online-Dienst AOL Deutschland
und der Stromanbieter Yello setzen neue Akzente für branchenübergreifende
eCommerce-Partnerschaften. Ziel der Übereinkunft ist es, die Nutzer
der AOL-Plattformen für die attraktiven Einstiegsangebote der Yello-Produkte
zu begeistern. Beworben werden die Angebote in den AOL- und CompuServe-Diensten,
sowie auf den ebenfalls von AOL vermarkteten Portals aol.de, compuserve.de
und Netscape Netcenter. Die bis zum 30.06.2000 laufende erste Phase umfasst
einen Gesamtwert von mehreren Millionen Mark - und ist damit die bisher
größte eCommerce Partnerschaft von AOL Deutschland. (iwr)
15:47 Uhr
Bewag-Stromprodukt ÖkoPur
ist vom Öko-Institut in Freiburg zertifiziert
Umweltbewusste Kunden können
ganz sicher sein, dass das von der Bewag angebotene Stromprodukt "ÖkoPur-Der
Umweltstrom" ausschließlich aus regenerativen Quellen stammt: Ab
sofort zertifiziert das unabhängige Öko-Institut e.V. Institut
für Angewandte Ökologie in Freiburg seine Herkunft. Dabei wurde
zuvor durch das Institut für solare Energieversorungstechnik (Iset)
an der Universität Kassel die Herkunft der verkauften Strommengen
geprüft. Durch ständige und langfristige Kontrolle erhalten die
Kunden die Sicherheit, dass ÖkoPur zu 100 Prozent aus regenerativen
Energien gewonnen wird. Diese sind Wasserkraft (59 Prozent), Windenergie
(25 Prozent), Nutzung von Biomasse (15 Prozent) und Photovoltaik (ein Prozent).
ÖkoPur ist deshalb ökologisch besonders wertvoll. Dafür
erteilt das Öko-Institut die Ökostrom-Produktklasse "regenerativ".
(iwr)
12:49 Uhr
Vorstände von EnBW
und NWS vereinbaren "enge, nachhaltige Kooperation"
Die Vorstände der EnBW
Energie Baden-Württemberg AG und der Neckarwerke Stuttgart AG (NWS)
haben das Ziel einer "engen, nachhaltigen Kooperation" vereinbart. Die
Eigenständigkeit der NWS bleibe erhalten. Auch künftig werde
es in beiden Unternehmen keine betriebsbedingten Kündigungen geben.
Dies erklärten die Vorstände beider Unternehmen nach einem Gespräch
am Montag in Stuttgart in einer gemeinsamen Erklärung. Bereits bis
Mitte März sollen Ziele und Inhalte der Kooperation zwischen EnBW
und NWS auf der Basis der Vorschläge der Eigentümer und Vorstände
beider Unternehmen detaillierter geklärt werden. Die Planungen und
deren Umsetzungen geschehen im Wege einer gemeinsamen Projektarbeit. (iwr)
11:47 Uhr
Zustimmung des Ausschusses
für Wirtschaft und Technologie zum EEG-Entwurf
Der energiepolitischen Sprecherin
der Fraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN, Michaele Hustedt, zufolge,
äusserten die Sachverstädnigen bei der öffentlichen Anhörung
des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie zum Erneuerabare-Energien-Gesetz
(EEG) (vormals Stromeinspeisungsgesetz) große Zustimmung zu dem Gesetzentwurf,
den die Regierungsfraktionen vorgelegt haben. Die Anhörung habe bestätigt,
dass die Ausgestaltung des EEG verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden
und mit dem Europarecht vereinbar sei. Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen
erwarteten von dem neuen Gesetz, so Hustedt, einen deutlichen Ausbau der
Windenergie insbesondere im Binnenland. Auch das goße Potenzial zur
Stromgewinnung aus Biomasse könne nun durch die verbesserten Vergütungssätze
ausgeschöpft werden. (iwr)
09:09 Uhr
VIAG-Aktionäre stimmen
Fusion mit VEBA zu
Nach Aussagen des Handelsblatts
haben gestern auch die Aktionäre des Münchener Mischkonzerns
VIAG der geplanten Fusion mit dem VEBA-Konzern zugestimmt. Die VEBA-Aktionäre
hatten bereits am Donnerstag für eine Fusion votiert. Nun bedarf es
nur noch der Genehmigung der europäischen Kartellbehörde in Brüssel,
welche für den Mai erwartet wird. Durch die Fusion entsteht in Deutschland
der mit einem Umsatzvolumen von rund 140 Mrd. EURO drittgrößte
Industriekonzern. VIAG-Chef Simson erklärte, dass es u.a. Ziel des
fusionierten Unternehmens sei, den Umsatz im Stromgeschäft von derzeit
15 Mrd. EURO in den nächsten fünfg jahren ertwa zu verdoppeln.
(iwr)
14/02/00
18:23 Uhr
Fachtagung über
Einsatz von Klein-Blockheizkraftwerken
In Zusammenarbeit mit dem
Institut für Solare Energieversorgungs-technik e.V. (ISET), der Energieagentur
im Landkreis Kassel 'ENERGIE 2000 e.V.', dem Förderverein für
Neue Technik im Handwerk e.V., der nergie-Aktiengesellschaft Mitteldeutschland
(EAM), der Erdgas Mitteldeutschland GmbH (EGM) und der Landes-Energieagentur
Hessen-Energie GmbH veranstaltet das hessische Umweltministerium am 16.
Februar eine Fachtagung, die über den Einsatz von Klein-Blockheizkraftwerken
im Hotel- und Gaststättengewerbe und in Metzgereien informiert. Die
Veranstaltung findet im "Design-Zentrum Modulare Versorgungstechnik" (DeMoTec)
des ISET an der Universität Gesamthochschule Kassel statt. Sie soll
dazu dienen, den Teilnehmern einen praktischen Einblick in die Leistungsfähigkeit
von Klein-Blockheizkraftwerken (Klein-BHKW) und in die Betriebserfahrungen
mit dieser Technologie zu vermitteln. Eine Ausstellung gängiger BHKW-Fabrikate
unterstützt die Fachvorträge. Hersteller, Lieferanten und Installationsbetriebe
stehen für Erläuterungen und Fragen zur Verfügung. Zudem
wird das Klein-BHKW des Instituts für Solare Energieversorgungstechnik
e.V. (ISET) in der DeMoTec-Halle im Betrieb vorgeführt. (iwr)
14:59 Uhr
Bündnis 90/Die GRÜNEN:
Keine weiteren Zugeständnisse bei Atomausstieg
Der umwelpolitische Sprecher
der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN, Loske, hat
in einem Interview deutlich gemacht, dass seine Fraktion zu keinen weiteren
Zugeständnissen beim Atomausstieg bereit ist. Loske erklärte,
dass für seine Partei mit 30 Jahren Restlaufzeit der Atommeiler das
"Ende der Fahnen-
stange" erreicht sei. (iwr)
10:55 Uhr
Deutschlands Stromhandelsbilanz
nahezu ausgeglichen
Wie die Vereinigung Deutscher
Elektrizitätswerke (VDEW) heute bekannt gab, exportierte die deutsche
Stromwirtschaft 1999 rund 39,5 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom
(1998: 38, 8 Milliarden). Die Importe von 40,5 Mrd. kWh (1998: 38,1 Mrd.
kWh) lagen im vergangenen Jahr somit leicht über den Exportwerten.
Die Nettostromerzeugung der deutschen Stromversorger bezifferte VDEW für
das Jahr 1999 auf rund 458 Mrd. kWh. (iwr)
09:12 Uhr
GEW Köln AG mit
guter Bilanz bei Förderung erneuerbarer Energien
Die GEW Köln AG kann
nach eigenen Angaben bei der Förderung erneuerbarer Energien eine
gute Bilanz vorweisen. Das Unternehmen beziffert die Anzahl der zwischen
1992 und Ende 1999 geförderten Solaranlagen und Wärmepumpen auf
328. Solarthermische Anlagen zur Aufbereitung von Warmwasser nehmen hierbei
mit insgesamt 262 geförderten Anlagen die Spitzenposition ein. Im
gleichen Zeitraum wurden überdies 65 Photovoltaikanlagen gefördert.
Nach Aussage von GEW-Vorstandssprecher Haumann verzeichnete die GEW 1999
einen Förderrekord. So erhielten allein 69 Kunden einen Zuschuss zu
einer Solarthermie- und neun Kunden eine Förderung für eine Photovoltaikanlage.
Im Jahr 2000 laufen die Förderprogramme mit einem Pauschalzuschuss
von 1000,- DM bei einer solarthermischen und einer zehn-prozentigen Mitfinanzierung
(max. 2000,- DM) bei einer photovoltaischen Anlage weiter. (iwr)
11/02/00
11:23 Uhr
VEBA-Aktionäre stimmen
VEBA-/VIAG-Fusion zu
Auf der gestrigen außerordentlichen
Hauptversammlung der VEBA AG haben 99,93 % der Aktionäre dem Verschmelzungsvertrag
zwischen der VEBA Aktiengesellschaft und der VIAG Aktiengesellschaft zugestimmt.
Der Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft zur Durchführung
der Verschmelzung stimmten 99,97 % der Aktionäre zu. (iwr)
10:51 Uhr
BUND ab sofort mit eigenem
Öko-Strom-Angebot
Der Bund für Umwelt
und Naturschutz Deutschland
(BUND) hat bundesweit alle
Haushalte zum Wechsel zu Ökostromanbietern aufgerufen. Durch gleichzeitig
durchgeführte Stromsparmaßnahmen könne der geringe Mehrpreis
für umweltfreundlichen Strom leicht eingespart werden. Der Wechsel
zu Grünen Stromversorgern sei ein wirkungsvoller persönlicher
Beitrag zum Schutz von Umwelt, Klima und Ressourcen sowie vor den Gefahren
der Atomenergie. Auf diese Weise könne der zögerliche Atomausstieg
entscheidend beschleunigt werden. In Kooperation mit der Naturstrom AG
Düsseldorf bietet der BUND deshalb ab sofort Ökostrom an, der
zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird. Nach dem Wechsel
zu BUNDstrom erhalten die beteiligten Haushalte ein Jahr lang Energiespar-Tipps,
deren Umsetzung ihre Stromrechnungen verringert. Durch Reduzierung der
Verbräuche beim Wäschewaschen, Kochen, Kühlen und in anderen
Bereichen kann pro Haushalt durchschnittlich ein Fünftel des Stroms
eingespart werden. Die Teilnehmer errechnen ihre ersparten Kilowattstunden,
der BUND wird sie bundesweit in einem "Stromsparbarometer" addieren. Nach
einem Jahr soll eine Bilanz der Sparaktion gezogen werden. Besondere Aktivitäten
motivieren zum Mitmachen: Im März beginnt die Aktion "Wäsche
trocknen mit der Sonne!" und im Juli der kostenlose Verleih von Strom-Messgeräten.
Der Bestell-Service für BUNDstrom und Spartipps ist unter der Bonner
Fax-Nr. 0228-464418 erreichbar. (iwr)
10:42 Uhr
Internet aus der Strom-Steckdose
- jetzt Realität
Als Weltneuheit zeigt die
Münchner PolyTrax Information Technology AG zur diesjährigen
CeBIT den Internet-Zugang aus der Strom-Steckdose (Halle 17, Stand F08,
Powerline-Gemeinschaftsstand). Dazu werden der Telefon- oder ISDN-Anschluß
über ein spezielles Gateway mit dem 220-Volt-Stromnetz innerhalb eines
Hauses oder einer Wohnung verbunden. Daten aus der Telefonleitung gelangen
auf diese Weise in allen Räumen zu jeder Stromsteckdose. Ein zweites
Gateway am Computer liest die Daten wieder aus und ermöglicht die
Kommunikation mit dem Internet. Die von PolyTrax entwickelte Technologie
ist die neueste Entwicklung auf dem Gebiet der Powerline Communication
(PLC) im Bereich Home Networking. Erreicht werden Datenraten von mehrfacher
ISDN-Geschwindigkeit. Abhängig von den jeweiligen Normen liegen die
Werte in Europa bei 155 Kilobit pro Sekunde, in den USA und Asien werden
wegen eines größeren erlaubten Frequenzbandes hingegen Datenraten
von 2,5 Megabit pro Sekunde erzielt. (iwr)
09:37 Uhr
FESA Projekte erzeugten
1999 über 1 Mio. kWh Sauberen Strom
Der Ertrag der Regio-Solarstrom-,
Regio-Windkarft- und Regio-Wasserkraftanlagen des fördervereins energie-
und solaragentur regio freiburg (fesa) übersprang im Jahr 1999 erstmalig
die Millionengrenze. Insgesamt wurden 1.151.237 kWh solarer Strom aus Wind,
Wasser und Photovoltaik von fesa-Projekten produziert und ins öffentliche
Netz eingespeist. "Im Jahr 2000 wird die Produktion der fesa-Projekte auf
über 2,5 Mio. kWh steigen und damit mehr als verdoppelt", so fesa-Projektleiter
Josef Pesch. (iwr)
09:34 Uhr
Strombeschaffung im liberalisierten
Energiemarkt
Seit April 1998 haben Stromkunden
die Möglichkeit, ihren Lieferanten frei zu wählen. Wo früher
Gebietsmonopolisten Preise und Lieferbedingungen diktierten, herrscht heute
ein harter Wettbewerb um den neu entdeckten Kunden. Das im Deutschen Wirtschaftsdienst
soeben erschienene Fachbuch "Strombeschaffung im liberalisierten Energiemarkt"
beschreibt in drei Schritten die Funktionsweise eines liberalisierten Strommarktes,
erläutert die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen und zeigt
Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen,
Städte und Gemeinden, Wohnungsunternehmen, Stadtwerke, private örtliche
Energieversorger, Energieberater, Verbund- und Regionalunternehmen sowie
Unternehmensberatungen und Rechtsanwaltskanzleien. Weitere Informationen:
http://www.dwd-verlag.de/strom.
(iwr)
10/02/00
18:54 Uhr
VEBA erzielt 1999 Rekordergebnis
Die VEBA AG, Düsseldorf,
hat im Geschäftsjahr 1999 nach vorläufigen Berechnungen ein Konzern-Betriebsergebnis
von rund 2,3 Mrd EURO und damit ein neues Rekordergebnis erzielt. Gegenüber
1998 ist das Betriebsergebnis um rund 16 Prozent gestiegen. Das Ergebnis
vor Steuern stieg auf rund 3,9 Mrd EURO (Vorjahr: 2,4 Mrd EURO). Hier wirkten
sich nach VEBA-Angaben die erheblichen Buchgewinne insbesondere aus der
Veräußerung von Telekommunikationsaktivitäten aus. Auf
der Grundlage dieser Ergebnisentwicklung wird der VEBA-Vorstand dem Aufsichtsrat
in der Bilanzsitzung am 29. März vorschlagen, für das Geschäftsjahr
1999 eine auf 1,25 EURO je Stückaktie erhöhte Dividende zu zahlen
(Vorjahr 1,07 EURO). (iwr)
18:52 Uhr
VIAG: Umsatz- und Ergebnisentwicklung
im Rahmen der Erwartungen
Der VIAG-Konzernumsatz 1999
ist im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent auf 38 Milliarden DM (Vorjahr:
49,2 Milliarden DM). Bereinigt um Akquisitionen und Desinvestitionen betrug
der Rückgang drei Prozent. Die Ergebnisentwicklung 1999 liegen laut
VIAG jedoch im Rahmen der Erwartungen. Der verstärkte Druck auf die
Strompreise und die erhöhten Vorlaufkosten für den beschleunigten
Ausbau des Telekommunikationsgeschäfts hätten das Geschäftsjahr
geprägt. Der VIAG-Vorstand wird dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr
1999 einen gegenüber dem Vorjahr unveränderten Dividendensatz
von 32 Prozent pro Aktie vorschlagen. (iwr)
18:47 Uhr
Kabinettsbeschluss zur
Kraft-Wärme-Kopplung: VKU fordert Nachbesserungen
"Die Bundesregierung hat
mit dem Beschluss vom 9. Februar einen wichtigen weiteren Schritt hin zu
einer gesetzlichen Regelung zum Schutz der Kraft-Wärme-Kopplung getan."
Dies stellte der Präsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU),
der Mannheimer OB Gerhard Widder, heute in einer ersten Reaktion fest.
Die an die Systematik des Energieeinspeisegesetzes angepasste KWK-Gesetzesvorlage,
die eine Soforthilfe für die aus vielfachen Gründen zu erhaltende
Kraft-Wärme-Kopplung darstelle, enthalte jedoch noch etliche Regelungen,
die einer Nachbesserung dringend bedürften: So schließe die
Gesetzesvorlage Erzeugungsanlagen, die nicht mindestens zu 75 % Stadtwerken
gehörten, von der Förderung aus. Damit seien zahlreiche Anlagen
mit Tausenden von Arbeitskräften von der Stilllegung bedroht. Auch
in weiteren Punkten sei der Anwendungsbereich veränderungsbedürftig.
Die in der Gesetzesvorlage vorgesehene Abnahme- und Vergütungspflicht
werde dem Grunde nach begrüßt. Dieses aus dem Energieeinspeisegesetz
übernommene Prinzip bedürfe jedoch noch einiger Klarstellungen,
um auf die speziellen Belange der KWK anwendbar zu sein. "Zu begrüßen
ist", so Widder, "dass die Bundesregierung sich eindeutig zu einer langfristigen
Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung verpflichtet. Dies ist insbesondere
unter dem Aspekt des Klimaschutzes unverzichtbar." (iwr)
18:25 Uhr
Avacon bringt Strompreise
Ost und West näher zusammen
Der Energiedienstleister
Avacon hat in Sachsen-Anhalt eine weitere Preissenkungsrunde durchgeführt.
Dadurch sei Avacon, so Vertriebsvorstand Dr. Klaus Deparade, dem Ziel ein
gutes Stück näher gekommen, das Ost-West-Gefälle abzubauen
und die Strompreise auf ein annähernd gleiches Niveau zu bringen.
Zur Zeit besteht nur noch eine Differenz von rund zwei Pfennig je Kilowattstunde
(kWh), die auf die gesetzliche Verpflichtung zum Bezug teuren einheimischen
Braunkohlestroms und strukturbedingt höhere Netzkosten zurückzuführen
ist. Avacon bietet das neue Angebot "Akzent 2000" für Privatkunden.
Für Gewerbekunden hat Avacon das bisherige Angebot "Akkont" ebenfalls
überarbeitet. Den "Akkont 2000" können nun alle Gewerbekunden
ohne Leistungsmessung unabhängig vom Verbrauch nutzen. Wer bereits
einen "Akkont"-Vertrag abgeschlossen hat, bekommt unaufgefordert das günstigere
Vertragsangebot zugesandt. (iwr)
15:49 Uhr
Öffentliche Anhörung
des Ausschusses Wirtschaft und Technologie zum Erneuerbare-Energien-Gesetz
Am kommenden Montag (14.02.)
findet im Reichstagsgebäude eine öffentliche Anhörung des
Ausschusses Wirtschaft und Technologie zum Erneuerbare-Energien-Gesetz
(EEG) (vormals Stromeinspeisungsgesetz) statt. 15 Sachverständige
werden den Abgeordneten ab 14:30 Uhr Rede und Antwort stehen. Gegenstand
der Anhörung werden die Auswirkungen des bisherigen Stromeinspeisungsgesetzes,
das Potenzial der erneuerbaren Energien, die Förderhöhe und das
Fördervolumen, der Belastungsausgleich, die juristische und volkswirtschaftliche
Beurteilung sowie der Bestands- und der Landschaftsschutz sein. (iwr)
15:38 Uhr
SolarWorld initiiert
Sonnenfonds mit einem Volumen von 50 Mio. DM
Die SolarWorld AG, Bonn,
initiiert einen Sonnenfonds mit einem Gesamtvolumen von 50 Mio. DM. "Das
Kapital fließt in industrielle Solarkraftwerke, die über Deutschland
verteilt errichtet werden", beschreibt Vorstandssprecher Dipl-Ing. Frank
H. Asbeck den Investitionsschwerpunkt des Fonds. Der Sonnenfonds wird durch
eine neu zu gründende Kommanditgesellschaft verwaltet werden. Die
Geschäftsführung dieser Gesellschaft wird von SolarWorlds 80prozentiger
Tochtergesellschaft Asbeck Immobilien- und Kraftwerksgesellschaft mbH übernommen,
die damit als Komplementärin der Fondsgesellschaft auftritt. Insgesamt
soll ein Eigenkapitalvolumen von 15 Mio. DM am Kapitalmarkt eingeworben
werden. Dies wird über den Verkauf von Fondsanteilen an private Investoren
realisiert. Namhafte Kreditinstitute sowie die Deutsche Ausgleichsbank
werden ein Volumen von weiteren 35 Mio. DM bereit stellen. (iwr)
12:23 Uhr
Vereinbarkeit des Ausstiegs
aus der Kernenergie mit dem europäischen Recht
Die EU-Kommission hat heute
einige grundsätzliche Punkte zum Ausstieg aus der Kernenergie klargestellt.
So legte die Kommission beispielsweise dar, dass es jedem Mitgliedsstaat
frei stünde, auf die Kernenergie zurückzugreifen oder nicht,
jedoch seien die diesbezüglichen Entscheidungen der anderen Mitgliedsstaaten
zu respektieren. Auch beinhalte der Euratom-Vertrag keine Bestimmungen,
die den Ausstieg aus dieser Energieform untersagen würden, soweit
alle Auflagen im Hinblick auf die Sicherheit (Strahlenschutz und Nichtverbreitung)
eingehalten würden. Die Kommission erklärte weiter, dass in Kapitel
9 der Grundsatz zur Schaffung eines gemeinsamen Marktes festgelegt sei
und dass eine der wichtigsten Auswirkungen des gemeinsamen Marktes der
Grundsatz des freien Verkehrs des Kernmaterials auf dem Hoheitsgebiet der
Mitgliedstaaten sei. (iwr)
11:51 Uhr
Können die CO2-Reduktions-Verpflichtungen
aus dem Kyoto-Protokoll nach einem Atomausstieg noch gehalten werden?
Zum derzeitigen Stand der
Debatte um den Atomausstieg erklärt der umweltpolitische Sprecher
der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Dr. Christian Ruck, dass nach
einem Ausstieg die CO2-Reduktions-Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll
nicht zu halten seien. Die regenerativen Energien könnten, selbst
wenn deren Anteil wie angestrebt verdoppelt wird, die Ausfälle in
der Stromerzeugung nicht annähernd abfangen. Auch ein verstärkter
Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, die aufgrund ihres hohen Wirkungsgrades
grundsätzlich eine sehr erwünschte Form der Energieerzeugung
darstelle, werde die Lücke der Kernkraft nicht füllen. (iwr)
09/02/00
15:48 Uhr
Neue Solarstromanlage
in Marbach am Neckar
Die erste Solarstromanlage
des Solarvereins Marbach am Neckar ist am Mittwoch, 9. Februar, eingeweiht
und der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die Anlage auf dem Dach
des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Marbach am Neckar erzeugt jährlich
9.000 Kilowattstunden Strom. Alleiniger Abnehmer des produzierten Stroms
ist der Ökostrom-Händler NaturEnergie AG, Grenzach-Wyhlen. (iwr)
12:12 Uhr
Siemens und EnBW wollen
ein Gemeinschaftsunternehmen
für Powerline Communications
gründen
Siemens und EnBW Energie
Baden-Württemberg AG beabsichtigen die Gründung eines gemeinsamen
Unternehmens für die Entwicklung und Vermarktung von Systemen zur
Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung über Energieverteilnetze
- Powerline Communications (PLC). Zu diesem Zweck haben beide Unternehmen
ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Mit der Vereinbarung
unterstreichen Siemens und EnBW ihre Absicht, die Entwicklung der Powerline
Communications-Technik weiter voranzutreiben und so bald wie möglich
praktisch einzusetzen. Beide Unternehmen beurteilen die künftigen
Marktchancen der PLC-Technik als ausgezeichnet. Sie wollen die Markteinführung
durch die Verbindung der umfangreichen Betriebserfahrungen der EnBW mit
der leistungsfähigen Systementwicklung von Siemens beschleunigen.
(iwr)
10:54 Uhr
RWE Energie gründet
Energie-Holdings mit der Stadt Prag
Die RWE Energie AG verstärkt
ihr Engagement in der Tschechischen Republik: Gemeinsam mit der Stadt Prag
und weiteren Partner-Unternehmen bildet RWE Energie zwei Energie-Holdinggesellschaften.
Diese Holdings halten jeweils die Mehrheit an der Prazska Energetická
a. s. (PRE), dem Stromversorgungsunternehmen der Stadt Prag, und der Prazska
Plynarenská a. s. (PP), dem Gasversorgungsunternehmen der Stadt
Prag. Die entsprechenden Konsortialverträge sind heute in Prag unterschrieben
worden. (iwr)
09:54 Uhr
VKU gegen Zerschlagung
der VEAG
Die Vorsitzenden der VKU-Landesgruppen
in den neuen Bundesländern sorgen sich um die Entwicklung des Wettbewerbs
auf dem ostdeutschen Strommarkt: In einer gemeinsamen Erklärung forderten
sie in Berlin, das ostdeutsche Verbundunternehmen VEAG durch ein neues
Wachstumskonzept zu stabilisieren. Dazu sollten die VEAG, die ostdeutschen
Braunkohleunternehmen und die regionalen Stromversorger in den neuen Ländern
zu einem einzigen Unternehmen verschmolzen werden. Vor dem Hintergrund
der bevorstehenden Fusionen RWE / VEW und VEBA / VIAG bedürfe es dringend
einer dritten Kraft in Deutschland, um den Wettbewerb auf dem Strommarkt
nicht durch das Bestehen eines Duopols auf der Anbieterseite wieder einschlafen
zu lassen. Die westdeutschen Stromkonzerne sollten sich parallel von den
VEAG-Aktien und ihren Anteilen an den ostdeutschen Regionalversorgern trennen.
Es sollte ein neuer strategischer Partner gefunden werden, der auch für
ostdeutsche Stadtwerke wettbewerbsfähige Bezugspreise sicherstellen
kann.
Der Verband kommunaler Unternehmen
e.V. (VKU) vertritt die Interessen der kommunalen Wirtschaft in den Bereichen
Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, Telekommunikation und Umweltschutz.
Bundesweit sind über 950 Mitgliedsunternehmen mit einem Gesamtumsatz
von rund 68 Milliarden DM und 153.000 Beschäftigten im VKU organisiert.
(iwr)
08/02/00
12:12 Uhr
"nahstrom-Naturstrom
aus Kassel" der Städtische Werke AG auf dem Markt erfolgreich gestartet
"Der bisherige Erfolg
von "nahstrom" ist zufriedenstellend und ein Indiz dafür, daß
unser neues Nahstrom-Angebot marktfähig ist", so kommentiert Vorstandsvorsitzender
Andreas Helbig die positive Entwicklung des Stromproduktes. Mit fast 400
Kunden, die sich im Laufe des letzten halben Jahres für Kassels "nahstrom"
entschieden haben, sind die Erwartungen der Städtische Werke AG für
das Einführungsjahr voll erfüllt. Insgesamt werden jetzt fast
1 Mio. Kilowattstunden regenerativ erzeugten Stroms der Städtische
Werke durch Haushalts- und Gewerbekunden abgenommen. Dabei bietet die Städtische
Werke AG für Industrie und Gewerbe individuelle Lösungen auf
Anfrage. Besonders interessant ist diese Möglichkeit für Geschäftskunden,
da bei einer Mindestabnahme von 10.000 Kilowattstunden oder 25 Prozent
"nahstrom" das Gütesiegel zu Werbezwecken eingesetzt werden kann.
Weitere Informationen geben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtische
Werke AG am Info-Telefon unter der Nummer 0561/ 782-3030. (iwr)
12:00 Uhr
Schwungmassenspeicher
sichern die Stabilität der Energieversorgung
Durch den zunehmenden Einsatz
sensibler Elektronik in Fertigungsprozessen werden heute enorme Anforderungen
an die Stabilität der elektrischen Energiezufuhr gestellt. Viele Großverbraucher
brauchen kurzzeitig stark erhöhte Leistungen, andere dagegen benötigen
extrem kontinuierliche Leistung mit stabiler Spannung und ohne Unterbrechungen.
Eine innovative Lösung für solche Anforderungen stellt ein neuartiger
Hochleistungsenergiespeicher - der Schwungmassenspeicher - dar, der energieschonend
und dezentral eingesetzt werden kann. Die Entwicklung solcher Speicher
wurde von Prof. Wolf-Rüdiger Canders, Institut für Elektrische
Maschinen, Antriebe und Bahnen der Technischen Universität Braunschweig
und seinem Kollegen Prof. Herbert Freyhardt (Universität Göttingen)
initiiert und soll nun im Rahmen eines Leitprojektes der Bundesministerien
für Bildung und Forschung und für Wirtschaft und Technologie
durchgeführt werden. (iwr)
11:21 Uhr
Ares energie ag: Alternative
für VOSSnet-Kunden?
Lesen Sie hierzu unser aktuelles
Interview mit Andreas Rose, Vorstandsvorsitzender der ares energie
ag, Berlin. (iwr)
10:01 Uhr
Umwelt schützen
- Grubengas nützen
Grubengas, das aus stillgelegten
Bergwerken entweicht, lässt sich mit Hilfe von Blockheizkraftwerken
in Strom und Wärme umwandeln. Forscher des Fraunhofer-Instituts für
Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen haben es
sich zur Aufgabe gemacht, diese natürliche Energie zu nutzen. Zwei
Pilotkraftwerke in Herne und Lünen arbeiten inzwischen reibungslos.
Im Ruhrgebiet seien etwa 50 Megawatt nutzbar, so UMSICHT. Unter dem Motto:
»Potenziale nutzen - Umwelt schützen« veranstaltet UMSICHT
in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt am 9. und 10.
Februar 2000 die Oberhausener Grubengas-Tage. (iwr)
09:53 Uhr
Drehscheibe des EnBW
Transportnetzes im Land für 34 Millionen Mark erneuert
Die EnBW Energie Baden-Württemberg
AG verfügt jetzt über eine der europaweit modernsten Steuerungs-
und Überwachungsanlagen für überregionale Stromnetze. Nach
mehr als fünfjähriger Umbauzeit wurde am Freitag, 4. Februar
2000, die neue Hauptschaltleitung in Wendlingen, Kreis Esslingen, feierlich
eingeweiht. Die Gesamterneuerung der Netzleittechnik, deren Herzstück
in der Hauptwarte eine drei mal acht Meter große Großbild-Projektionswand
ist, kostete insgesamt rund 34 Millionen Mark. (iwr)
09:44 Uhr
EnBW und Stadtwerke Waldshut-Tiengen
haben sich außergerichtlich geeinigt
Die EnBW Energie Baden-Württemberg
AG und die Stadtwerke Waldshut-Tiengen haben ihren Rechtsstreit um die
Gültigkeit früherer Stromlieferverträge außergerichtlich
beigelegt. Die EnBW wird ihre beim Oberlandesgericht Karlsruhe anhängige
Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Mannheim vom April 1999 zurücknehmen
- die Stadtwerke leisten Restzahlungen an die EnBW. "Für die Entwicklung
des Wettbewerbs im Strommarkt hat die vor Jahresfrist noch wichtige Frage
der Gültigkeit von Altverträgen aus der Monopolzeit keine grundsätzliche
Bedeutung mehr." So begründet die EnBW in einer am Freitag in Karlsruhe
veröffentlichten Mitteilung den Verzicht auf eine obergerichtliche
Entscheidung. Nach der zwischen der EnBW und den Stadtwerken Waldshut-Tiengen
getroffenen Vereinbarung leisten die Stadtwerke für den Zeitraum Juli
1998 bis April 1999 Restzahlungen in Höhe von 258 000 Mark. Im Gegenzug
nimmt die EnBW ihre Berufung beim OLG Karlsruhe zurück. Danach bestehen
für beide Seiten "wechselseitig keine Ansprüche mehr." (iwr)
07/02/00
16:59 Uhr
IWR auf der E-world of
energy in Essen
Morgen und übermorgen
findet in Essen die E-world of energy, ein internationales Energie-Forum
mit Kongress statt, an dem auch das IWR teilnimmt (Stand der Landesinitiative
Zukunftsenergien NRW). Dr. Norbert Allnoch, Leiter des Internationalen
Wirtschaftsforums Regenrative Energien (IWR), wird am Mittwoch einen Vortrag
über Marktperspektiven, Einsatz und Wirtschaftlichkeit regenerativer
Energiequellen halten. Weitere Informationen zur E-world of energy können
Sie hier abrufen. (iwr)
16:21 Uhr
Bündnis 90/Die GRÜNEN:
Atomausstieg auch ohne konsensuale Einigung
Peter Swane, Sprecher des
Landesverbandes Schleswig-Holstein von Bündnis 90/Die GRÜNEN,
bekundet große Unzufriedenheit darüber, dass eine Eingung über
die Restlaufzeiten der Atomkraftwerke nach wie vor nicht erreicht wurde."Wenn
die Industrie sich nicht in der Lage sieht", so Swane, "das Angebot flexibler
Lösungen auf der Basis von maximal 30 Jahren Gesamtlaufzeit oder eines
vergleichbaren begrenzten Rest-Terrawattkontingentes zu akzeptieren, muss
der Ausstieg auch ohne Einigung mit der Atomindustrie gesetzlich fixiert
werden."
09:33 Uhr
Keine Einigung über
Restlaufzeiten bei Atomkonsens-
gesprächen
Bei den Atomkonsensgesprächen
am vergangenen Freitag erzielten Bundeskanzler Schröder und die Vorstandschefs
der größten deutschen Stromkonzerne keine Einigung über
die Restlaufzeiten der Atommeiler. Schröder räumte Freitag abend
ein, dass man sich zwar in der Frage über künftige Atommülltransporte
und der Endlagerung von Nukleararbfällen näher gekommen sei,
eine Festlegung der Restlafuzeit der deutschen Reaktoren auf 30 Jahre sei
indes nicht erreicht worden. Falls kein Konsens erzielt wird, beabsichtigt
die Regierung, einen Ausstige notfalls gesetzlich zu regeln. (iwr)
04/02/00
14:34 Uhr
Fortum und Norsk Hydro
planen Bau einer KWK-Anlage in Großbritannien
Nach eigenen Angaben planen
Fortum Corp., ein finnischer Energieversorger, und Norsk Hydro, ein norwegisches
Erdöl- und Erdgasunternehmen, den Bau einer neuen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage
in Essex, Großbritannien. Die Anlage, deren Gesamtinvestitionsvolumen
sich auf 140 Millionen Pfund belaufen wird, besitzt eine Energieerzeugungskapazität
von 215 MW und wird örtlichen Industrieunternehmen Wärme und
Strom liefern. In der zweiten Hälfte dieses Jahres sollen die Bauarbeiten
an der Anlage beginnen, so dass sie Ende 2002 in Betrieb genommen werden
kann. (iwr)
09:20 Uhr
Überregionaler Akquisitionserfolg
der Städtischen Werke AG, Kassel
Im Wettbewerb mit überregionalen
Stromanbietern innerhalb einer nationalen Ausschreibung hat die Städtische
Werke AG den Zuschlag für die Stromversorgung der hessischen Arbeitsämter
bekommen. Damit erhalten seit 1. Januar 2000 67 Arbeitsämter in 15
verschiedenen Arbeitsamtsbezirken den Strom der Städtische Werke AG.
Insgesamt wurden mit 35 verschiedenen Stromversorgern durch Kooperations-
oder Durchleitungsverträge die Stromversorgung sämtlicher hessischer
Arbeitsämter realisiert. (iwr)
8:26 Uhr
Sicherheit der Atommüllbehälter
gewährleisten
Die Sicherheit von Transport-
und Lagerbehältern für hochradioaktiven Atommüll hat die
PDS-Fraktion zum Gegenstand einer Kleinen Anfrage gemacht. Die Abgeordneten
erkundigen sich, welche Atommüllbehälter derzeit in Deutschland
zugelassen sind, wie lange die Zulassungen gelten und für welche Behälter
darüber hinaus die Zulassung beantragt sei. Die Regierung soll sagen,
wie viele Exemplare von Atomtransportbehältern, bei denen in den vergangenen
Jahren Sicherheitsprobleme bekannt geworden seien, zurzeit zum Transport
oder zur Lagerung abgebrannter Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken
oder zum Transport von Glaskokillen eingesetzt werden können. Die
Fraktion will wissen, wie diese Behälter getestet wurden, auf welcher
Grundlage der Sicherheitsnachweis für die Zulassung erfolgte und welche
Untersuchungen es gegeben hat, um die Problemursache zu erkennen. Gefragt
wird ferner, was getan werden muss, damit neue Behälter die Zulassungsbedingungen
erfüllen. (iwr)
03/02/00
14:31 Uhr
MVV Energie AG erwirbt
10 Prozent-Anteil an der DeWind Technik GmbH
Die Mannheimer MVV Energie
AG hat einen 10prozentigen Anteil an der DeWind Technik GmbH, Lübeck,
erworben und stärkt damit ihr Engagement in den Zukunftstechnologien.
Der im Rahmen einer Kapitalerhöhung für 5 Mio. DM erworbene Anteil
kann bei Ausübung von Vorkaufsrechten auf bis zu 40 Prozent ausgebaut
werden. Im gleichen Zuge hat die Berliner Venture Capital Gesellschaft
bmp Life Science AG ihre Beteiligung an DeWind von 25% auf 30% aufgestockt.
Die 1995 gegründete DeWind entwickelt und verkauft Windkraftanlagen
für den expandierenden Weltmarkt. (iwr)
14:12 Uhr
Fall VOSSnet: Schwarze
in Haft
Lesen Sie hierzu das aktuelle
IWR-Interview
mit dem zuständigen Bremer Staatsanwalt Dr. Baumgarte. (iwr)
12:18 Uhr
e'Trade und E-world of
Energy fusionieren
Ab dem Jahr 2001 wird die
e'Trade (09. bis 11. Mai 2000 im Congress Center Düsseldorf), eine
Veranstaltung zur Thematik des Energiehandels in Europa, ein tragender
Bestandteil der E-world of Energy werden, deren Premierenveranstaltung
am 08. und 09. Februar 2000 in der Messe Essen stattfinden wird. Die gemeinsame
Veranstaltung soll zukünftig die Marktteilnehmer aus der Energiewirtschaft
der ganzen Welt zusammenführen. (iwr)
11:41 Uhr
Atomstromer wollen mit
Kontingenten Reform der Energiewirtschaft blockieren
Der Bund für Umwelt
und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bundesregierung aufgefordert,
in der morgigen Konsensrunde keine Atomstrom-Kontingente zu vereinbaren.
Damit würde der Atomausstieg bis zum Sankt-Nimmerleinstag verzögert,
der ökologische Umbau der Energiewirtschaft wäre für lange
Zeit blockiert. Außerdem öffne eine solche Vereinbarung der
Willkür einiger Atomstrom-freundlicher Bundesländer Tür
und Tor. Der BUND sieht in den Absichten der AKW-Betreiber zur Vereinbarung
von Atomstrom-Kontingenten einen Trick, durch den die Zustimmung der Bundesländer
für ein Atomausstiegs-Gesetz notwendig würde. Damit wäre
möglicherweise eine gesetzliche Regelung durch den Bundesrat blockiert,
der Atomausstieg so nicht durchsetzbar. (iwr)
02/02/00
14:58 Uhr
Neu beim Stromtarife.de:
Währungsrechner
Im Service-Bereich auf unserer
Homepage haben wir in Kooperation mit der Hypovereinsbank, München,
einen Währungsrechner
eingerichtet, mit dem Sie die DM in den EURO und in viele andere EU-Währungen
umrechnen können. (iwr)
11:15 Uhr
NABU warnt Bundesregierung
vor Zugeständnissen in Atomverhandlungen
Der Naturschutzbund NABU
hat die Bundesregierung davor gewarnt, in der nächsten Runde der Atomkonsensgespräche
den Kraftwerkbetreibern weitreichende Zugeständnisse zu machen.
Die von den Regierungsfraktionen angestrebte Begrenzung der Reaktorlaufzeiten
auf 30 Jahre seien nach Auffassung des NABU gesellschaftlich nicht konsensfähig.
Besonders inakzeptabel sei es, so der NABU-Präsident, wenn als Ergebnis
der Konsensrunde durch die Vereinbarung flexibler Reaktorlaufzeiten oder
gar von Atomstrom-Kontingenten auf der Basis von 30 Jahren Laufzeit das
Ende der Atomkraftnutzung in Deutschlang bis hin zum Jahr 2030 oder gar
2040 verschoben würde. Ebenso dürfe die Regierung nicht auf einen
sicherheitsorientierten Vollzug des Atomrechts verzichten oder sich die
derzeitige steuerliche Bevorzugung der Atomkraft festschreiben lassen.
(iwr)
10:05 Uhr
Anfrage zu Energiekosten
im Gartenbau
In einer kleinen Anfrage
fordert die CDU/CSU-Fraktion die Bundesregierung auf, die Preise der einzelnen
Energieträger für den Gartenbau (Heizöl, Gas und Strom)
in den 15 Ländern der
Europäischen Union
und die jeweiligen Steuersätze darauf zu benennen. Die negative Wirkung
der Ökosteuer sei in allen Bereichen der Land- und Ernährungswirtschaft
zu spüren, vor allem im energieintensiven Gartenbau. Die Abgeordneten
fragen nach Ausnahmetatbeständen für den Gartenbau in den einzelnen
EU-Mitgliedstaaten und nach den Wettbewerbsunterschieden für die Gartenbauunternehmen
aufgrund dieser Steuern und Abgaben.
Sie wollen ferner wissen,
welche EU-Länder Programme zur Steigerung der Energieeffizienz im
Gartenbau unterstützen. Schließlich wird gefragt, was die Bundesregierung
unternimmt, um den Gartenbau von den hohen Kosten der Ökosteuer zu
befreien. (iwr)
01/02/00
18:13 Uhr
RWE Energie veröffentlicht
neues Preissystem für Netznutzung
Ab heute an legt RWE Energie
für ihre Netznutzung das neue Preismodell nach der neuen Verbändevereinbarung
zu Grunde. Die überarbeitete Systematik ist ab sofort im Internet
veröffentlicht. Im Rahmen der am 13. Dezember 1999 unterzeichneten
Verbändevereinbarung
waren die bislang gültigen Stromdurchleitungsentgelte überarbeitet
und die Struktur vereinfacht worden. (iwr)
15:53 Uhr
VEW Energie AG erwirbt
Anteil an der Frankfurter Strombörse
Die VEW Energie AG, Dortmund,
wird Mitgesellschafter der neugegründeten Frankfurter Energiebörse
European Energy Exchange (EEX). Nach Abschluß der Aktienübertragung
wird das Dortmunder Unternehmen einen Anteil von 2 % des Grundkapitals
halten. Die VEW Energie AG wird auch als Energiehändler an der EEX
auftreten, wenn in diesem Jahr der Börsenhandel auf Termin für
Strom beginnt. Ein Spotmarkt ist ebenfalls geplant. Das Dortmunder Energieunternehmen
ist bereits an der APX, der Amsterdam Power Exchange, der derzeit einzigen
Strombörse auf dem europäischen Festland, aktiv. Die Beteiligung
der VEW Energie AG wurde durch eine Kapitalerhöhung der EEX von 9,8
auf 20 Mio. EURO möglich. Insgesamt 52 % des Grundkapitals wurde interessierten
Unternehmen angeboten. Die verbleibenden 48 % hält die Eurex Zürich
AG. (iwr)
15:37 Uhr
versiko: Atomkraftwerke
sind bei Störfällen extrem unterversichert
Die versiko-Finanzdienstleistungen
AG, Düsseldorf, hat das hohe Risikopotenzial beim Betrieb von Atomkraftwerken
und die Deckungsvorsorge nach einem Störfall untersucht. "Das Ergebnis
ist eindeutig: Die deutsche Atomwirtschaft ist extrem unterversichert."
Dies teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
heute mit. Der BUND startet heute eine Internet-Aktion, bei der Atomgegner
virtuelle Protest-Postkarten an Bundeskanzler Schröder, Wirtschaftsminister
Müller, Umweltminister Trittin, Außenminister Fischer, Justizministerin
Däubler-Gmelin sowie die Vorstandsvorsitzenden der Atomkraftwerksbetreiber
RWE (Kuhnt), VEBA (Hartmann), VIAG (Simson) und Energiewerke Baden-Württemberg
(Goll) senden können. (iwr)
10:35 Uhr
Börsengang bis auf
weiteres verschoben
Der Aufsichtsrat der unit
energy europe AG hat in seiner Sitzung vom 27. Januar beschlossen, den
für Mitte dieses Jahres geplanten Börsengang der Gesellschaft
bis auf weiteres zu verschieben. Diese Entscheidung folge einem Wechsel
im Vorstand der unit energy europe. Bernd Weber, der bisherige Aufscihtsratvorsitzende,
hat Martin Jakubowski im Vorstand abgelöst. Die laufende 7. Kapitalerhöhung
mit einem Emissionsvolumen von 21,76 Mio. DM werde Ende Februar geschlossen.
Das gezeichnete Kapital in Höhe von 3,5 Mio. DM sei zur Eintragung
in das Handelsregister eingereicht. (iwr) |