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30.03.2012, 10:22 Uhr Bundestag beschließt Kürzung der Solarstrom-VergütungBerlin - Der Bundestag hat gestern mit den Stimmen der Regierungs-Koalition die Kürzung der Vergütungen für Solarstrom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschlossen. Bundesumweltminister Röttgen: "Wir wollen die Energiewende erfolgreich umsetzen. Das erfordert Rahmenbedingungen, mit denen wir die Zubaumenge der Photovoltaik im Sinne von Netzstabilität und Kostenbegrenzung sinnvoll steuern und gleichzeitig die erfolgreiche deutsche PV-Industrie in Deutschland und auf dem Weltmarkt weiter erhalten." Der Bundesrat wird sich erst am 11. Mai mit der EEG-Änderung befassen. Das EEG ist zwar nicht allerdings nicht zustimmungspflichtig, doch wenn dort eine Zwei-Drittel-Mehrheit gegen das Gesetzsvorhaben stimmt, wären die Beschlüsse vorerst gescheitert. Mit einer einfachen Mehrheit gegen die vom Bundestag beschlossenen Änderungen würde der Vermittlungsausschuss ins Spiel kommen, was zunächst eine weitere Verzögerung des Verfahrens bedeutet.
Die beschlossenen Änderungen im Überblick
1. VergütungshöheDie Vergütung wird zum 1. April 2012 abgesenkt und damit an die massiv gesunkenen Anlagenpreise angepasst. Die Vergütung verringert sich
2. FristenDem Vertrauensschutz soll laut Bundesumweltministerium (BMU) Rechnung getragen werden:
3. Monatliche Degression
4. Neues Marktintegrationsmodell
5. Keine VerordnungsermächtigungDie viel diskutierte und zunächst im Gesetzespaket verankerte Verordnungsermächtigung ist vom Tisch. Mit Hilfe dieser Verordnungsermächtigung sollten Möglichkeiten eröffnet werden, um bei zukünftigen Anpassungen der Vergütungshöhe flexibler und ohne Bundestag-Beteiligung zu entscheiden.
BSW: Schwarzer Tag für die EnergiewendeMassive Kritik übte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). Die zahlreichen Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) würden darauf abzielen, den zukünftigen Ausbau der Solarstrom-Nutzung in Deutschland mindestens zu halbieren. Nur der Bundesrat könne das Gesetzesvorhaben nun noch aufhalten. "Diese politische Fehlentscheidung gefährdet Deutschlands Spitzenstellung bei der Photovoltaik, die Existenz zahlreicher Solarunternehmen und vieler tausend Solarjobs. Das ist ein schwarzer Tag für die Energiewende", so Günther Cramer, Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). Die Solarbranche befürchtet eine Insolvenzwelle in der deutschen Solarbranche und den Verlust zehntausender Arbeitsplätze.
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