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09.11.2017, 15:54 Uhr

SMA und Solaredge legen Zahlen vor

Niestetal / Fremont, USA – Die Wechselrichter-Spezialisten SMA aus Deutschland und Solaredge aus den USA haben die Zahlen für das dritte Quartal 2017 vorgelegt. Die Aktien reagieren heftig, allerdings in unterschiedlicher Weise.
Beim Wechselrichter-Weltmarktführer SMA aus Niestetal bricht der Gewinn vor Steuern im laufenden Jahr deutlich ein und die Aktie fällt in den Keller. Der kalifornische Konkurrent Solaredge kann die Gewinne dagegen steigern, das freut die Aktionäre.
Umsatzeinbruch bei SMA – Gewinn halbiert
SMA hat von Januar bis September 2017 einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 55,3 Millionen Euro erwirtschaftet, das ist nur etwa halb so viel wie im selben Zeitraum des Vorjahres (Q1-3 2016: 708,8 Mio. Euro). Obwohl die verkaufte Wechselrichter-Leistung leicht von 5.700 auf 5.900 Megawatt (MW) angestiegen ist, sank der Umsatz um 16 Prozent auf 592,5 Mio. Euro (Q1-3 2016: 708,8 Mio. Euro).
Im dritten Quartal bricht der Umsatz sogar um 64 Prozent auf 221,4 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr ein (Q3 2016: 592,5 Mio. Euro). Auch der Gewinn vor Zinsen und Steuer (Ebit) geht im abgelaufenen Quartal um 40 Prozent auf 12,8 Mio. Euro zurück (Q3 2016: 21,1 Mio. Euro). Den Gewinn auf Ebitda-Ebene kann SMA aber im Zeitraum Juli bis September 2017 gegenüber dem Vorjahresquartal auf 26 Mio. Euro verdoppeln.
Gutes Asien-Geschäft kann Einbruch in Nordamerika nicht auffangen
Die Hauptursache für den Gewinnrückgang sieht SMA im schwachen Geschäft mit Zentral-Wechselrichtern für solare Großkraftwerke in Nordamerika. Auf den asiatischen Märkten ist dagegen ein Umsatzplus von 43 Prozent zu verzeichnen. Wesentliche Wachstumsimpulse gingen in der Berichtsperiode insbesondere vom Speicher- und vom Servicegeschäft aus, so SMA. „Das Geschäftsjahr ist für SMA bisher besser verlaufen als wir Anfang des Jahres erwartet hatten“, erklärt SMA Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Der Vorstand hat die Ebitda-Prognose von 85 bis 100 Mio. Euro bestätigt. Die Umsatzprognose „präzisiert“ SMA auf über 900 Mio. Euro, zuvor waren 900 bis 950 Mio. Euro erwartet worden. Urbon rechnet mit einem starken Jahresendgeschäft.
Die Aktionäre teilen den Optimismus des Vorstandes offenbar nicht. Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen gibt die Aktie von SMA um bislang rund 15 Prozent auf 35,36 Euro nach (Börse Stuttgart, Stand 15:23 Uhr).
Solaredge steigert Gewinn um 80 Prozent – Aktie haussiert
Besser läuft es dagegen für den kalifornischen SMA-Konkurrenten Solaredge. Der Umsatz des amerikanisch-israelischen Spezialisten für Photovoltaik-Wechselrichter und Moduloptimierer ist im dritten Quartal 2017 um 30 Prozent auf 166,6 Mio. US-Dollar angestiegen (Q3 2016: 128,5 Mio. US-Dollar). Den Nettogewinn hat Solaredge sogar um rund 80 Prozent auf rund 28 Mio. US-Dollar verbessern können (Q3 2016: 15,6 Mio. US-Dollar). Für das vierte Quartal 2017 peilt Solaredge nochmals eine Umsatzsteigerung auf 175 bis 185 Mio. US-Dollar an.
Man sei froh, über ein weiteres Rekord-Quartal bei Umsatz, Profitabilität und Cash Flow berichten zu können, freute sich Guy Sella, Gründer und CEO von Solaredge. Die Aktie legt im heutigen Handel bislang kräftig um 12,1 Prozent auf 31,59 Euro zu (Stand 15:23 Uhr, Börse Stuttgart).

Quelle: IWR Online

© IWR, 2017


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