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14.11.2017, 16:25 Uhr

Deutsches Photovoltaik-Institut gründet Niederlassung in Indien

Berlin/Delhi – Das Photovoltaik-Institut Berlin (PI Berlin) hat eine Tochtergesellschaft mit Sitz im indischen Delhi gegründet. Das Institut setzt auf die enormen Potenziale für Solarenergie in Indien.
Das PI Berlin bezeichnet den indischen Photovoltaik-Markt als einen der bedeutendsten Märkte weltweit. Der Bedarf nach den Dienstleistungen des PI Berlin wie Qualitätssicherung bei Bau, Planung und Betrieb von Photovoltaik(PV)-Kraftwerken sowie Labortests für Module sei besonders hoch.
Wachstums-Solarmarkt Indien bietet großes Potenzial
Die Leistungen des PI Berlin zur Qualitätssicherung von Solarkraftwerken und Photovoltaikmodulen soll die neugegründete Gesellschaft in Indien zukünftig direkt vor Ort anbieten. Die Geschäftsführung der neuen Gesellschaft übernimmt Steven Xuereb, Leiter des Geschäftsbereichs Photovoltaik-Systeme beim PI Berlin, gemeinsam mit Dr. Saurabh Kumar, der vor Ort den Vertrieb und die Kundenbetreuung koordiniert.
Kumar erläutert: „Indien ist ein junger, dynamisch wachsender Solarmarkt. Wir sehen hier großes Potenzial für das Anbieten von Dienstleistungen und Beratung rund um Planung, Bau und Betrieb von Solarkraftwerken.“ Die indische Regierung hat das Ziel von 100 Gigawatt installierter Photovoltaik-Leistung bis zum Jahr 2022 ausgerufen. „Dieses langfristige Ziel gibt den Akteuren im Markt die nötige Sicherheit, um Investitionen zu tätigen“, so Kumar.
Herausforderungen bei PV-Projekte auf dem Subkontinent
Um die Investitionen in Photovoltaik-Kraftwerke bei immer niedrigeren Vergütungspreisen zu schützen, ist die Überprüfung der Anlagenkomponenten in allen Stufen der Wertschöpfungskette entscheidend, so das PI Berlin. Fehler bei der Anlagenplanung oder der Modulproduktion, beim Transport oder bei der Installation könnten identifiziert und behoben werden. Für PV-Projekte auf dem Subkontinent, der gleichzeitig trockene Wüsten und tropische Wälder bietet, ist die Überprüfung der Komponenten und Systemauslegung aus Sicht des PI Berlins eine besondere Herausforderung.
Indien plant eigenen Standard für Solarmodule
Die meisten in Indien verwendeten Module stammen derzeit aus China. „Mit unserem Labor in Suzhou können wir Qualitätsüberprüfungen für den indischen Markt direkt im Land der Hersteller schnell und unkompliziert anbieten“, so Steven Xuereb. Die indische Regierung hat zudem angekündigt, zur Verbesserung der Modulqualität einen eigenen Standard für Module einzuführen, die in Indien verkauft werden dürfen. „Wir werden auch hier den Unternehmen bei der Überprüfung und Umsetzung großer Projekte helfen können“, so Xuereb.

Quelle: IWR Online

© IWR, 2017


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