IWRStromtarife.de TarifrechnerNewsletterNewsLinksService Kontakt
Stromtarife.de
Stromtarife.de-Home >> Strom-Meldungen >> IWR-Pressedienst >> Veranstaltungen >> Strom-Tarifrechner >> Jobs

12.04.2018, 16:21 Uhr

Bundesnetzagentur setzt auf Wettstreit zwischen Wind und Solar

Bonn - Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat heute die Zuschläge der ersten gemeinsamen Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land und Solaranlagen erteilt. Die Windenergie geht leer aus.

Mit einer neuen Spielvariante bei den EEG-Ausschreibungen wartet die Bundesnetzagentur auf. Gemäß dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sind gemeinsame Ausschreibungen mit Pilotcharakter vorgesehen, in denen Technologien in einen Wettbewerb treten.

Ergebnis der 200 MW-Ausschreibung: nur Solaranlagen punkten

Laut BNetzA wurden 32 Zuschläge für Gebote in einem Umfang von 210 Megawatt (MW) erteilt. Die Windenergie erhielt keinen Zuschlag. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert beträgt 4,67 ct/kWh. In der letzten reinen Solar-Ausschreibung lag dieser bei 4,33 ct/kWh. Der niedrigste Zuschlagswert liegt bei 3,96 ct/kWh; der höchste Zuschlagswert beträgt 5,76 ct/kWh. Von den Geboten, die einen Zuschlag erhalten haben, bezogen sich fünf in einem Umfang von 31 MW auf Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten in Bayern und drei mit einem Umfang von 17 MW in Baden-Württemberg.

Ausschreibungsvolumen überzeichnet

Die bei der BNetzA eingegangenen Gebote hatten ein Volumen von 395 MW Leistung. Damit war das Ausschreibungsvolumen von 200 MW doppelt überzeichnet. Der mengengewichtete Gebotswert betrug für Solaranlagen 4,82 ct/kWh und für Windenergieanlagen an Land 7,23 ct/kWh. Die nächste Ausschreibung für Windenergie an Land ist am 1. Mai 2018; der nächste Gebotstermin für Solaranlagen ist der 1. Juni 2018.

Neue Ausschreibungs-Variante blendet Erzeugungsstruktur regenerativer Techniken aus

Der Wettstreit zwischen Wind- und Solarstrom eröffnet eine neue politische Spielvariante bei den Ausschreibungen regenerativer Energien. Windenergie wird gegen Solarenergie ausgespielt. So droht eine Spaltung und Schwächung der regenerativen Energiewirtschaft. Neu eingeführt wurden Verteilernetzausbaugebiete als Instrument für einen Zuschlag oder Malus, während energietechnische Faktoren wie die unterschiedliche Erzeugungs-Angebotsstruktur im Tagesgang (Solar) oder die saisonale Angebotsstruktur (Wind und Solar) der regenerativen Energietechniken völlig ausgeblendet wurden.

Quelle: IWR Online

© IWR, 2018

Weitere Meldungen zu Ausschreibungen

© IWR




zurück