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13.04.2018, 08:55 Uhr

Verbände kritisieren gemeinsame Wind- und Solarausschreibung

Berlin - Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Ergebnisse der ersten gemeinsamen Ausschreibung von Windkraft an Land und Photovoltaik vorgelegt. Die Kritik der Spitzenverbände der Solarwirtschaft und der Windenergiebranche kam prompt.

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) lehnen in einer Pressemitteilung gemeinsame Ausschreibungen für Wind und Solar weiter entschieden ab.

Gemeinsame Wind- und Solarausschreibung ungeeignet

BSW-Solar und der BWE sprechen sich mit Blick auf die Ergebnisse dagegen aus, die beiden Erzeugungstechnologien in einen nicht zielgerichteten Kostenwettstreit zu verwickeln. Eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende erfordere einen kraftvollen Ausbau der Wind- und Solarkapazitäten auf Augenhöhe. Gemeinsame Ausschreibungen seien dafür ungeeignet. Bei der Auktion sind alle Zuschläge auf die Photovoltaik gefallen, die Windenergie ging leer aus.

Kein Gegeneinander von Wind- und Solarenergie

"Ein Gegeneinander der beiden wichtigsten Säulen unseres zukünftigen Energiesystems ist ineffizient und nicht zielführend. Stattdessen brauchen wir einen intelligenten Mix der beiden Technologien, da dieser Lastspitzen abfedert, zu einer Vergleichmäßigung der Netzauslastung beiträgt und die Systemdienlichkeit insgesamt erhöht“, betont BWE-Präsident Hermann Albers. Auch Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, lehnt trotz des Solarerfolgs gemeinsame Ausschreibungen ab. Körnig:"Wir freuen uns für die vielen Solargewinner, betrachten das Experiment aber dennoch als gescheitert. Die Auktionsergebnisse belegen das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis neuer Solarkraftwerke, nicht aber die Eignung gemeinsamer Ausschreibungen. Erfolgreicher Klimaschutz braucht ein Miteinander und kein Gegeneinander von Solar- und Windenergie sowie verlässliche und ambitionierte Ausbaupfade für beide Technologien.“

Quelle: IWR Online

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