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Im Brennpunkt
| Verkauf
der E.ON-Anteile an der BEWAG
IWR-Meldungen zum aktuellen Brennpunktthema, die laufend ergänzt werden: |
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| 20.09.2000 |
Bewag-Übernahme: Senat
gegen HEW-Vorschlag Nach dem Modell der HEW, das der Senatssprecher nach BZ-Angaben bestätigte, hätte der Senat zusammen mit den Arbeitnehmervertretern im 20-köpfigen Aufsichtsrat einen starken Einfluss auf die Bewag. Auch der bisherige Bewag-Hauptanteilseigner Southern Energy, der sich ebenfalls gegen die Bewag-Übernahme durch die HEW wehrt, sollte nach dem Vorschlag als Minderheitseigner in einer späteren Holding weiter Rechte an Kraftwerken halten, teilte die BZ weiter mit. Ein HEW-Sprecher wird mit der Aussage zitiert: "Wir haben konstruktive Vorschläge gemacht, über die wir mit dem Senat im Gespräch sind." Der Sprecher des Berliner Wirtschaftssenats habe ohne Einzelheiten zu nennen, gesagt, das Angebot "sei nicht ausreichend". Im Finanzsenat habe es geheißen, man werde weiter darauf drängen, dass die Bewag in einem künftigen Konzern "unternehmerisch aktiv" sein könne. |
| 08.09.2000 |
Bieterverfahren für Veag
eröffnet |
| 25.08.2000 | Bewag
fordert sachgerechte Lösung für Energiewirtschaft im Osten Deutschlands Stellungnahme des Vorstandsvorsitzenden der Bewag, Prof. Dr. Dietmar Winje, zur Entscheidung des Landgerichts Berlin: "1. In der Frage des Verkaufs der Bewag-Anteile haben wir immer eine wettbewerbsfördende Sachlösung angestrebt, die die Interessen des Landes Berlin, unserer Kunden, unserer Mitarbeiter und aller Anteilseigner berücksichtigt. Diese Lösung sollte marktwirtschaftlich orientiert sein und die Bildung einer ¨Neuen Kraft¨ in der Energiewirtschaft im Osten Deutschlands ermöglichen. Die Wettbewerbsintensität des Strommarktes in Deutschland hängt wesentlich davon ab, ob auch die Kunden in Berlin und im Osten Deutschlands von einem ernstzunehmenden und integrierten Unternehmen vor Ort beliefert werden können. Alles andere, zum Beispiel die Reduzierung auf reine Verteilerfunktionen ohne eigenständige Stromproduktion und eigenen Marktzugang hätte schwerwiegende Folgen für die beteiligten Unternehmen, die wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung in diesen Regionen. Die Bewag hat deshalb bereits vor Monaten eine Strategie entwickelt, im Osten Deutschlands unter Einbeziehung von VEAG, Laubag sowie gegebenenfalls Mibrag und Envia einen großen, wettbewerbsfähigen und zukunftsorientierten Energie-Dienstleister aufzubauen, ein Unternehmen von europäischem Format, mit der notwendigen Finanzkraft und großer internationaler Perspektive. Daran halten wir fest. Nur hohe Wettbewerbsfähigkeit und der Zugang zu den Märkten schützt dauerhaft vor weiterem Arbeitsplatzabbau in Berlin und in den neuen Bundesländern. Wir wollen keine verlängerte Werkbank in Berlin und im Osten Deutschlands, sondern eine ostdeutsche ¨Neue Kraft¨ mit Primärenergiegewinnung, Erzeugung, Transport, Handel und Vertrieb - also ein Unternehmen mit allen Wertschöpfungsstufen. Wir wollen in einem leistungsfähigen Unternehmen mit eigenem und freiem Zugang zu den Märkten Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen. Zum Nutzen unserer Kunden verbindet unser Konzept Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit. Die Bewag besitzt umweltpolitisch bereits jetzt eine Spitzenposition, da wir in großem Umfang auf Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) setzen. Die ostdeutschen VEAG-Kraftwerke gehören zu den modernsten und saubersten der Welt. Gemeinsam können wir die Qualität, die Wirtschaftlichkeit und die Innovationsstärke an unsere Kunden weitergeben. Unser Konzept ist die richtige Antwort auf Forderungen nach mehr Wettbewerb im Energiemarkt. Wir stärken die Wirtschaftskraft von Berlin und den neuen Bundesländern, wir legen keine umweltfreundlichen KWK-Kraftwerke still, wir schaffen interessante und zukunftsorientierte Arbeitsplätze. Wir fördern zukunftsorientierte Neuansiedlungen und werten den Berliner und ostdeutschen Energiemarkt nicht zu einem reinen Absatzmarkt ab. Unser Integrationskonzept ist die beste Möglichkeit für eine notwendige, unabhängige neue Kraft im Osten Deutschlands. 2. Wir benötigen eine schnelle Lösung. Schon im Interesse unserer Kunden, Mitarbeiter und Anteilseigner dürfen wir keine Zeit verlieren. Schließlich steht auch die Lösung des VEAG-Problems unter einem nicht unerheblichen Zeitdruck. Jetzt sollten alle an der Weiterentwicklung der ostdeutschen Energiewirtschaft interessierten Unternehmen an den Verhandlungstisch, um eine Lösung zu erarbeiten und die Neue Kraft¨ zu formen. Der Vorstand der Bewag wird alles daran setzen, um zu einer zukunftsorientierten Lösung zu kommen." |
| 24.08.2000 |
Weiterhin Schwebezustand
bei BEWAG 11:53 Uhr |
| 21.08.2000 | 17:43
Uhr E.ON Energie begrüßt Gesprächsbereitschaft der Southern Energy E.ON Energie begrüßt das heute bekannt gewordene Gesprächsangebot von Southern Energy. Von Seiten E.ON Energie bestehe seit langem ein permanentes Gesprächsangebot an SEI, so E.ON. Wie der Vorstandsvorsitzende von E.ON Energie, Dr. Hans-Dieter Harig, betonte, habe er dieses zuletzt in einem persönlichen Gespräch mit Barney Rush, AR-Vorsitzender der BEWAG, vor einer Woche erneuert. Zum Mittel der gerichtlichen Auseinandersetzung habe SEI und nicht E.ON Energie gegriffen. E.ON Energie habe auch nie versucht, ihren Geschäftspartner SEI aus der BEWAG-Beteiligung herauszudrängen. (iwr) |
| 18.08.2000 | 09:04
Uhr E.ON Energie legt gegen einstweilige Verfügung von Southern Energy Widerspruch ein E.ON Energie sieht die einstweilige Verfügung von Southern Energy im Zusammenhang mit der geplanten Abgabe der E.ON Energie-Beteiligung an der BEWAG sehr gelassen. Das amerikanische Unternehmen hatte eine einstweilige Verfügung gegen den in der vergangenen Woche von E.ON Energie unterzeichneten Vertrag erwirkt. Diese solle den Vollzug des Tauschvertrags mit den Hamburgischen Electricitäts-Werken (HEW) aufhalten. E.ON Energie werde unverzüglich Widerspruch gegen die Verfügung einlegen und habe keinen Zweifel daran, dass der Widerstand von Southern Energy gegen den Aktientausch erfolglos bleiben werde, teilte E.ON mit. Der Konsortialvertrag zwischen E.ON Energie und Southern Energy gestatte ausdrücklich jedem Partner, seine Anteile ohne Zustimmung des jeweils anderen Partners frei zu veräußern. Der Vorstandsvorsitzende von E.ON Energie, Dr. Hans-Dieter Harig, gab sich zuversichtlich, dass das gegenwärtige Verfahren keine Verzögerung bedeute, da der geplante Tauschvertrag ohnehin nicht vor dem Jahr 2001 vollzogen werden solle. Auch Southern Energy werde erkennen müssen, dass eine Kooperation mit HEW ein geeigneterer Weg zur unternehmerischen Entwicklung der BEWAG sei als eine Konfrontation auf gerichtlichem Wege. Gegenwärtig befänden sich E.ON Energie und HEW mit dem Land Berlin im Gespräch. Hierbei gehe es vor allem darum, den Senat davon zu überzeugen, dass HEW als Nachfolger von E.ON Energie im Vertragswerk mit dem Land Berlin die darin festgeschriebenen Verpflichtungen ebenso erfüllen könne. Harig wies darauf hin, dass unter den geänderten energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen HEW sogar eher in der Lage sei, dies zu leisten. Er bezog sich insbesondere auf die Möglichkeit eines gemeinsamen Erwerbs von VEAG/LAUBAG durch HEW und BEWAG sowie auf die damit verbundene Möglichkeit zum Aufbau einer starken vierten Kraft in der deutschen Energielandschaft. Hinsichtlich der von Seiten des Senats veröffentlichten Beurteilung des Spitzengesprächs zwischen E.ON, HEW und dem Berliner Finanzsenator äußerte Harig, dass er es sehr bedauern würde, wenn die Entscheidung um die Veräußerung der BEWAG-Anteile letztlich von Gerichten getroffen würde. Denn selbst wenn die rechtliche Position des Senats formal bestätigt würde, wäre dies mit Sicherheit nicht im Interesse der Bewag und des Landes Berlin, so E.ON weiter. (iwr) |
| 16.08.2000 |
17:00 Uhr Schlacht um die BEWAG BERLIN |
| 14.08.2000 | 16:05
Uhr E.ON kann Anteile an der Bewag vorerst nicht veräußern Nach einem Bericht der Berliner Zeitung ist die Übernahme des Berliner Energieversorgers Bewag durch die Hamburger HEW vorläufig gestoppt worden. Heute habe die Berliner Finanzverwaltung mitgeteilt, dass das Landgericht Berlin in einer einstweiligen Verfügung der E.ON Energie AG untersagt habe, die Aktien ohne Zustimmung des Landes zu veräußern. E.ON habe sein Aktienpaket von 49 Prozent (52,2 Prozent der Simmnrechte) überraschend zum 1. Januar 2001 an den Hamburger Energieversorger HEW verkauft. Der Schritt sei beim Konsortialpartner Southern Energy und dem Land Berlin auf Widerstand gestoßen. 15:37 Uhr Southern sei an der Bewag mit 26 Prozent beteiligt. Nach Darstellung von Harlan ist mit dem Erwerb dieses Pakets vereinbart worden, dass Anteile an der Berliner Gesellschaft nur mit Zustimmung der Amerikaner veräußert werden dürfen. "Wir werden unsere Rechte mit allen Mitteln verteidigen", so der US-Manager. Beim Energiekonzern Eon, der 49 Prozent seiner Bewag-Anteile an die HEW abtreten wolle, werde das anders gesehen. Sprecherin Petra Uhlmann zur WELT: "Unsere Juristen haben das gründlich geprüft." Bei einem Verkauf des Bewag-Pakets würde es keine rechtlichen Hindernisse geben. Vorbehalte gegen den Deal gibt es offenkundig auch beim Berliner Senat, der sich bei der Privatisierung der Bewag im September 1997 bestimmte Rechte vorbehalten hatte, so die WELT weiter. "Die Bewag muss ein wettbewerbsfähiger Energieproduzent bleiben und darf nicht zur Verkaufsagentur für auswärtigen Strom werden", hat Finanzsenator Peter Kurth (CDU) betont. HEW-Vorstandschef Manfred Timm setze noch auf eine gütliche Lösung mit den Amerikanern. "Ich hoffe, dass sich Southern kooperativ zeigt." Gemeinsam sei eine Übernahme von den ostdeutschen Energieunternehmen Veag, Laubag und Envia leichter zu bewältigen, so Timm. 13:27 Uhr Der dramatische Wettbewerb im liberalisierten Strommarkt habe die Energiebranche schwer durchgeschüttelt, so HEW weiter. Der Wettbewerb werde künftig auf europäischer Ebene ausgetragen. Eine Folge seien die großen Fusionen in der letzten Zeit. Um im europäischen Wettbewerb zu bestehen, setze HEW eine entschlossene Überlebensstrategie um. Als "Vierte Kraft" werde HEW für diese gewaltigen Herausforderungen mit optimalem Kraftwerkspark und marktorientierten Strukturen bestens gerüstet sein. (iwr) |
| 10.08.2000 | 14:25
Uhr Bewag verfolgt Unternehmensziele konsequent weiter Die Bewag hat gestern von dem zwischen der E.ON Energie AG und der HEW Hamburgische Electricitätswerke AG geplanten Aktientausch von Bewag-Anteilen erfahren. Das Unternehmen ist in den Entscheidungs- und Genehmigungsprozess von Anteilsveränderungen nicht involviert. Dies teilte Reinhard Heitzmann, Sprecher des Berliner Unternehmens, soeben mit. Der Vorstand der Bewag betont, dass das Unternehmen konsequent seine Ziele weiter verfolgen werde. Die Bewag solle als eigenständiger Energiedienstleister europäischer Dimension im Markt bestehen. Unabhängig von künftigen Anteilsstrukturen erfüllten Unternehmensleitung und Mitarbeiter weiter die an sie gestellten Erwartungen; die erfolgreiche Positionierung der Bewag im Wettbewerb sowie die zuverlässige Versorgung der Kunden mit Strom und Wärme. Der Vorstand der Bewag sei sich in dieser besonderen Situation des Unternehmens seiner Verantwortung bewusst, neben den Interessen der Aktionäre, die der Kunden, der Mitarbeiter und der Gesellschaft zu wahren. Die rund zwei Millionen Kunden in Berlin und eine Vielzahl von Großkunden in ganz Deutschland würden auch in Zukunft von der Kunden- und Umweltorientierung, dem Service und der Innovationskraft der Bewag profitieren. Die Versorgung aller Bewag-Kunden mit preiswerter und umweltschonender Energie bleibe gewährleistet. Ein besonderes Augenmerk gelte den Mitarbeitern. Die Unternehmensleitung werde gemeinsam mit den Gremien der Mitbestimmung alle Kräfte bündeln, um die nach sozialverträglich durchgeführtem Personalabbau verbleibenden Arbeitsplätze bei der Bewag langfristig sicher zu gestalten. Die Bewag werde ihre Aktivitäten fortsetzen, um frei werdende Anteile an VEAG Vereinigte Energiewerke AG und Laubag zu erwerben und gemeinsam mit diesen Unternehmen eine „Neue Kraft¨ im deutschen Energiemarkt zu schaffen. Der Vorstand der Bewag erwarte von den zuständigen Gremien und Behörden eine schnelle Klärung der Situation. (iwr) 08:51 Uhr Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsgremien und der kartellrechtlichen Freigabe. Bei HEIN GAS bestünden Vorkaufsrechte der Mitgesellschafter. Der Vollzug der Transaktion werde für Anfang 2001 erwartet. E.ON Energie sei mit 15,4 Prozent des Kapitals an HEW beteiligt. Über die Abgabe dieser Beteiligung fänden zur Zeit Verhandlungen mit dem schwedischen Energieversorger Vattenfall statt, die kurz vor dem Abschluss stünden. E.ON-Vorstandsvorsitzender Ulrich Hartmann: "Für die im Fusions-kontrollverfahren zugesagte Abgabe der BEWAG-Beteiligung haben wir zügig eine optimale Lösung gefunden. Mit der kräftigen Auf-stockung der Sydkraft-Beteiligung baut E.ON Energie die strategische Position auf dem interessanten skandinavischen Energiemarkt weiter aus. Zudem stärkt der Ausbau des Engagements bei HEIN GAS die Gasaktivitäten von E.ON Energie in Norddeutschland." (iwr) |