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13.07.2012, 10:00 Uhr

Netzausbau – Konsultationen sind abgeschlossen

Berlin - Ende Mai haben die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) ihren Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom vorgelegt. Bis zum 10. Juli bestand im Rahmen des Konsultationsverfahrens danach die Möglichkeit, Statements und Beiträge abzugeben. Nach Angaben der vier ÜNB sind bis zum Ablauf der Frist insgesamt über 1.500 Stellungnahmen eingegangen, viele davon noch in den letzten Tagen. Die Stellungnahmen aus der Konsultation fließen in den Netzentwicklungsplan ein. Ziel ist es, ein Ergebnis zu erreichen, das von einem breiten Konsens getragen wird. Nach Angaben der ÜNB ging es in vielen Beiträgen neben Fragen nach Trassenverläufen neuer Leitungen und zu einzelnen Maßnahmen um die konkrete Entwicklung der erneuerbaren Energien, um dezentrale Erzeugung und Speichertechnologie sowie deren Auswirkung auf den Netzausbau. In weiteren Stellungnahmen standen elektrische und magnetische Felder sowie der Einsatz von Gleichstrom und Erdkabeln im Fokus.

Überarbeitung des Netzentwicklungsplanes bis Mitte August

Die Beiträge aus den Konsultationen fließen in den zweiten Entwurf zum Netzentwicklungsplan 2012 ein. In der zweiten Augusthälfte soll der überarbeitete Entwurf an die Bundesnetzagentur übergeben werden. Nach deren Bestätigung soll der Netzentwicklungsplan verbindliche und solide Basis für den Bundesbedarfsplan sein.

Kritik am vorgelegten Entwurf des Netzentwicklungsplans

Nach Veröffentlichung des Netzentwicklungsplans hatte es in den vergangenen Wochen Kritik von verschiedenen Seiten an dem Entwurf der ÜNB gegeben. So hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Netzbetreibern vorgeworfen, bei ihren Planungen zum Netzausbau von einer viel zu hohen künftigen Strommenge aus Kohlekraftwerken auszugehen. Mit diesen Zahlen würden sich die Netzbetreiber weit von der gesetzlichen Vorgabe entfernen, die Netzausbauplanung nach den energiepolitischen Zielen der Bundesregierung auszurichten, so der BUND. Die Bundesnetzagentur war nach einem Bericht der Financial Times Deutschland zudem zu dem Ergebnis gekommen, dass die von den ÜNB angesetzten Netzausbaukosten im Rahmen der Energiewende zu hoch sind. Grund seien Kostenpositionen, die ohnehin angefallen wären. Den Berechnungen der Bundesnetzagentur zufolge liegen die jährlichen Kosten bis zum Jahr 2020 daher nicht bei den von den ÜNB angenommenen 2 Mrd. Euro, sondern bei 1,2 Mrd. Euro.

Netzausbau bedeutet nicht Planung neuer Trassen

In den Medien wird das Thema Netzausbau im Zuge der Energiewende oftmals automatisch gleichgesetzt mit der Planung von neuen Trassen. Viele Netz-Neubauten werden allerdings in bereits bestehenden Stromtrassen vorgenommen. Letztendlich handelt es sich daher vielfach nur um den Ausbau einer bestehenden Trasse, so dass anschließend größere Strommengen transportiert werden können, ein Neubau von Trassen ist dagegen nicht notwendig.

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