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22.02.2016, 09:42 Uhr

Verband fordert zügige Markteinführung von Wasserstoff

Berlin - Wasserstoff, der aus regenerativen Energien gewonnen wird, ist das ideale Bindeglied zwischen Strom- und Mobilitätssektor. Deshalb sollte die Markteinführung von "grünem" Wasserstoff zügig erfolgen. Einige Hindernisse müssen aber noch aus dem Weg geräumt werden.

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV) hatte zu Wirtschaftsgesprächen über die Nutzung von regenerativ erzeugtem Wasserstoff in die niederländische Botschaft in Berlin eingeladen.

Gesetzliche Rahmenbedingungen sollen angepasst werden

Mehr als 50 Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft diskutierten auf dem Wirtschaftstreffen vor allem darüber, wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen für strombasierte Kraftstoffe zügig so angepasst werden können, dass aus der Verwendung des „grünen“ Wasserstoffs in Raffinerien kurzfristig ein Geschäftsmodell werden kann. Nur so kann nach Ansicht des DWV die nötige Infrastruktur für den langfristigen Ausbau der Infrastruktur für CO2-freie Mobilität mit Brennstoffzellenfahrzeugen möglich werden.

Deutsche Politik unkonkret - Niederlande setzen auf Elektromobilität

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks machte deutlich, dass Biokraftstoffe auch langfristig nur einen begrenzten Anteil zur Emissionsverminderung leisten können. Flüssige oder gasförmige Kraftstoffe auf Basis solchen Stroms („Power-to-liquid“ oder „Power-to-gas“) würden perspektivisch die notwendigen Senkungen ermöglichen, blieb aber ansonsten eher unkonkret.

Warum die Niederlande die Rolle des Gastgebers übernommen hatte, machte die Botschafterin Monique von Daalen deutlich. Bei der Verfolgung der Ziele für die Verminderung der Treibhausgas-Emissionen würde in den Niederlanden die Elektromobilität eine besondere Rolle spielen. Aber auch die Flexibilisierung des Energiesystems sei mit Wasserstoff möglich.

DWV fordert die Berücksichtigung von Elektrolyse und Wasserstoff als Netzkomponente im Regelwerk

Die Berücksichtigung von Wasserstoff ist nach Ansicht des DWV ganz besonders im mobilen Bereich wichtig. Nach Angaben des Umweltbundesamtes wurden 2014 in Deutschland 4,1 % weniger Treibhausgase emittiert als im Vorjahr, im Verkehr dagegen 1,2 % mehr. Dieser Trend müsse gedreht werden, wenn die Energiewende nicht scheitern soll. Der Bundestag habe am 9. Oktober 2014 eine Verordnungsermächtigung zum BImSchG (§37dBImSchG) für strombasierte Kraftstoffe erlassen. Nur habe die Bundesregierung bisher in diesem Sinne keinen Gebrauch davon gemacht, kritisiert der DWV.

Quelle: IWR Online

© IWR, 2016

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