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08.03.2018, 08:27 Uhr

Ballard Power liefert für größten Brennstoffzellen-Bus Auftrag in Europa

Koningshooikt - Van Hool, belgischer Hersteller von Linienbussen, Reisebussen und Nutzfahrzeugen, hat einen Großauftrag zur Lieferung von Brennstoffzellen-Bussen aus Deutschland erhalten. Zum Einsatz kommen Ballard Power Brennstoffzellen und Elektromotoren von Siemens.

Es ist der größte Auftrag für wasserstoffbetriebene Busse, der je in Europa vergeben wurde: die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) erhalten 30 und die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) 10 neue Brennstoffzellen-Busse.

Größter Brennstoffzellen-Auftrag für Busse mit Signalwirkung

Die bestellten 40 Wasserstoffbusse sind vom Typ Van Hool A330. Sie sind zweiachsig und rund zwölf Meter lang. Die Fahrzeuge werden mit neuartigen FCvelocity-HD85 Brennstoffzell-Modulen der Firma Ballard Power Systems aus Vancouver (Kanada) ausgestattet sowie mit einem Siemens PEM-Elektromotor, der eine Leistung von 210 kW (rund 285 PS) erzeugt. Jeder Bus verfügt über 29 Sitzplätze sowie 46 (Köln) bzw. 49 (Wuppertal) Stehplätze und bietet Platz für zwei Rollstuhlfahrer und einen Kinderwagen. Die hochmodernen Brennstoffzellen-Fahrzeuge werden von Van Hool am belgischen Produktionsstandort Koningshooikt gebaut, die ersten Busse sollen Anfang 2019 ausgeliefert werden.

Brennstoffzellen-Busse: Umweltfreundlich mit hoher Reichweite

Die Brennstoffzellen-Busse können mit 38,2 kg Wasserstoff betankt werden und verfügen damit über eine Reichweite von rund 350 km. Technisch möglich wird das auch dank der Rückgewinnung der Bremsenergie, die den Wasserstoffverbrauch auf rund 8 kg/100 km begrenzt. Ulrich Jaeger, Geschäftsführer der WSW mobil GmbH: „Da Elektrobusse in unserem öffentlichen Nahverkehrsnetz nicht die nötige Reichweite haben, freuen wir uns, dass wir mit der Brennstoffzelle ein umweltfreundliches Antriebssystem in Wuppertal einsetzen können. Und da wir auch den Wasserstoff umweltschonend produzieren, ist unser Projekt ein One-Stop-Shop.“

Förderung durch BMVI und EU-Initiative

Gefördert wird die Beschaffung der neuen Fahrzeuge im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Deutschland und finanziert durch „Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking“ (FCH JU), der europäischen privat-öffentlichen Partnerschaft zur schnelleren Markteinführung von Brennstoffzellen und Wasserstofftechnologie im Rahmen des EU-Programms Horizon 2020.

Über Brennstoffzellen-Busse von Van Hool

Van Hool produziert bereits seit 2005 Brennstoffzellen-Busse für den amerikanischen Markt, seit 2007 für den europäischen Markt. In diesem Zeitraum hat das Unternehmen insgesamt 53 dieser Busse gebaut, davon 21 für nordamerikanische und 32 für europäische Kunden. Hinzu kommen acht weitere wasserstoffbetriebene Fahrzeuge, sogenannte „Trambusse“, die Van Hool derzeit für die Stadt Pau in Frankreich baut und die in der zweiten Jahreshälfte 2019 ausgeliefert werden sollen.

Quelle: IWR Online

© IWR, 2018

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