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20.02.2019, 17:15 Uhr

Weltec Biopower startet britisches Großprojekt

Vechta – Der Biogas-Spezialist Weltec Biopower hat in Großbritannien mit dem Bau einer Biomethananlage begonnen. Es handelt sich um eine der größten Energieanlagen in der Unternehmensgeschichte.

Aufgrund des Brexits und der Klimaschutzziele steigen in Großbritannien mit Blick auf den Brexit die Anforderungen an den Energiemix. Eine wichtige Rolle kann nach Einschätzung von Weltec Biopower nachhaltig Biomethan übernehmen.

Biomethan aus Abfallstoffen versorgt 9.600 Haushalte mit Energie

Der deutsche Biogasanlagenhersteller Weltec Biopower hat in Pontefract, in der englischen Grafschaft West Yorkshire, mit dem Bau einer Biomethananlage begonnen. Auftraggeber und Betreiber ist Lanes Farm Energy, an der der Projektentwickler Aqua Consultants beteiligt ist. Das Waste-to-Energy-Projekt ist eine der größten Energieanlagen, die Weltec Biopower in seiner 18-jährigen Unternehmensgeschichte errichtet hat. Die Anlage wird Ende 2019 in Betrieb gehen und jährlich rund 7,3 Millionen Kubikmeter Biomethan in das britische Gasverteilungsnetz einspeisen. Mit der Menge des umweltfreundlichen Erdgasäquivalents können rund 9.600 Haushalte nachhaltig mit Energie versorgt werden.

Um das Biogas zu Biomethan zu konditionieren, hat sich Weltec für eine Membranaufbereitung entschieden. In einem mehrstufigen Separationsprozess wird das Rohbiogas dort effizient und ohne Methanschlupf veredelt. Ab Dezember 2019 entstehen so stündlich etwa 850 Normkubikmeter einspeisefähiges Biomethan. Der neben Biomethan entstehende Gärrest wird nach Hygienisierung als hochwertiger Dünger verwendet. Die Hygienisierungseinheit ist mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Für die weitere Energiebereitstellung hat Weltec in Pontefract ein 500-Kilowatt Blockheizkraftwerk integriert. Mit der Netzeinspeisung der überschüssigen Wärme- und Strommengen aus dem BHKW wird der Betreiber weitere Einnahmen erzielen.

Biomethananlagen wichtig im britischen Energiemix

Zur Nachhaltigkeit des Projekts tragen maßgeblich die Inputstoffe bei. Über die Hälfte der 80.000 Tonnen Substrate sind Lebensmittelreste. Hinzu kommen noch Rinder- und Hühnermist sowie Gras- und Grünroggensilage. Nicht zuletzt wegen der konsequenten Reststoffverwertung hält der britische Biogasverbandes ADBA Biomethanprojekte für ökologisch und ökonomisch wegweisend, so Weltec. Laut ADBA könnte durch anaerobe Vergärung von Lebensmittelabfällen zukünftig ein Drittel des Gas- oder Strombedarfs im Vereinigten Königreich gedeckt werden. Daher spielen Biomethananlagen wie die von Lanes Farm Energy eine immer größer werdende Rolle im britischen Energiemix.

„Großbritannien muss seinen Energiemix neu ausbalancieren, um die Energiesicherheit nach dem Brexit zu erhöhen und um die CO2-Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Nachhaltiges Biomethan aus organischen Abfällen ist ein wichtiges Stück dieses Energiepuzzles“, so Dr. Kevin Monson, Vertriebsmanager bei Weltec UK.

Quelle: IWR Online

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