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02.12.2019, 16:34 Uhr

Strompreise an der Börse bis zu 28 Prozent niedriger als vor einem Jahr

Münster - Der Preis für Grundlaststrom am Spotmarkt hat sich im November 2019 im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland deutlich verbilligt. Auch Spitzenlaststrom ist günstiger als im Vorjahr. Am Terminmarkt sinken die Preise im Jahresvergleich ebenfalls.

Die Börsenstrompreise in Deutschland und den Nachbarländern Frankreich, Schweiz und Österreich haben im November 2019 am Spotmarkt (Grund- und Spitzenlast) im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2018 stark nachgegeben. Im Ländervergleich ist der Großhandels-Strom in Deutschland am günstigen. Am Terminmarkt, an dem Großabnehmer schon heute Stromkontrakte für die Lieferung in den Folgejahren abschließen können, geben die Preise im November 2019 mit einem Rückgang um über 10 Prozent zwar auch nach, allerdings nicht so stark wie am Spotmarkt.

Spotmarkt: Grundlaststrom in Deutschland am günstigsten

Der mittlere Strompreis zur kurzfristigen Lieferung von Grundlaststrom in Deutschland (Spotmarkt = Day-Ahead-Handel) liegt im November 2019 an der Strombörse Epex Spot bei 4,10 Cent pro Kilowattstunde (Cent / kWh). Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2018 ist Strom in Deutschland an der Börse damit um satte 28 Prozent günstiger (November 2018: 5,67 Cent/kWh).

Eine ähnliche Entwicklung ist auch in den Nachbarländern zu beobachten. In Frankreich kostet Grundlaststrom 4,59 Cent/kWh und damit 32 Prozent weniger als im November 2018 (6,78 Cent/kWh). In der Schweiz ist Grundlaststrom mit 4,59 Cent/kWh rd. 30 Prozent günstiger als vor einem Jahr, in Österreich mit 4,27 Cent/kWh 31 Prozent.

Im Vergleich zu den Nachbarländern ist der Strom am Spotmarkt der Strombörse im November 2019 in Deutschland am günstigsten.

Deutlicher Preisrückgang im Jahresvergleich am Spotmarkt auch beim Spitzenlaststrom

Spitzenlaststrom ist im November 2019 am Day-Ahead-Markt in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 4,71 Cent / kWh rd. 27 Prozent günstiger. Damit ist auch Spitzenlaststrom in Deutschland gegenüber den Nachbarländern Frankreich (5,18 Cent/kWh; -33 Prozent), Schweiz (5,09 Cent/kWh, -29 Prozent) und Österreich (4,91 Cent / kWh, -30 Prozent) am billigsten.

Terminmarkt: Grundlaststrom für 2023 so günstige wie 2007 für das Folgejahr 2008

Der Strompreis am Terminmarkt für die Lieferung von Grundlaststrom im Folgejahr (Jahresfuture) 2020 notiert mit 4,60 Cent/kWh im November um 11 Prozent unter dem Vorjahresniveau (November 2018: 5,16 Cent/kWh).

An der Strombörse werden schon heute nicht nur Stromkontrakte für das nächste Jahr 2020, sondern auch für die Jahre 2021 bis 2023 gehandelt. Für das Lieferjahr 2023, das erste Jahr nach der kompletten Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke, liegt der aktuelle Preis für Grundlaststrom bei 5,05 Cent / kWh. Damit ist der Strom für das Jahr 2023 aktuell in etwa so teuer wie im Februar 2007 für das Lieferjahr 2008.

Über den Termin- und Spotmarkt an der Strombörse

Am Spotmarkt der Strombörse werden kurzfristige Stromkontingente gehandelt (selbiger Tag = Intraday, für den nächsten Tag = Day-Ahead). Am Terminmarkt werden dagegen längerfristige Stromeinkäufe getätigt. Stromhändler und Großabnehmer können dort Strom zur Lieferung in den nächsten Jahren einkaufen. Die Preise am Spotmarkt sind entscheidend für die Strommarkterlöse des grau-neutralisierten EEG-Grünstroms und die Höhe der EEG-Umlage.

Quelle: IWR Online

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