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24.03.2020, 13:06 Uhr

Nordex-Aktie geht nach Zahlen durch die Decke

Hamburg - Nordex hat die Geschäftszahlen für das Jahr 2019 veröffentlicht und die vorläufigen Geschäftszahlen bestätigt. Der Ausblick für 2020 ist optimistisch, beinhaltet aber Unsicherheiten durch die Corona-Krise. Die Aktie geht durch die Decke.

Der im regenerativen Aktienindex RENIXX World notierte Hersteller von Windenergieanlagen Nordex hat die Geschäftszahlen für 2019 vorgelegt. Der Umsatz hat um etwa ein Drittel zugelegt, auch das EBITDA hat sich deutlich verbessert. Für 2020 erwartet Nordex angesichts einer gut gefüllten Auftragspipeline einen deutlichen Umsatzanstieg und weitere Ergebnisverbesserung. Noch nicht abschätzen lassen sich allerdings die Auswirkungen, die sich durch die Corona-Krise für den Geschäftsverlauf noch ergeben könnten.

Umsatz klettert 2019 um 33,6 Prozent, EBITDA um 22 Prozent verbessert

Mit dem heute (24.03.2020) vorgelegtem Jahresabschluss bestätigt die Nordex Group die am 9. März 2020 veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse. Der Konzernumsatz erhöhte sich deutlich um 33,6 Prozent auf 3,28 Milliarden Euro (Mrd. Euro) (2018: 2,46 Mrd. Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) hat sich um 22 Prozent auf 123,8 Mio. Euro verbessert (2018: 101,7 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge lag bei 3,8 Prozent (2018: 4,1 Prozent). Die Working-Capital-Quote verbesserte sich deutlich von minus 3,8 Prozent im Vorjahr auf minus 9,1 Prozent Ende 2019. Die Investitionen erhöhten sich wie erwartet auf 172,5 Millionen Euro (Mio. Euro) (2018: 112,9 Mio. Euro). Infolgedessen belief sich der Free Cashflow auf minus 126,0 Mio. Euro (2018: 44,0 Mio. Euro). Am Jahresende verfügte die Nordex Group über eine Liquidität von 510,0 Mio. Euro, die nach wie vor auf einem guten Niveau liegt (31. Dezember 2018: 610,0 Mio. Euro). Die Nettoverschuldung belief sich auf 84,0 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 32,5 Mio. Euro).

Umsatz könnte 2020 bis auf fast 5 Mrd. Euro steigen

Für die Entwicklung im Jahr 2020 ist Nordex grundsätzlich optimistisch. Das Jahr konnte mit einem gut gefüllten Auftragsbuch für neue Windenergieanlagen in Höhe von 5,5 Mrd. Euro begonnen werden, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 43 Prozent entspricht (2018: 3,9 Mrd. Euro). Nordex erwartet daher erneut einen deutlichen Anstieg beim Umsatz und ein weiter ansteigendes operatives Ergebnis.

Angesichts der Corona-Krise ist die Geschäftsentwicklung 2020 allerdings auch mit großen Unsicherheiten verbunden. Diese resultieren vor allem aus den Maßnahmen, die zur Eindämmung der Verbreitung des Virus in vielen Ländern eingeleitet wurden und gegebenenfalls noch kommen werden sowie der Ausbreitung der Krankheit selbst, so Nordex.

Nach aktuellem Stand erwartet Nordex für das laufende Geschäftsjahr einen Konzernumsatz von 4,2 bis 4,8 Mrd. Euro, wobei die Umsätze in der zweiten Hälfte des Jahres über denen der ersten Jahreshälfte liegen werden. Beim EBITDA geht Nordex von einer Bandbreite von 160 bis 240 Mio. Euro aus. Diese Prognose basiert auf der Erwartung von Nordex, trotz der derzeitigen und etwaiger künftiger Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise seinen hohen Auftragsbestand effizient und ohne wesentliche Unterbrechungen abarbeiten zu können. Sollte es in der Folge der Pandemie jedoch zu wesentlichen Störungen kommen, könnte eine Korrektur erforderlich sein, so der Windturbinenhersteller.

Nordex mit 400 MW-Auftrag - Aktie zündet den Turbo

Die Nordex-Aktie musste in den letzten Wochen im Zuge der Corona-Krise schwere Verluste hinnehmen. Seit Jahresanfang 2020 hatte sich der Kurs bis zum gestrigen Handelstag (23.03.2020) in etwa halbiert. Die heute vorgelegten Zahlen inkl. voller Auftragsbücher und die Erwartungen an die weitere Entwicklung kommen bei den Investoren gut an. Hinzu kommmt ein 400 MW-Rekordauftrag für den norwegischen Windpark "Øyfjellet". Auftraggeber der 72 Turbinen vom Typ N149/5.X ist ein namentlich nicht genannter Investor aus Deutschland. Die Aktie geht durch die Decke, am Mittag notiert Nordex mit einem Plus von 19,5 Prozent bei einem Kurs von 6,975 Euro (24.03.2020, 12:11 Uhr, Börse Stuttgart).

Quelle: IWR Online

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