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29.06.2020, 15:16 Uhr

Trianel erzielt bestes Jahresergebnis seit fünf Jahren

Aachen - Die Stadtwerke-Kooperation Trianel hat sich mit dem Jahresergebnis 2019 eine gute Basis für die Zukunft geschaffen. In dem Kohleausstieg sieht Trianel zwar Chance und Risiko zugleich, stellt aber auch Forderungen an die Politik. Auch beim Thema Nachhaltigkeit ändert sich etwas.

Mit einer neuen Kosten- und Organisationsstruktur hat Trianel die wirtschaftlichen Ziele im Geschäftsjahr 2019 übererfüllt. Während Trianel für die eigenen Kernbereiche weiter optimistisch ist, sieht das Unternehmen noch eigene Risiken beim Kohleausstieg. Neu ist der erste freiwillige Nachhaltigkeitsbericht für Trianel. Auch auf das Jahr 2020 blickt die Geschäftsführung insgesamt zuversichtlich.

Gutes Kerngeschäft in den Bereichen Handel und Beschaffung sowie Projektentwicklung

Die Stadtwerke-Kooperation Trianel hat im Geschäftsjahr 2019 auf der Basis des neuen Kosten- und Organisationsstrukturen sowie eines erfreulichen Geschäftsverlaufs ihre wirtschaftlichen Ziele um 5,1 Mio. Euro übertroffen und das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresergebnis vor Steuern von 6,7 Mio. Euro abgeschlossen. Gleichzeitig konnte die Risikovorsorge mit 4,8 Mio. Euro noch einmal deutlich verbessert werden.

Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg 2019 ist ein Mix aus verschiedenen Maßnahmen und Ausrichtungen. Dr. Oliver Runte, Geschäftsführer der Trianel GmbH. „Wir haben unser Kerngeschäft Handel und Beschaffung sowie die Projektentwicklung solide aufgestellt und den Bereich Digitale Dienstleistungen für Stadtwerke neu ausgerichtet.“ Die ertragreichste Säule ist weiterhin die Projektentwicklung, der Handel und das Portfoliomanagement profitieren von der zunehmenden Automatisierung der Prozesse und Verbesserung der Prognosen. In der Direktvermarktung hat Trianel die eingeleitete Konsolidierung fortgesetzt und das Direktvermarktungsportfolios auf 2.500 MW reduziert. Von diesem Niveau aus soll der Sektor zukünftig wieder wachsen.

Gewinnausschüttung und Erhöhung des Eigenkapitals

Das gute Ergebnis von Trianel ermöglicht eine Gewinnausschüttung an die 57 Trianel Gesellschafter von insgesamt 4,1 Mio. Euro und eine Erhöhung des Eigenkapitals um 6,7 Prozent auf 93,5 Mio. Euro, so Trianel. „Mit unserer Strategie aus Restrukturierung, Konsolidierung und Fokussierung ist es uns gelungen, das beste operative Ergebnis seit fünf Jahren zu erzielen und eine gute Basis für die Weiterentwicklung von Trianel in Richtung erneuerbare Energien, Digitalisierung und Flexibilisierung zu schaffen“, erläutert Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH.

Kohleausstieg - Kritik an Politik

Die gute Geschäftsentwicklung 2019 ermöglicht es Trianel, die Risikovorsorge weiter auszubauen und die Verluste aus der konventionellen Erzeugung weiter abzufedern. Die größten Risiken gehen dabei für Trianel von einer vorzeitigen Stilllegung des erst vor sechs Jahren ans Netz gegangenen Trianel Kohlekraftwerks in Lünen aus, wenn es keine angemessene Entschädigung gibt. „Mit Blick auf die anstehende Verabschiedung des Kohleausstiegsgesetztes fordern wir dringend Änderungen für die Ausstiegsvoraussetzungen der jungen Steinkohlekraftwerke. Eine entschädigungslose Stilllegung von Anlagen, die bis 2030 noch nicht einmal ihre Investitionskosten zurückverdienen können, ist für uns inakzeptabel“, so Becker.

Quelle: IWR Online

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