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11.01.2022, 11:05 Uhr

Wasserstoff-Technologien von Sunfire: Bund fördert Industrialisierung mit 60 Mio. Euro

Dresden - Der Ausbau der Produktionskapazitäten für Wasserstoff bildet einen Schwerpunkt beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Das Bundesforschungsministerium unterstützt den Aufbau einer Serienfertigung für Elektrolyseure und stellt für Verbundprojekte mit Sunfire-Wasserstoff-Technologien umfangreiche Forschungsmittel zur Verfügung.

Die Leistung von Elektrolyseuren zur Wasserstoffproduktion in der EU soll von derzeit knapp 0,2 Gigawatt (GW) bis 2030 auf 40 GW ausgebaut werden. Das setzt den raschen Aufbau einer Serienfertigung für Elektrolyseure voraus. Zur Vorbereitung der Serienfertigung von Sunfires SOEC- und Alkali-Elektrolyseuren haben das Dresdner Unternehmen und seine Verbundpartner aus Industrie und Forschung jetzt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über das Leitprojekt H2Giga eine millionenschwere Förderzusage für Hochtemperatur-Elektrolyseure (SOEC) bzw. Druck-Alkali Elektrolyseure erhalten.

SOEC-Technologie: Lebensdauer, Kosteneffizienz und Systemvereinfachung im Blick

Im Bereich der stromeffizienten Hochtemperatur-Elektrolyseure erhalten Sunfire als Verbundkoordinator und die 15 Verbundprojektpartner eine Förderung von 33 Millionen Euro (Mio. Euro). „Wir werden unter anderem die einzelnen Komponenten langlebiger gestalten und das Design der Systeme vereinfachen. Mit unseren optimierten Hochtemperatur-Elektrolyseuren kann die Industrie grünen Wasserstoff künftig noch effizienter - und demnach kostengünstiger - produzieren“, so der Sunfire-CTO Christian von Olshausen. Um auch den Anschaffungspreis zu reduzieren, sollen außerdem Prozessketten für die industrielle Serienfertigung entwickelt werden. Bei der Errichtung einer Pilotlinie für die automatisierte Fertigung greift Sunfire unter anderem auf die Expertise der XENON Automatisierungstechnik GmbH zurück. Gemeinsam mit den Dresdener „Nachbarn“ baut Sunfire bereits SOEC-Elektrolyseure für die Raffinerie des Kraftstoffproduzenten Neste in Rotterdam.

Druck-Alkali-Elektrolyseure sollen energieeffizienter und langlebiger werden

Über das BMBF wird nicht nur die Entwicklung der SOEC-Technologie unterstützt. Auch die Industrialisierung der Druck-Alkali Elektrolyseure steht auf der Agenda. Obwohl die robusten Systeme bereits seit Jahrzehnten in der Industrie zum Einsatz kommen, werden sie bislang nicht in Serie gefertigt. Um die Produktion dieser Technologie in den Gigawatt-Maßstab zu überführen, stellt das BMBF der Sunfire GmbH als Verbundkoordinator und den acht Verbundpartnern im Rahmen des H2Giga-Projektes dafür 27 Mio. Euro zur Verfügung,

„Wir bauen Fertigungsprozesse auf und finalisieren das neue Design unserer Druck-Alkali Elektrolyseure. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen werden wir diese im Hinblick auf Energieverbrauch und Langlebigkeit noch einmal verbessern“, so von Olshausen. Die ohnehin als kostengünstigste Elektrolysetechnologie bekannte Alkali-Elektrolyse werde dadurch weiterhin an Attraktivität gewinnen.

Über das Leitprojekt H2Giga

Damit die Industrie zeitnah auf grünen Wasserstoff zurückgreifen kann, möchte die Bundesregierung mit ihrem Engagement den Ausbau von Technologien beschleunigen. Vor diesem Hintergrund hatte das BMBF den Ideenwettbewerb „Wasserstoffrepublik Deutschland“ ausgeschrieben. Im Leitprojekt H2Giga arbeiten ca. 30 eigenständige Verbünde an der Überführung von Elektrolysetechnologien in den Gigawatt-Maßstab.

Zwar sind bereits heute große Elektrolyseure auf dem Markt, die effizient und über lange Zeiträume arbeiten, allerdings erfolgt ihre Herstellung noch immer größtenteils in manueller Einzelfertigung. Das ist zeitaufwändig, kostenintensiv und fehleranfällig. Für den raschen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft werden jedoch serienmäßig hergestellte Elektrolyseure benötigt, die modular an ihre jeweiligen Einsatzorte angepasst werden können. In Serie hergestellte Elektrolyseure sind zudem notwendig, um Grünen Wasserstoff wettbewerbsfähig zu machen.

Quelle: IWR Online

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