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05.04.2022, 13:51 Uhr

OGE und TES entwickeln 1.000 km langes CO2-Transportnetz

Essen / Brüssel, Belgien - Im Zuge der Abkehr von russischen Energieimporten gewinnen die Aktivitäten zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft schnell an Dynamik. Open Grid Europe (OGE) und Tree Energy Solutions (TES) planen ein CO2<(sub>-Netz für den Aufbau eines grünen Wasserstoffkreislaufs.

Um die Versorgung mit grüner Energie und die CO2-Reduzierung voranzubringen, haben OGE und TES eine strategische Partnerschaft für eine CO2-Kreislaufwirtschaft gestartet. Dadurch soll die Energiewende in Deutschland deutlich beschleunigt und der Industrie-, Strom- und Mobilitätssektor dabei unterstützt werden, die Dekarbonisierungsziele zu erreichen.

Ziel: Aufbau eines geschlossenen Kreislaufsystems zum Import von grünem Wasserstoff

Der Fernleitungsnetzbetreiber OGE, der in Europa über ein rund 12.000 km langes Gasleitungsnetz verfügt, plant zusammen mit TES den Bau eines CO2 Transportnetzes. Der Fokus liegt dabei auf der Erfassung von CO2-Mengen, die im industriellen Produktionsprozess nicht vermieden werden können sowie auf der Wiederverwendung von CO2 in einem geschlossenen Kreislaufsystem zum Import von grünem Wasserstoff. Dieses Netz soll zunächst eine Länge von 1.000 km haben und ein Transportvolumen von rund 18 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ermöglichen.

Ausgehend von dem zu errichtenden grünem Gasimportterminal von TES in Wilhelmshaven sollen wichtige Industrie-, Stromerzeugungs- und Mobilitätsstandorte in ganz Deutschland in das Pipelinenetz eingebunden werden. Die Inbetriebnahme des ersten Teils des Netzes ist ab 2028 vorgesehen.

“Um unsere Klimaziele zu erreichen, müssen wir in erneuerbare Energien und vor allem in Wasserstoff investieren, aber auch den Industrien in Deutschland eine Lösung anbieten, die ihre CO2-Emissionen auffangen und verwerten müssen. Dafür brauchen wir eine CO2-Infrastruktur“, so der Sprecher der OGE Geschäftsführung Dr. Jörg Bergmann.

OGE und TES sind mit deutschen Stahlproduzenten, Zement- und Kalkproduzenten, Kraftwerksbetreibern und Chemieanlagenbetreibern im Gespräch, um CO2 über das zu errichtende Transportnetz zurück zum zukünftigen Green Energy Hub Wilhelmshaven zu transportieren. Das Netz soll von Beginn an sämtlichen Marktteilnehmern gleichermaßen zur Verfügung stehen. Durch das Projekt soll das CO2 aufgefangen und in einem geschlossenen Kreislaufsystem als Träger für den Transport von grünem Wasserstoff oder als Ressource in anderen Branchen wiederverwendet werden.

Grüner Energy-Hub entsteht in Wilhelmshaven

TES entwickelt einen grünen Energy-Hub in Wilhelmshaven. Die Anlage soll einen Anlieferungsterminal, Speicheranlagen und ein sauberes, emissionsfreies Oxyfuel-Kraftwerk umfassen. Darüber hinaus arbeitet TES an der Produktion von grünem Wasserstoff in Ländern des Solargürtels und investiert in die Lieferkette sowie die zugehörige Infrastruktur.

Das Unternehmen entwickelt derzeit an Standorten in Deutschland, Belgien, Frankreich, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten Anlagen zur Energieversorgung und Importterminals, um ein integriertes Netzwerk für grünen Wasserstoff aufzubauen. Erste Produktions- und Exportterminalstandorte werden im Nahen Osten und in Nordamerika aufgebaut. Plan von TES ist es, grünen Wasserstoff, der aus Solarstrom erzeugt wird, in Form von fossilfreiem grünem Gas (CH4) nach Europa zu transportieren.

Quelle: IWR Online

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