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09.06.2026, 12:57 Uhr Vom Erzeuger zum Systemakteur: Alterric nimmt ersten Batteriespeicher ans NetzAurich – Alterric hat im Windpark Oslebshausen bei Bremen seinen ersten Batteriespeicher erfolgreich in Betrieb genommen. Mit dem Schritt weitet das Unternehmen sein Tätigkeitsfeld über die reine Stromerzeugung aus und positioniert sich als Systemakteur im Energiemarkt.
Die Inbetriebnahme markiert den Einstieg in den Aufbau sogenannter Energieparks sowie den Beginn eines ambitionierten Speicherausbaus mit sechs weiteren Projekten in der Pipeline. CEO Dr. Frank May nennt Flexibilität als Schlüssel für ein stabiles Energiesystem – und mahnt zugleich weitreichende Netzinvestitionen an.
Zwei-Megawatt-Speicher glättet WindstromeinspeisungDer neue Batteriespeicher im Windpark Oslebshausen verfügt über eine Leistung von zwei Megawatt (MW). Nach einer abgeschlossenen Testphase nimmt die Anlage nun regulär Strom aus dem Windpark auf, speichert ihn zwischen und speist ihn zeitversetzt ins Netz ein. Laut Alterric ermöglicht das, die Einspeisung zu verstetigen und erlaubt es zusätzlich, die Anlage innerhalb kürzester Zeit auf Netzanforderungen – etwa im Bereich Regelleistung – reagieren zu lassen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben bereits im Markt für Regelleistungen aktiv und stellt darüber hinaus Blindleistung zur Netzstabilisierung bereit.
Energieparks und wachsendes SpeicherportfolioMit Oslebshausen startet Alterric den Aufbau von Energieparks, bei denen bestehende Windstandorte schrittweise um Speicher und künftig weitere Technologien ergänzt werden sollen. Sechs weitere Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von über 100 Megawattstunden (MWh) befinden sich nach Unternehmensangaben in der Umsetzung, zwei davon bereits im Bau. Alterric betreibt derzeit über 2.500 MW installierte Leistung im eigenen Bestand, die Projektpipeline umfasst über 11.000 MW.
„Wir investieren gezielt in Speichertechnologien, weil Flexibilität die Grundlage für ein stabiles und leistungsfähiges Energiesystem ist und wir so auch die aktuell unter massiver Last stehenden Netze entlasten", so CEO Dr. Frank May. Er betonte jedoch zugleich, dass flexible Erzeugerseiten-Lösungen keine Investitionen in den intelligenten Netzausbau ersetzen könnten. Hier seien „noch erhebliche Anstrengungen“ nötig und flexible Erzeugerlösungen seien kein Ersatz für Investitionen in den Netzausbau.
Quelle: IWR Online © IWR, 2026 Weitere Meldungen rund um die Regenerativen Energiewirtschaft
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