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22.10.2021, 13:24 Uhr

Manifest der Windindustrie fordert Regierungen zum Handeln gegen Klimawandel auf

London, UK - Ab Ende Oktober steht im schottischen Glasgow die nächste UN-Klimakonferenz (COP 26) auf der Agenda. Im Vorfeld hat die globale Windindustrie die Regierungen dazu aufgefordert, aktiv zu werden, und öffentliche und private Projekte zur Sicherung der Energiewende zu unterstützen.

Führende Unternehmen des Windenergiesektors haben ein Manifest freigegeben, in dem die Regierungen aufgefordert werden, die Energiewende ernsthaft anzugehen und mit dem Privatsektor zusammenzuarbeiten, um die Zahl der Windkraftanlagen und der Anlagen für erneuerbare Energien rasch zu erhöhen. Ziel ist es, einen Wechsel in der Energie- und Wirtschaftspolitik hin zu einem "Klima-Notfall"-Ansatz herbeizuführen.

Windindustrie fordert politischen Willen zur Bekämpfung des Klimawandels ein

Die Windenergie ist eine der am schnellsten wachsenden Energiesektoren weltweit, mit einer Rekordzahl von 93 GW an Installationen im Jahr 2020. Derzeit trägt die Windenergie nach Branchenangaben jährlich dazu bei, CO2-Emissionen in einer Größenordnung von 1,1 Milliarden Tonnen zu vermeiden, sie sichert bereits Millionen von Arbeitsplätzen weltweit. Die derzeitigen Wachstumsraten bleiben jedoch hinter einem Netto-Null-Ziel zurück und werden nach Einschätzung von IRENA und IEA nur 43 Prozent der bis 2050 benötigten Windkapazität bringen.

Um schneller zu wachsen, benötigt die Branche jedoch unterstützende Richtlinien. Eine globale Koalition aus mehr als 90 weltweit führenden Windenergieunternehmen und -verbänden unter Führung des Global Wind Energy Councils (GWEC) hat im Vorfeld der nächsten UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow ein COP26-Manifest veröffentlicht, in dem die Regierungen dazu aufgefordert werden, acht konkrete Schritte einzuleiten, um eine Netto-Null-Wirtschaft zu erreichen. Zu den Unterzeichnern gehören die größten Unternehmen der Branche, darunter Vestas, Siemens-Gamesa, Goldwind, Mingyang, Nordex-Acciona, Iberdrola, ENEL, SSE, Orsted, EDP Renovables, Equinor, Mainstream Renewable Power, Green Investment Group und DNV, sowie Industrieverbände aus Europa, Asien, Nordamerika, Lateinamerika und Afrika, einschließlich China, USA, Indien und Großbritannien.

"Wir haben bereits die Instrumente und die Technologie, die wir brauchen, um den Klimawandel zu bekämpfen. Was wir noch nicht haben, ist der beispiellose politische Wille, den wir brauchen, um dies zu erreichen“, so die für bei GWEC für COP26 zuständige Direktorin Rebecca Williams.

Acht Maßnahmen zur Transformation zu einer Netto-Null-Wirtschaft

Zu den acht geforderten Maßnahmen gehören unter anderem die Steigerung des Ausbautempos der Windenergie und Implementierung der neuen Ausbauziele in den aktualisierten Nationalen Klimaschutzbeiträgen (NDCs), Klimastrategien und langfristigen Energieplänen. Darüber hinaus werden die Regierungen dazu aufgefordert, sich zu einem raschen Ausstieg aus der Kohleverstromung zu verpflichten und die Energiemärkte für die Zukunft umzugestalten. Des Weiteren sollen für eine Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien die Genehmigungsverfahren gestrafft werden und Pläne für den schnellen Aufbau der Infrastrukturen im Bereich Elektromobilität initiiert werden. Zu den weiteren Punkten gehören die Entwicklung von Richtlinien für die Bereitstellung von Mitteln für den Übergang zu einer Netto-Null-Wirtschaft sowie die Förderung der freiwilligen Zusammenarbeit bei der Bepreisung von Kohlenstoff gemäß der Pariser Klima-Vereinbarung.

"Die Staats- und Regierungschefs der Welt, die nächsten Monat in Glasgow zusammenkommen, haben die Chance, die neue Ära der erneuerbaren Energien ernsthaft voranzutreiben, anstatt sie zu ersticken", so der CEO des Global Wind Energy Councils (GWEC) Ben Backwell. Die jüngste Volatilität auf den globalen Energiemärkten zeige, wie wichtig es sei, den Ausstieg aus der Stromerzeugung aus Kohle und anderen fossilen Brennstoffen entschlossen anzugehen und Energiemärkte zu schaffen, die für eine saubere und nachhaltige Zukunft geeignet sind.

Quelle: IWR Online

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