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13.03.2026, 14:12 Uhr Solarstandort Deutschland: Swift Solar sichert sich Meyer-Burger-Technologie für Perowskit-TandemzellenSilicon Valley – Das US-Solartechnologieunternehmen Swift Solar hat zentrale Produktionsanlagen und Teile des Patentportfolios des insolventen Schweizer Solarherstellers Meyer Burger übernommen. Mit dem Schritt will das Unternehmen den Aufbau einer gigawatt-skaligen Solarproduktion in den USA beschleunigen und die nächste Generation besonders effizienter Solarzellen industrialisieren.
Im Zentrum steht die Heterojunction-Technologie (HJT), eine der effizientesten Siliziumzellarchitekturen von Meyer Burger. Swift Solar will diese Technologie als industrielle Plattform nutzen, um künftig Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen zu fertigen, die deutlich höhere Wirkungsgrade erreichen könnten als heutige Standardmodule.
Swift Solar übernimmt Produktionsanlagen von Meyer BurgerMit der Transaktion sichert sich Swift Solar zentrale Produktionsanlagen für Heterojunction-Solarzellen (HJT) sowie ein umfangreiches Patentportfolio von Meyer Burger. Hinzu kommt ein Team erfahrener Industrieexperten aus Produktion und Forschung.
Zu den Neuzugängen zählen unter anderem der frühere Meyer-Burger-CEO Gunter Erfurt sowie der ehemalige globale Forschungsleiter Marcel König. Beide sollen beim Aufbau neuer Produktionskapazitäten eine zentrale Rolle spielen.
Strategisch entscheidend ist vor allem die HJT-Technologie selbst. Sie gilt als besonders geeignete Basistechnologie („Bottom Cell“) für Tandemsolarzellen. Swift Solar will darauf eine zusätzliche Perowskit-Halbleiterschicht integrieren, die mehr Sonnenlicht nutzen kann als klassische Siliziumzellen.
Der Erwerb der Technologie verschafft dem Unternehmen damit einen möglichen Abkürzungspfad zur industriellen Skalierung von Perowskit-Silizium-Tandemzellen.
Swift Solar wurde 2017 als Spin-off renommierter Institutionen wie dem Massachusetts Institute of Technology, der Stanford University und dem National Renewable Energy Laboratory gegründet. Ziel ist es, die Perowskit-Technologie des Unternehmens mit der europäischen Expertise im Bereich der Heterojunction-Technologie zu kombinieren.
Warum Meyer Burger in die Insolvenz gegangen ist – Solar-Premiumstrategie gescheitertDer Zusammenbruch von Meyer Burger gilt als Beispiel für die strukturellen Probleme der europäischen Solarindustrie.
Ein zentraler Faktor war der massive Preiswettbewerb durch chinesische Hersteller, die Solarmodule dank staatlicher Förderung und großer Produktionskapazitäten deutlich günstiger anbieten konnten.
Hinzu kamen hohe Produktionskosten in Europa, unsichere industriepolitische Rahmenbedingungen sowie Schwierigkeiten, große Fabriken wirtschaftlich auszulasten.
Meyer Burger hatte in den vergangenen Jahren versucht, mit besonders effizienten HJT-Modulen eine Premiumstrategie zu verfolgen und Produktionskapazitäten in Europa und den USA aufzubauen. Doch die Kombination aus fallenden Modulpreisen, Finanzierungsproblemen und schwacher Nachfrage nach teureren Premiumprodukten brachte das Unternehmen schließlich in eine existenzielle Krise.
Neue Chance und Perspektive für den Solarstandort Deutschland – was Swift Solar plantMit der Übernahme verfolgt Swift Solar vor allem den schnellen Aufbau einer Gigawatt-Solarproduktion in den USA. In einem ersten Schritt sollen HJT-Zellen und -Module produziert werden, bevor später die eigene Perowskit-Tandemtechnologie integriert wird.
Für Deutschland und Europa könnte die Transaktion dennoch eine indirekte Bedeutung haben. Ein Teil des übernommenen Know-hows stammt aus deutschen Produktions- und Forschungsstandorten von Meyer Burger. Zudem wechselt erfahrenes Personal aus der europäischen Solarindustrie zu Swift Solar.
Das Unternehmen setzt damit auf eine Kombination aus europäischer Fertigungsexpertise und amerikanischer Technologieentwicklung. Ziel ist es, eine neue Generation besonders effizienter Solarzellen auf den Markt zu bringen, die den steigenden Strombedarf durch Elektrifizierung, Industrie und KI-Rechenzentren decken sollen.
Sollte die industrielle Skalierung von Perowskit-Tandemzellen gelingen, könnte die Technologie langfristig den nächsten großen Effizienzsprung in der Photovoltaik einleiten.
Quelle: IWR Online © IWR, 2026 Weitere Meldungen rund um die Solarbranche
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