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20.04.2026, 17:06 Uhr

Volvo Trucks treibt Elektrifizierung voran: Neue Elektro-Lkw mit bis zu 700 km Reichweite setzen Technologiebenchmark

Göteborg (Schweden) - Volvo Trucks setzt neue Maßstäbe im elektrischen Schwerlastverkehr und treibt die technologische Entwicklung deutlich voran. Mit Reichweiten bis zu 700 Kilometern, Schnellladefähigkeit und neuen Antriebsarchitekturen rückt der Hersteller den batterieelektrischen Fernverkehr näher an die Diesel-Performance.

Mit dem neuen Volvo FH Aero Electric sowie einer weiterentwickelten Generation von FH, FM und FMX Electric bringt der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo Trucks zwei zentrale Fahrzeug-Plattformen für den Fern- und Verteilerverkehr auf den Markt. Neue E-Achsen, flexible Batteriearchitekturen und kürzere Ladezeiten sollen den Einsatzbereich batterieelektrischer Lkw deutlich erweitern - insbesondere im europäischen Transport- und Logistikmarkt. Das könnte den Innovationsdruck im Markt erhöhen.

Fernverkehr unter Strom: Volvo FH Aero Electric erreicht bis zu 700 Kilometer

Volvo Trucks erweitert sein Elektro-Lkw-Portfolio um ein Modell für den Fernverkehr und erreicht damit einen wichtigen technischen Meilenstein. Der Volvo FH Aero Electric soll mit einer Batterieladung bis zu 700 Kilometer zurücklegen können und richtet sich damit erstmals auch an klassische Langstreckenanwendungen im Schwerlastsegment.

Technologisch basiert das Modell auf einer neu entwickelten E-Achse, die zwei Elektromotoren sowie ein Getriebe in der Hinterachse integriert. Dadurch entsteht laut Volvo zusätzlicher Bauraum für Batteriekapazität, was die Reichweite deutlich erhöht. Die Leistung liegt bei bis zu 460 kW (623 PS), das zulässige Gesamtzuggewicht bei bis zu 48 Tonnen.

Ein zentrales Element des neuen Fahrzeugs ist die Ladeinfrastruktur: Der FH Aero Electric ist für das 700 KW Megawatt Charging System (MCS) ausgelegt. Der Ladevorgang von 20 auf 80 Prozent soll rund 50 Minuten dauern und kann damit in gesetzliche Ruhezeiten im Fernverkehr integriert werden. Bei einem 350 KW Combined Charging System (CCS-System) erhöht sich die Ladezeit auf etwa 85 Minuten.

„Dieser elektrische Fernverkehrs-Lkw ist der beste seiner Art.. Er bietet nicht nur eine herausragende Reichweite, sondern auch eine hohe Nutzlast, schnelles Laden und hervorragenden Fahrkomfort“, sagte Roger Alm, Präsident von Volvo Trucks.

Die Kombination aus Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Nutzlast soll es ermöglichen, Diesel-Lkw im Fernverkehr zunehmend zu ersetzen, ohne Kompromisse bei der Produktivität einzugehen.

Breiter Einsatz: Neue Generation für Bau, Logistik und Regionalverkehr

Parallel zum Fernverkehrsmodell führt Volvo Trucks auch eine neue Generation der schweren Baureihen FH, FM und FMX Electric ein. Diese Fahrzeuge sind für ein breites Einsatzspektrum konzipiert - vom regionalen Verteilerverkehr über urbane Logistik bis hin zu Bau- und Entsorgungsanwendungen.

Herzstück ist ein neu entwickelter Zwei-Motoren-Antriebsstrang mit speziell abgestimmtem Achtgang-Getriebe. Die Leistung steigt auf bis zu 540 kW (731 PS), während die Fahrzeuge mit einer Batterieladung bis zu 470 Kilometer Reichweite erreichen. Die Ladezeit liegt bei rund 65 Minuten von 20 auf 80 Prozent.

Ein wesentliches Merkmal ist laut Volvo die erhöhte Flexibilität im Aufbau: Ein neuer unabhängiger Nebenabtrieb ermöglicht den Betrieb von Geräten wie Kränen, Kippern oder Müllaufbauten während der Fahrt, ohne zusätzliche Antriebseinheiten. Damit erweitert Volvo die Einsatzmöglichkeiten im gewerblichen Alltag deutlich.

Das zulässige Gesamtzuggewicht liegt bei bis zu 65 Tonnen, die Nutzlast bei bis zu 23,8 Tonnen. Gleichzeitig sollen reduzierte Vibrationen und ein optimiertes Getriebe für mehr Fahrkomfort sorgen.

Volvo Ziel: Netto-Null-Emissionen bis 2040

Alle neuen Modelle können ab Sommer 2026 bestellt werden. Volvo Trucks verfolgt das Ziel, bis 2040 Netto-Null-Emissionen im Transportsektor zu erreichen. Die Strategie basiert auf batterieelektrischen Antrieben, Brennstoffzellentechnologie sowie erneuerbaren Kraftstoffen wie HVO, Biogas und grünem Wasserstoff.

Quelle: IWR Online

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