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15.05.2026, 08:36 Uhr

EnBW bleibt zum Jahresauftakt 2026 auf stabilem Kurs – Netze und Erneuerbare stützen operatives Ergebnis

Karlsruhe – Der Energiekonzern EnBW ist mit einem robusten operativen Ergebnis in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Während niedrigere Erlöse aus der Stromvermarktung sowie der Rückgang der Kohleverstromung das Ergebnis belasteten, sorgten vor allem das Netzgeschäft und die erneuerbaren Energien für Stabilität.

Zugleich treibt EnBW den Umbau seines Erzeugungsportfolios weiter voran und setzt den Kohleausstieg konsequent fort. Bis 2035 will EnBW klimaneutral werden. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte der Konzern seine bisherige Prognose. Erwartet wird ein Adjusted EBITDA zwischen 4,6 und 5,1 Mrd. Euro.

EnBW erzielt 1,2 Mrd. Euro operatives Ergebnis im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2026 erreichte EnBW ein Adjusted EBITDA von 1,2 Mrd. Euro (Q1 2025: 1,4 Mrd. Euro). Das Adjusted EBIT lag bei 0,72 Mrd. Euro (Q1 2025: 0,98 Mrd. Euro). Der Adjusted Konzernüberschuss belief sich auf 0,23 Mrd. Euro (Q1 2025: 0,44 Mrd. Euro).

Mehr als 80 Prozent des Ergebnisses stammen aus risikoarmen Geschäftsbereichen, insbesondere aus dem Netzgeschäft sowie aus langfristig abgesicherten Erlösen im Bereich erneuerbare Energien. Finanzvorstand Thomas Kusterer verwies dabei insbesondere auf langfristige Stromlieferverträge (PPAs) bei Offshore-Windparks sowie die breite Aufstellung des Konzerns.

Die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien hat sich bei EnBW in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Lag sie 2018 noch bei 3,7 GW beziehungsweise 28 Prozent der gesamten Erzeugungskapazität, erreichte sie 2025 bereits 7,4 GW beziehungsweise rund 66 Prozent.

Parallel setzt der Konzern seine Dekarbonisierungsstrategie fort. Im Kraftwerk Stuttgart-Münster wurde mit Ablauf des ersten Quartals 2026 letztmalig Strom und Wärme aus Kohle erzeugt. Zudem wurde das Kraftwerk Heilbronn 7 Anfang März 2026 mit einer Leistung von 778 MW in die Netzreserve überführt. Bereits Ende 2025 hatte EnBW seine Beteiligung am Braunkohlekraftwerk Lippendorf verkauft.

Der Anteil der Kohleverstromung am Konzernumsatz sank dadurch in den ersten drei Monaten 2026 auf rund 3 Prozent.

Die Nettoschulden des Konzerns lagen zum 31. März 2026 bei 12,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2025: 13,2 Mrd. Euro). Die Bruttoinvestitionen beliefen sich im ersten Quartal auf 1,17 Mrd. Euro (Q1 2025: 1,41 Mrd. Euro).

Entwicklung der Segmente: Netzgeschäft bleibt zentraler Stabilitätsanker

Im Segment Systemkritische Infrastruktur, das die Strom- und Gasnetze umfasst, erzielte EnBW ein stabiles Adjusted EBITDA von 0,67 Mrd. Euro (Q1 2025: 0,68 Mrd. Euro). Höhere Personalaufwendungen sowie ein temporärer Einmaleffekt belasteten das Ergebnis leicht. Positiv wirkten dagegen Rückflüsse aus hohen Investitionen in den Netzausbau.

Das Segment Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur erreichte ein Adjusted EBITDA von 0,43 Mrd. Euro (Q1 2025: 0,69 Mrd. Euro). Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch niedrigere Erlöse aus der Stromvermarktung sowie durch den Rückgang der Kohleverstromung.

Im Bereich Erneuerbare Energien lag das Ergebnis bei 0,28 Mrd. Euro (Q1 2025: 0,30 Mrd. Euro). Während geringere Wasserstände die Laufwasserkraftwerke belasteten, wirkten sich höhere Strommengen aus Onshore- und Offshore-Windparks positiv aus. Auch die teilweise Inbetriebnahme des Offshore-Windparks „He Dreiht“ trug zum Ergebnis bei.

Im Bereich Thermische Erzeugung und Handel sank das Adjusted EBITDA auf 0,15 Mrd. Euro (Q1 2025: 0,39 Mrd. Euro). Ursache waren unter anderem niedrigere Erzeugungsmengen infolge des Kohleausstiegs sowie geringere Margen im Handelsgeschäft.

Positiv entwickelte sich das Segment Intelligente Infrastruktur für Kundinnen und Kunden. Das Adjusted EBITDA stieg auf 0,14 Mrd. Euro (Q1 2025: 0,12 Mrd. Euro). Wesentlicher Treiber war nach Unternehmensangaben der weitere Ausbau der Schnellladeinfrastruktur für Elektromobilität.

Entwicklung der Segmente: Netzgeschäft bleibt zentraler Stabilitätsanker

Im Segment Systemkritische Infrastruktur, das die Strom- und Gasnetze umfasst, erzielte EnBW ein stabiles Adjusted EBITDA von 0,67 Mrd. Euro (Q1 2025: 0,68 Mrd. Euro). Höhere Personalaufwendungen sowie ein temporärer Einmaleffekt belasteten das Ergebnis leicht. Positiv wirkten dagegen Rückflüsse aus hohen Investitionen in den Netzausbau.

Das Segment Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur erreichte ein Adjusted EBITDA von 0,43 Mrd. Euro (Q1 2025: 0,69 Mrd. Euro). Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch niedrigere Erlöse aus der Stromvermarktung sowie durch den Rückgang der Kohleverstromung.

Im Bereich Erneuerbare Energien lag das Ergebnis bei 0,28 Mrd. Euro (Q1 2025: 0,30 Mrd. Euro). Während geringere Wasserstände die Laufwasserkraftwerke belasteten, wirkten sich höhere Strommengen aus Onshore- und Offshore-Windparks positiv aus. Auch die teilweise Inbetriebnahme des Offshore-Windparks „He Dreiht“ trug zum Ergebnis bei.

Im Bereich Thermische Erzeugung und Handel sank das Adjusted EBITDA auf 0,15 Mrd. Euro (Q1 2025: 0,39 Mrd. Euro). Ursache waren unter anderem niedrigere Erzeugungsmengen infolge des Kohleausstiegs sowie geringere Margen im Handelsgeschäft.

Positiv entwickelte sich dagegen das Segment Intelligente Infrastruktur für Kundinnen und Kunden. Das Adjusted EBITDA stieg auf 0,14 Mrd. Euro (Q1 2025: 0,12 Mrd. Euro). Wesentlicher Treiber war nach Unternehmensangaben der weitere Ausbau der Schnellladeinfrastruktur für Elektromobilität.

strong>Erneuerbare Energien: Fortschritte beim Offshore-Projekt „He Dreiht“

EnBW treibt den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voran. Beim Offshore-Windpark „He Dreiht“ wurden nach Unternehmensangaben bislang 45 von insgesamt 64 Turbinen installiert. Für einen Großteil der Kapazitäten seien bereits langfristige Stromlieferverträge abgeschlossen worden.

Nicht im operativen Quartalsergebnis enthalten ist der bereits Anfang 2026 angekündigte Rückzug EnBWs aus den britischen Offshore-Projekten „Mona“ und „Morgan“. Der Konzern hatte infolge ausbleibender Förderzusagen in Großbritannien Wertberichtigungen von rund 1,2 Mrd. Euro angekündigt.

Der Effekt wirkt sich nicht auf das operative Geschäft (Adjusted EBITDA) aus, weil es sich dabei nicht um laufende Erträge oder Kosten aus der Stromerzeugung, dem Netzbetrieb oder dem Energiehandel handelt, sondern um eine einmalige bilanzielle Wertanpassung auf bereits aktivierte Projektentwicklungswerte. Solche Sondereffekte werden in der Regel getrennt vom operativen Ergebnis ausgewiesen, um die tatsächliche Ertragskraft des laufenden Geschäfts darzustellen.

Ausblick 2026: Prognose bestätigt

Trotz des herausfordernden Marktumfelds hält EnBW damit an seinem Ausblick für das Gesamtjahr fest und setzt den Umbau des Konzerns in Richtung Netze und erneuerbare Energien weiter fort. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt EnBW den Gewinn auf Basis Adjusted EBITDA zwischen 4,6 und 5,1 Mrd. Euro. Aussagen zur Dividende machte der Konzern im Rahmen der Quartalsmitteilung nicht.

Quelle: IWR Online

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