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08.06.2026, 11:53 Uhr

Fraunhofer IWU treibt Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft mit neuem Industrie-Prüflabor voran

Chemnitz – Rund ein Jahr nach Inbetriebnahme hat sich das Wasserstoff-Prüflabor am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU als leistungsfähige Anlaufstelle für die Industrie etabliert. Mit einem breiten Testportfolio bietet das Institut Unternehmen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette nun umfassende Unterstützung aus einer Hand.

Das Prüflabor deckt die Entwicklung von Wasserstoffsystemen von der Komponentenprüfung bis zur Systemvalidierung ab. Mit der offenen Elektrolyseur-Plattform HyVentus können Industriepartner eigene Bauteile einbringen und unter realen Betriebsbedingungen testen. Ziel ist es, Entwicklungszyklen zu verkürzen, Kosten zu senken und die Markteinführung neuer Technologien zu beschleunigen.

Wirtschaft: Prüfinfrastruktur für die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette

Das Testportfolio des Fraunhofer IWU umfasst unter anderem einen 80-kW-Brennstoffzellen-Prüfstand zur Charakterisierung von Systemen und Komponenten hinsichtlich Leistung, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit. Ergänzt wird er durch ein Elektrolyseur-Testsystem mit einem 1-kW-Prüfstand für Einzelkomponenten. Prüfungen erfolgen nach internationalen Normen ebenso wie nach individuellen Kundenanforderungen – und liefern belastbare Daten für Zulassung, Zertifizierung und Markteintritt.

Als Teil der Referenzfabrik.H2 ist das Prüflabor in ein Netzwerk aus Industrie und Forschung eingebunden, das auf die industrielle Skalierung von Elektrolyseuren und Brennstoffzellen ausgerichtet ist.

HyVentus: Offene Plattform für Komponentenentwicklung im Systemkontext

Mit dem HyVentus-Stack verfolgt das Fraunhofer IWU einen kooperativen Ansatz: Industriepartner können eigene Komponenten wie Membranen oder Dichtungen einbringen, die entweder durch das IWU in den Stack integriert oder auf der offenen Plattform selbst verbaut und anschließend getestet werden. Das ermöglicht die Validierung einzelner Bauteile nicht isoliert, sondern unter realen Betriebsbedingungen im Gesamtsystem – ein entscheidender Faktor für Qualität, Lebensdauer und Serienreife.

Erstmals präsentiert wird das Angebot auf der Messe „hy.tec mittendrin", die am 25. und 26. Juni erstmals am Fraunhofer IWU in Chemnitz stattfindet.

Quelle: IWR Online

© IWR, 2026

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