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19.06.2026, 09:52 Uhr Wpd nimmt ersten Onshore-Windpark in Japan in BetriebBremen/Shizuoka – Der Bremer Wind- und Solarparkentwickler Wpd hat sein erstes Onshore-Windprojekt in Japan erfolgreich umgesetzt. Der Windpark Higashi Izu Furusato in der Präfektur Shizuoka ist seit dem 1. Juni 2026 planmäßig und innerhalb des vorgesehenen Budgets im kommerziellen Betrieb.
Japans Energiepolitik setzt beim Ausbau erneuerbarer Energien primär auf Wind- und Solarenergie. Projekte wie der Windpark Higashi Izu Furusato verbinden die lokale Erzeugung erneuerbaren Stroms mit der Nachfrage von Unternehmen und zeigen zugleich die zunehmende Bedeutung langfristiger Stromlieferverträge (Corporate PPAs) für die Energiewende.
Auftakt: Erstes Wpd-Onshore-Windprojekt in JapanDer Windpark Higashi Izu Furusato wurde von der Higashi Izu Wind Power Godo Kaisha entwickelt, einem Joint Venture von wpd und der GPSS Group. Das Projekt befindet sich auf einem Bergrücken der Izu-Halbinsel in der Präfektur Shizuoka rund 120 Kilometer südwestlich von Tokio.
Der Windpark verfügt über eine installierte Leistung von 7,48 MW und besteht aus drei Windenergieanlagen des Herstellers Enercon. Aufgrund des anspruchsvollen Standorts kamen für die Bauarbeiten speziell für steiles Gelände ausgelegte Maschinen und Geräte des Installationsunternehmens Achiha Co., Ltd. zum Einsatz.
Stromliefervertrag mit japanischem Immobilienunternehmen - steigende CPA-BedeutungDer erzeugte Windstrom wird über ein Corporate Power Purchase Agreement (CPPA) über den Stromlieferanten NF Power Services Co., Ltd. (NFPS) an Nomura Real Estate Development geliefert. Das Unternehmen will den Grünstrom für den Betrieb seines neuen Hauptsitzes in Tokio nutzen und damit seine Dekarbonisierungsziele unterstützen.
„Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, dass mit der Inbetriebnahme des Projekts Higashi Izu nicht nur das erste Projekt für Wpd in Japan, sondern auch das erste Projekt mit einem asiatischen Kooperationspartner erfolgreich realisiert wurde“, sagte Björn Nullmeyer, CFO von Wpd. „Unser besonderer Dank gilt allen beteiligten Projektpartnern und unseren Teams. Dies ist für uns, neben unserem umfangreichen Portfolio als IPP (Independent Power Producer) in Taiwan, ein weiterer konsequenter Schritt zur Erweiterung unserer Aktivitäten im asiatisch-pazifischen Raum."
Über die Windenergie in JapanJapans Energiemarkt ist aufgrund der geografischen Insellage faktisch vollständig isoliert, ein internationales grenzüberschreitendes Stromnetz besteht nicht. Das Land ist daher auf eigene Kraftwerke und Energieimporte angewiesen. Der Ausbau erneuerbarer Energien spielt in der japanischen Energiepolitik eine zentrale Rolle, um die Dekarbonisierung voranzutreiben und die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren.
Im Rahmen der Energiepolitik des Landes soll der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix bis 2030 auf 36 bis 38 Prozent steigen. Langfristig verfolgt Japan das Ziel einer klimaneutralen Energieversorgung bis 2050.
Die Windenergie spielt neben der Solarenergie eine entscheidende Rolle. Nach Angaben des japanischen Windenergieverbands (Japan Wind Power Association, JWPA) lag die installierte Windenergieleistung in Japan Ende 2025 bei rund 6,4 GW.
Neben dem Ausbau der Onshore-Windenergie setzt Japan verstärkt auf Offshore-Windkraft, insbesondere um die begrenzten Flächen an Land zu ergänzen. Für die Offshore-Windenergie verfolgt das Land ambitionierte Ausbauziele und will die installierte Leistung bis 2030 auf bis zu 10 GW sowie bis 2050 auf bis zu 37 GW steigern.
Quelle: IWR Online © IWR, 2026 Weiter Meldungen rund um die Windenergie
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