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22.06.2026, 15:32 Uhr Engie und Flower schließen langfristige Flexibilitätsvereinbarung für Batteriespeicher in DeutschlandKöln/Stockholm - Batteriespeicher entwickeln sich zu einem zentralen Baustein der Energiewende. Engie und das Energie-Technologieunternehmen Flower Infrastructure Technologies haben nun eine siebenjährige virtuelle Flexibilitätsvereinbarung für Batteriespeicherkapazitäten in Deutschland unterzeichnet.
Für Engie ist die Vereinbarung mit dem schwedischen Unternehmen Flower Infrastructure Technologies AB ein gezielter Schritt, um Flexibilitätslösungen für Kunden skalierbar aufzustellen und Kompetenzen im Energiehandel und Risikomanagement strategisch einzusetzen. Für Flower schafft die langfristige Partnerschaft mit einem etablierten Energiekonzern die Grundlage, das eigene Anlagenportfolio in Europa weiterzuentwickeln und gleichzeitig ein neues Geschäftsmodell zu etablieren, das langfristige Kooperationen mit dem Ausbau eigener Projekte verbindet.
Siebenjährige Flexibilitätsvereinbarung über 126 MW BatteriespeicherkapazitätEngie und Flower haben ein sogenanntes Flexibility Purchase Agreement (FPA), auch Virtual Toll genannt, über 126 Megawatt flexibel einsetzbare Leistung aus Batterie-Energiespeichersystemen (BESS) in Deutschland unterzeichnet. Die Vereinbarung tritt am 1. Januar 2029 in Kraft und ermöglicht die Finanzierung, den Bau und die Vermarktung mehrerer Batteriespeicherprojekte. Dazu zählen unter anderem ein von Flower entwickeltes BESS-Projekt in Hamburg mit 100 MW und 400 Megawattstunden Speicherkapazität sowie ein kürzlich übernommenes Projekt in Döllnitz, Sachsen-Anhalt, mit 63 MW und 257 Megawattstunden. Katrin Fuhrmann, Vorständin der Engie Deutschland AG, kommentierte: "Diese Vereinbarung mit Flower zeigt, wie langfristige Partnerschaften den Ausbau von Batteriespeichern voranbringen und die Flexibilität im Energiesystem stärken können."
Batteriespeicher als Schlüssel zur Integration erneuerbarer EnergienBatteriespeicher spielen eine zentrale Rolle für den Ausgleich von Stromangebot und -nachfrage: Sie speichern überschüssigen Strom und geben ihn wieder ab, wenn er benötigt wird. Durch ihren Einsatz in Großhandels- und Regelenergiemärkten tragen sie zur Stabilität des Stromnetzes bei und erleichtern die Integration erneuerbarer Energien. Die Kombination von Flowers Anlagenportfolio und Optimierungstechnologie mit Engies Erfahrung in Strukturierung und Risikomanagement soll Markt- und Betriebsrisiken gezielt steuern und damit die Finanzierbarkeit und Skalierbarkeit von Batteriespeicherprojekten verbessern.
Neues Geschäftsmodell für skalierbare Flexibilitätsinfrastruktur in EuropaDie Vereinbarung stellt für Flower zugleich ein neues Geschäftsmodell dar, das langfristige Partnerschaften mit dem weiteren Ausbau des eigenen Anlagenportfolios in Europa verbindet. Beide Unternehmen beabsichtigen, weitere Kooperationsmöglichkeiten zu prüfen. John Diklev, Gründer und CEO von Flower, betonte die europäische Dimension: "Um die Energiewende zu beschleunigen, braucht Europa skalierbare, langfristige Flexibilitätsvereinbarungen, die Investitionen in Batteriespeicher ermöglichen. Solche Strukturen sind entscheidend, um das notwendige Kapital für die Flexibilitätsinfrastruktur von morgen zu mobilisieren."
Mit der Vereinbarung verbinden Engie und Flower die Vermarktung von Flexibilitätskapazitäten mit dem weiteren Ausbau von Batteriespeicherprojekten. Die Unternehmen wollen ihre Zusammenarbeit angesichts der dynamischen Entwicklung der europäischen Flexibilitätsmärkte weiter ausloten.
Quelle: IWR Online © IWR, 2026 Mehr Nachrichten und Infos aus der Regenerativen Energiewirtschaft
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