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02.07.2026, 15:28 Uhr

Wachsender Strombedarf von KI-Rechenzentren: Brookfield verfünffacht Finanzierungsrahmen mit Bloom Energy auf 25 Milliarden US-Dollar

New York/San Jose – Der rasant wachsende Strombedarf von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz stellt die Infrastrukturbranche weltweit vor neue Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf schnelle und zuverlässige Energieversorgung. Der Investmentkonzern Brookfield und der Brennstoffzellenhersteller Bloom Energy (NYSE: BE) bauen ihre strategische Partnerschaft zur Finanzierung schneller Stromversorgungslösungen für KI-Infrastruktur deshalb deutlich aus.

Brookfield erhöht den Finanzierungsrahmen für die Partnerschaft von zuvor 5 Milliarden auf 25 Milliarden US-Dollar – eine Verfünffachung seit Oktober 2025. Mit dem zusätzlichen Kapital soll das globale Wachstum der Brennstoffzellen-Partnerschaft finanziert werden. Die Erweiterung ist Teil des im November 2025 gestarteten AI Infrastructure Fund von Brookfield, der ein Investitionsvolumen von 100 Milliarden US-Dollar anstrebt.

Schnelle, dezentrale Stromversorgung für KI-Rechenzentren

Bloom Energy stellt mit seinen Brennstoffzellensystemen eine skalierbare Vor-Ort-Stromversorgung bereit, die unabhängig vom öffentlichen Netz („islanded") betrieben werden kann. Die Systeme können schnell installiert werden und Rechenzentren, Halbleiterfertigungen sowie weitere Großverbraucher zuverlässig mit sauberer und für Anwohner verträglicher Energie versorgen, ohne dass diese auf den Ausbau der Netzinfrastruktur warten müssen. Die Partnerschaft verbindet Bloom Energys schnell einsetzbare Onsite-Power-Plattform mit Brookfields Kapitalzugang und operativer Skalierung – ein Modell, das Stromversorgung, Rechenleistung, Rechenzentrumsinfrastruktur und Kapital von Beginn an zusammendenkt.

„Als wir diese Partnerschaft geschlossen haben, haben wir gesagt, dass es sich um die erste Phase einer viel größeren Vision handelt", sagte Aman Joshi, Chief Commercial Officer von Bloom Energy. „Die heutige Zusage spiegelt die Dynamik wider, die wir am Markt beobachten, wie kürzlich angekündigte Großprojekte zeigen. Bloom ist einzigartig positioniert, um den dringenden Bedarf an sauberer, zuverlässiger Energie für das schnelle Wachstum der KI zu decken. Wir freuen uns über unsere Partnerschaft mit Brookfield und darauf, unsere Zusammenarbeit bei Großprojekten weiter zu vertiefen."

Brookfields Strategie: End-to-End-Lösungen für KI-Infrastruktur

Für Brookfield ist die Aufstockung Teil einer breiter angelegten Strategie, End-to-End-Lösungen für KI-Infrastruktur anzubieten – von der Stromerzeugung bis zur Rechenleistung. Der global tätige Investmentkonzern, der neben Infrastruktur auch in erneuerbare Energien und Energiewende, Private Equity, Immobilien und Kredit investiert, verwaltet weltweit ein Vermögen von mehr als 1 Billion US-Dollar und hat nach eigenen Angaben bereits über 100 Milliarden US-Dollar in digitale Infrastruktur und Anlagen für saubere Energie investiert.

„Die Ausweitung unseres Engagements mit Bloom Energy spiegelt sowohl die Stärke dieser Partnerschaft als auch die Überzeugung hinter unserer umfassenderen KI-Infrastrukturstrategie wider, einschließlich integrierter Rechenleistung", sagte Sikander Rashid, Head of AI Infrastructure bei Brookfield. „Die weitere Skalierung dieser Partnerschaft stärkt Brookfields Position als einer der weltweit führenden Investoren im Bereich KI-Infrastruktur, der End-to-End-Lösungen liefern kann – von den Elektronen bis zu den Token – für einige der anspruchsvollsten Kunden weltweit."

AI Infrastructure Fund als strategischer Rahmen

Der Fonds, in dessen Rahmen die Partnerschaft ausgebaut wird, bündelt Investitionen in große KI-Fabriken, Stromversorgungslösungen, Recheninfrastruktur sowie strategische Kapitalpartnerschaften und soll Brookfields Ansatz eines integrierten Angebots aus Energie, Rechenzentrumsinfrastruktur und Kapital für KI-Anwendungen weiter ausbauen.

Bloom Energy-Aktie: Deutliche Kursgewinne, dann Gewinnmitnahmen

Die Bloom-Energy-Aktie legte am 30. Juni an der Börse Stuttgart um 9,8 Prozent auf einen Kurs von 264 Euro zu. Am 1. Juli setzte die Aktie den Aufwärtstrend zunächst fort, gab im weiteren Handelsverlauf infolge von Gewinnmitnahmen allerdings wieder auf einen Kurs von 252 Euro nach.

Quelle: IWR Online

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