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10.07.2026, 11:54 Uhr

Agri-PV-Wachstum in Sachsen-Anhalt: Tion Renewables erwirbt 69-MWp-Solarpark von FEFA

München – Agri-PV verbindet Solarstromerzeugung und landwirtschaftliche Nutzung auf derselben Fläche und entschärft so mögliche Flächenkonkurrenzen beim Solarausbau. Die Tion Renewables GmbH hat nun einen bereits in Betrieb befindlichen Agri-PV-Park in Sachsen-Anhalt von der FEFA Projekt GmbH übernommen.

Für Tion Renewables reiht sich der Erwerb in die Unternehmensstrategie ein, operative Anlagen mit langfristig gesicherten Erlösen zuzukaufen und so das Portfolio kontinuierlich auszubauen. Für Verkäufer FEFA wiederum stand nach der Entwicklung und Inbetriebnahme des Parks die Suche nach einem passenden Bestandshalter im Vordergrund.

Agri-Photovoltaik: Doppelte Flächennutzung als Konzept

Agri-PV verbindet die solare Stromerzeugung mit der weiteren landwirtschaftlichen Nutzung derselben Fläche. Der Park in Schwarzholz, Landkreis Stendal, ging im Februar 2026 in Betrieb, erzeugt mit einer installierten Leistung von 69 MWp Strom und soll jährlich rund 87 Gigawattstunden (GWh) liefern – ausreichend für etwa 25.000 Haushalte. Ein langfristiger Stromabnahmevertrag (PPA) sichert die Erlöse. Für Tion Renewables ist der Zukauf eine Erweiterung des auf rund 890 MW gewachsenen operativen Portfolios.

FEFA und Tion: Projektentwickler trifft Bestandshalter

Verkäufer FEFA ist eine familiengeführte Unternehmensgruppe für erneuerbare Energien mit Sitz in Stendal, Sachsen-Anhalt. Über die FEFA Projekt GmbH entwickelt, baut und betreibt die Gruppe Wind- und Agri-PV-Projekte in der Altmark-Region; die Schwestergesellschaft FEFA Service GmbH erbringt Tiefbau-, Kabelverlegungs- und technische Dienstleistungen für Erneuerbare-Energien-Anlagen. Den Park in Schwarzholz hat FEFA nach eigenen Angaben von der ersten Projektidee bis zum Betrieb selbst entwickelt.

Tion-CEO Ingmar Helmke bezeichnete die Akquisition als passende Ergänzung des operativen Portfolios – mit langfristig gesicherten Erlösen und einem erfahrenen Projektpartner als Verkäufer. „Wir danken EQT Active Core European Infrastructure für die fortlaufende Unterstützung und FEFA für die sehr gute und professionelle Zusammenarbeit", so Helmke

FEFA-Geschäftsführer Fabian Schwarzlose erklärte, dem Familienunternehmen sei bei der Übergabe der selbst entwickelten Anlage wichtig gewesen, den passenden Eigentümer zu finden: „Tion hat uns mit tiefem Markt-Know-how sowie schneller und pragmatischer Entscheidungsfindung überzeugt, und wir sind zuversichtlich, dass die Anlage in besten Händen ist.“

Ausblick: Tion strebt weiteres Wachstum an

Tion Renewables verfolgt das Ziel, sein Portfolio bis 2030 auf eine installierte Leistung von 3 Gigawatt (GW) auszubauen. Rückendeckung erhält das Unternehmen von seinem seit 2023 beteiligten Mehrheitseigner EQT. Der Zukauf in Schwarzholz reiht sich in eine Serie von Akquisitionen operativer Anlagen ein, mit denen Tion sein Portfolio in den vergangenen Monaten kontinuierlich erweitert hat.

Quelle: IWR Online

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