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23.07.2026, 13:26 Uhr KfW IPEX-Bank beteiligt sich an Kreditkonsortium für Großspeicherportfolio von Allianz und Kyon EnergyFrankfurt am Main – Die KfW IPEX-Bank baut ihr Engagement bei der Finanzierung von Batteriegroßspeichern in Deutschland weiter aus: Die Förderbank beteiligt sich an einem Kreditkonsortium für ein Speicherportfolio von Allianz Global Investors und der Total Energies-Tochter Kyon Energy.
Das Portfolio aus elf Batteriespeicherprojekten mit einer Gesamtleistung von knapp 800 MW war im Frühjahr 2026 zur Hälfte an Allianz Global Investors verkauft worden; die übrige Beteiligung hält weiterhin Kyon Energy. Für den Bau stellt nun laut der beratenden Kanzlei Watson Farley & Williams (WFW) ein Konsortium aus zehn Finanzinstituten rund 440 Mio. Euro Fremdkapital bereit.
Transaktion und FinanzierungsstrukturKreditnehmer ist ein Joint Venture von Allianz Global Investors und Kyon Energy, der auf Großbatteriespeicher spezialisierten deutschen BESS-Tochter von Total Energies. Die elf Anlagen mit einer Gesamtleistung von 789 MW und einer Gesamtkapazität von 1.628 MWh an verschiedenen Standorten in Deutschland sollen bis 2028 in Betrieb gehen; Total Energies bleibt Betreiber der Anlagen. Nach der ursprünglichen Transaktionsankündigung von Allianz Global Investors und Total Energies sollten rund 70 Prozent des Investitionsvolumens von mehr als 500 Mio. Euro fremdfinanziert werden. Laut der Kanzlei Watson Farley & Williams (WFW), die die Transaktion beratend begleitet hat, wurden dafür nun rund 440 Mio. Euro über das Zehn-Banken-Konsortium gesichert. Die Batterietechnik stammt überwiegend von Saft, ebenfalls einer Total Energies-Tochter.
"Mit dieser Finanzierung begleiten wir eine große BESS-Transaktion in Deutschland und unterstreichen unseren Anspruch, die Energiewende und den Ausbau nachhaltiger Infrastruktur aktiv mitzugestalten", sagt Dr. Velibor Marjanovic, Mitglied der Geschäftsführung der KfW IPEX-Bank.
Speicherfinanzierung als Teil der Energiewende-StrategieBatteriespeicher gehören für die KfW IPEX-Bank bereits zum Finanzierungsportfolio im Energiewende-Bereich: Im Geschäftsjahr 2025 unterstützte die Förderbank nach eigenen Angaben Projekte der globalen Energiewende – darunter On- und Offshore-Windparks, Solarprojekte und Batteriespeicher – mit einem Gesamtvolumen von 3,3 Mrd. Euro. Mit der aktuellen Beteiligung erweitert die Bank ihr Engagement nun auch im deutschen Speichermarkt.
Der Trend fällt zusammen mit einem Rekordausbau des Batteriespeicher-Markts in Deutschland: Nach einer IWR-Auswertung des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur stieg die neu installierte Leistung im ersten Halbjahr 2026 auf ein Rekordniveau von 2.482,7 MW, ein Plus von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum; die neu installierte Kapazität legte um knapp 76 Prozent auf rund 5.642 MWh zu. Bundesweit sind damit rund 2,6 Millionen Batteriespeicher mit insgesamt 18.483,5 MW und 31.485,1 MWh am Netz. Hält der Ausbautrend an, könnte die installierte Kapazität nach IWR-Einschätzung bis Ende 2026 auf rund 35 GWh steigen.
Quelle: IWR Online © IWR, 2026 Mehr Nachrichten und Infos aus der Regenerativen Energiewirtschaft
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