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22.09.2026, 08:25 Uhr

RWE erhält Zuschläge für 119 MW Onshore-Windenergie in Deutschland

Essen - RWE hat in der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur (BNetzA) für Windenergie an Land Zuschläge für zwei Projekte in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen mit einer Gesamtleistung von 119 MW erhalten. Beide Projekte sollen vorbehaltlich der finalen Investitionsentscheidung 2028 in Betrieb gehen.

Die beiden Vorhaben stehen für unterschiedliche Ansätze beim Ausbau der Windenergie an Land: die Nutzung rekultivierter Tagebauflächen für neue Windparks und den Ersatz älterer Anlagen durch leistungsstärkere Technik (Repowering). RWE betreibt in Deutschland Onshore-Windparks mit rund 770 MW (Stand: September 2026) sowie Offshore-Windparks mit einer installierten Leistung von 940 MW zum Jahresende 2025. Die neuen Zuschläge fallen in eine Onshore-Ausschreibungsrunde mit hohem Wettbewerb und weiter sinkenden Vergütungssätzen.

RWE plant 84-MW-Windpark auf Tagebaufläche in NRW - Repowering in Seedorf vervierfacht Leistung

Der Windpark Jüchen 3 soll auf einer rekultivierten Fläche des Tagebaus Garzweiler im Rhein-Kreis Neuss entstehen. Mit einer geplanten Leistung von 84 MW ist er das größere der beiden bezuschlagten RWE-Projekte. Der Standort liegt im Rheinischen Revier, wo ehemalige Braunkohleflächen für neue Energieprojekte genutzt werden.

Im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme) plant RWE das Repowering seines bestehenden Windparks Seedorf. Fünf ältere Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 9 MW sollen durch fünf neue Anlagen mit zusammen 35 MW ersetzt werden. Bei unveränderter Anlagenzahl steigt die installierte Leistung damit um 26 MW auf knapp das Vierfache.

RWE will sein deutsches Wind-, Solar- und Batteriegeschäft weiter ausbauen. Für Jüchen 3 und Seedorf stehen nach den Ausschreibungszuschlägen noch die finalen Investitionsentscheidungen aus.

Windenergie-Ausschreibung erneut überzeichnet - Zuschlagswert sinkt auf 4,79 ct/kWh

Die jüngste Ausschreibung der Bundesnetzagentur für Windenergie an Land war erneut deutlich überzeichnet. Für die zum 1. August 2026 ausgeschriebene Leistung von 2.520 MW gingen 461 Gebote mit insgesamt 5.250 MW ein. Die Bundesnetzagentur erteilte 237 Geboten mit einer Gesamtleistung von 2.523 MW einen Zuschlag.

Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert sank gegenüber der Mai-Runde von 5,06 auf 4,79 ct/kWh. Die bezuschlagten Gebotswerte lagen zwischen 4,49 und 4,98 ct/kWh. Trotz des gegenüber der Vorrunde rückläufigen Gebotsvolumens blieb die Ausschreibung damit deutlich überzeichnet. Der anhaltende Wettbewerb ging mit einem weiteren Rückgang der durchschnittlichen Zuschlagswerte einher.

Die nächste Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land ist für den 1. November 2026 vorgesehen.

Quelle: IWR Online

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