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24.09.2026, 08:49 Uhr KI-Rechenzentren: Sunrun und SPAN wollen zusätzliche Rechenleistung mit Solar- und Speichersystemen in US-Wohngebieten schaffenSan Francisco - Der US-Solar- und Speicheranbieter Sunrun und das Energietechnikunternehmen SPAN wollen ihre Zusammenarbeit auf dezentrale KI-Rechenzentren ausweiten. In neu errichteten Wohngebieten sollen Rechenknoten mit Solaranlagen, Batteriespeichern und intelligenten Stromverteilern kombiniert werden. Erste Einsätze sind in Texas und weiteren, noch nicht benannten Märkten geplant.
Mit dem Konzept wollen die Unternehmen zusätzliche Rechenkapazitäten bereitstellen und dafür ungenutzte Anschlusskapazitäten von Wohnhäusern erschließen. Die erweiterte Kooperation verbindet die bereits von SPAN entwickelte XFRA-Rechenplattform mit den Solar- und Speichersystemen sowie dem Installations- und Servicenetz von Sunrun.
XFRA: Dezentrale KI-Rechenleistung über HausanschlüsseSPAN hat seine XFRA-Plattform für dezentrale KI-Rechenzentren bereits im April 2026 vorgestellt. Das Konzept sieht vor, Rechenknoten auf zahlreiche Wohnhäuser zu verteilen und ungenutzte elektrische Anschlusskapazitäten für zusätzliche Rechenleistung zu erschließen. Damit will SPAN den Ausbau von KI-Infrastruktur ergänzen, ohne für jeden Standort einen neuen leistungsstarken Netzanschluss errichten zu müssen.
Die XFRA-Rechenknoten nutzen jeweils 16 flüssigkeitsgekühlte Grafikprozessoren des Typs NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition. Eine Steuerungssoftware verteilt die Rechenaufgaben unter Berücksichtigung der benötigten Reaktionszeiten und der jeweils verfügbaren Energie auf die einzelnen Standorte. Sunrun ergänzt das Konzept um Solaranlagen und mehrere Batteriespeicher je Wohnhaus. Die Systeme sollen die Versorgung der Haushalte und Rechenknoten sicherstellen und eine Überlastung der örtlichen Verteilnetze durch die zusätzliche Rechenlast vermeiden.
SPAN hatte für XFRA bereits einen Test mit 100 Wohnhäusern ab dem dritten Quartal 2026 und eine breitere Einführung in den USA ab 2027 angekündigt. Für 2027 nennt das Unternehmen zudem das Ziel, eine KI-Inferenzinfrastruktur im Gigawatt-Maßstab aufzubauen. Welche elektrische Leistung ein einzelner Rechenknoten benötigt und welchen Anteil Sunrun an diesen Ausbauzielen übernehmen soll, geht aus den veröffentlichten Angaben nicht hervor.
Geschäftsmodell: Vergütung für Haushalte und zusätzliche Erlöse für SunrunSunrun und SPAN wollen die Systeme gemeinsam mit Bauträgern bereits bei der Errichtung neuer Wohngebiete einplanen. Nach Angaben der Unternehmen sollen den Bauträgern und Hauseigentümern keine zusätzlichen Anschaffungskosten entstehen und die Hauskaufpreise durch die Installation nicht steigen. Die Haushalte erhalten Solaranlagen, mehrere Batteriespeicher und einen intelligenten Stromverteiler über ein vorausbezahltes Leasingmodell. Für die Bereitstellung eines Standorts für den Rechenknoten ist eine laufende Vergütung vorgesehen. Konkrete Beträge und abschließende Vertragsbedingungen wurden nicht genannt.
Sunrun will die Heimspeicher zusätzlich in seine Programme für Netzdienstleistungen einbinden. Damit könnten die Batterien neben der Versorgung der Haushalte und Rechenknoten auch Strom für das Netz bereitstellen. Wie die verfügbare Speicherkapazität zwischen diesen Anwendungen aufgeteilt werden soll, erläuterten die Unternehmen nicht.
Sunrun und SPAN arbeiten bereits seit 2022 zusammen. Damals starteten sie ein gemeinsames Angebot für intelligente Stromverteiler in Verbindung mit Solar- und Speichersystemen in Puerto Rico. Mit der Erweiterung um XFRA will Sunrun zusätzliche Erlösquellen erschließen, während SPAN die Zahl der installierten KI-Rechenknoten erhöhen möchte.
Die geplante Verbindung von Hausenergiesystemen und KI-Rechenleistung erweitert die Nutzungsmöglichkeiten dezentraler Stromerzeugung und Speicherung. Für die Umsetzung müssen die Stromversorgung der Haushalte, der Betrieb der Rechenknoten und die Bereitstellung von Netzdienstleistungen aufeinander abgestimmt werden. Konkrete Neubauprojekte, beteiligte Bauträger und Inbetriebnahmetermine haben Sunrun und SPAN für ihre erweiterte Zusammenarbeit bislang nicht benannt.
Quelle: IWR Online © IWR, 2026 Weitere Meldungen rund um die Speicherbranche
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